Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung

Alle Wetter-Modelle gekippt – jetzt geht es sogar Richtung Rekordtemperatur

Auch das ECMWF-Modell ist am Montag (18. Mai) umgefallen: Alle Berechnungen deuten auf über 30 Grad hin – der Jahresrekord wackelt. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.

Auch das letzte zögerliche Modell ist am Montagmorgen (18. Mai) umgefallen: Das europäische ECMWF-Modell zeigt jetzt ebenfalls ein sehr warmes bis heißes Pfingstwochenende – genau wie ICON, das kanadische GEM und die übrigen großen Wetterberechnungen.

Der Pfingstsommer 2026 wird immer wahrscheinlicher für Deutschland. Die Höchstwerte liegen in Deutschland bereits am Samstag (23. Mai) bei über 25 Grad.

Das gefürchtete Höhentief, das uns das Pfingstwetter noch hätte versauen können, ist aktuell in keiner Prognose mehr zu sehen. Ganz aus dem Schneider sind wir damit aber noch nicht: Bis Pfingsten sind es immer noch ein paar Tage, und auf den letzten Metern kann das Wetter durchaus noch Haken schlagen. Wir bleiben deshalb auf der Hut – aber die Wetter-Tendenz ist jetzt sehr eindeutig.

Bis Mittwoch wechselhaftes Wetter, dann steigt das Thermometer

Zunächst bleibt es wechselhaft: Bis Mittwoch (20. Mai) ziehen immer wieder Wolkenfelder und einzelne Schauer durchs Land, die Temperaturen kommen kaum aus den Startblöcken. Ab Donnerstag (21. Mai) dreht das Wettergeschehen dann auf. Es wird Tag für Tag wärmer, am Freitag (22. Mai) knacken wir verbreitet die 25-Grad-Marke – der erste richtige Sommertag steht ins Haus.

Und am Pfingstwochenende kommt der ganz große Schub: Samstag (23. Mai), Sonntag (24. Mai) und Pfingstmontag (25. Mai) klettern die Höchstwerte verbreitet auf 30 Grad, lokal sind sogar 31 oder 32 Grad drin. Strahlender Sonnenschein, schwüle Sommerluft, sehr warmes bis heißes Pfingstwetter – statt Eisheiligen-Nachzügler und Schafskälte-Vorboten.

Wetter-Prognose: Zwölf uralte Bauernregeln, auf die Generationen schwören

Zwei Hände halten einen aufgeschlagenen Bauernkalender.
Familie mit Kinderwagen und Drachen vor rotem Abendhimmel.
Strommasten im Abendrot.
Ein Hahn stolziert im Gehege.
Wetter-Prognose: Zwölf uralte Bauernregeln, auf die Generationen schwören

Bisheriger Jahresrekord in Reichweite

Damit rückt an Pfingsten ein neuer Jahresrekord in greifbare Nähe. Der bisherige Spitzenwert für 2026 stammt vom 3. Mai, als in Cottbus in Brandenburg 29,4 Grad gemessen wurden. Dieser Wert dürfte zum langen Wochenende fallen – wenn die heiße Linie hält, sogar deutlich. Die Marke für einen heißen Tag liegt bei 30 Grad, und genau dort landen wir nach aktuellem Stand an Pfingsten.

Es wären gleich drei heiße Tage am Stück – die ersten des Jahres überhaupt. So warm war es 2026 bislang noch nie. Eine letzte Restwarnung bleibt: Bis Donnerstag kann sich in der Höhe immer noch etwas verschieben. Aber je näher Pfingsten rückt, desto stabiler wird das sehr warme Bild. Sonnencreme schon mal rauskramen.

Rubriklistenbild: © METEORED/www.daswetter.com

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