Kolumne von Meteorologe Dominik Jung
April-Wetter spielt verrückt: Erst Schneeflocken, dann bis 27 Grad – drastischer Umschwung folgt
Deutschland erlebt einen heftigen Wetterumschwung – ein extremes Auf und Ab binnen weniger Tage steht bevor. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Zwischen Frühling und Winter – das aktuelle Wettergeschehen in Deutschland zeigt sich von seiner extrem wechselhaften Seite. Noch bis Donnerstag (9. April) bleibt es regional ungewöhnlich mild, besonders im Südwesten sind Temperaturen von bis zu 25 Grad möglich. Gleichzeitig präsentiert sich der Nordosten deutlich kühler: An der Ostsee werden kaum mehr als 10 Grad erreicht, allerdings oft begleitet von freundlichem Sonnenschein.
Dieses starke Temperaturgefälle innerhalb des Landes verdeutlicht bereits die bevorstehenden Umbrüche beim Wetter. Am Donnerstagabend ziehen dann erste dichtere Wolken auf, die den Übergang zu einer markanten Wetteränderung einleiten.
Wetter in Deutschland: Frühling trifft auf Kälte – Kaltfront bringt Schnee und Temperatursturz
Am Freitag (10. April) erreicht eine kräftige Kaltfront Deutschland und sorgt für einen spürbaren Temperatursturz. Die Höchstwerte liegen dann meist nur noch zwischen 8 und 15 Grad. Besonders im Osten kann es dabei überraschend winterlich werden: In Regionen rund um Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen sind sogar Schneeflocken bis in tiefere Lagen möglich.
Für Anfang April ist das ein bemerkenswerter Kälterückfall. Der Kontrast zum Vortag könnte kaum größer sein, denn innerhalb weniger Stunden kippt die Wetterlage von frühlingshaft mild zu spätwinterlich kühl. Doch das Auf und Ab geht weiter.
Wetter-Prognose: Zwölf uralte Bauernregeln, auf die Generationen schwören




Erneute Wärme – bevor der nächste Absturz folgt
Bereits am Samstag (11. April) dreht die Strömung erneut und bringt vor allem in den Südwesten wieder sehr warme Luft. Am Oberrhein sind dann sogar bis zu 27 Grad möglich, während der Osten mit 15 bis 20 Grad deutlich moderater bleibt. Diese kurze Wärmephase wird jedoch rasch beendet.
Am Sonntag (12. April) folgt der nächste drastische Umschwung: Die Temperaturen stürzen im Südwesten von zuvor hochsommerlichen Werten auf nur noch 8 oder 9 Grad ab. In höheren Lagen wie dem Schwarzwald oder der Schwäbischen Alb droht sogar ein erneuter Wintereinbruch. In der kommenden Woche bleibt es insgesamt kühler, begleitet von wechselhaftem Wetter und einzelnen Schauern.
Rubriklistenbild: © Nicolaj Zownir/Imago
