Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung
Nächster Wetter-Dämpfer steht bevor – auffälliges Signal in den aktuellen Modellkarten
Der Frühling zeigt diese Woche zwei Gesichter. Nach Graupelschauern steigen die Temperaturen deutlich an, doch zum Wochenende droht wieder kühlere Luft. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Der Start in die Woche zeigt sich wechselhaft und teilweise turbulent. Am Montag, 16. März 2026, können regional sogar Graupelschauer auftreten, besonders bei kräftigen Schauern mit kalter Höhenluft. Dahinter setzt sich jedoch rasch wieder freundlichere Frühlingsluft durch. Ab Mittwoch steigen die Temperaturen vielerorts wieder deutlich an.
Am Donnerstag sind verbreitet bis zu 20 Grad möglich, während Mittwoch und Freitag meist zwischen 15 und 16 Grad erreichen. Im Südwesten kann es lokal sogar bis etwa 17 Grad warm werden. Damit zeigt der Frühling zwar Kraft, bleibt aber noch etwas wackelig und nicht vollständig stabil. Vor allem die Luftmassen wechseln noch recht schnell über Mitteleuropa, wodurch kurze Kaltlufteinbrüche weiterhin möglich bleiben.
Zum Wochenende droht schon wieder ein Wetter-Dämpfer
Zum Wochenende (21. und 22. März) deutet sich jedoch bereits der nächste Dämpfer an. Aus nördlichen Richtungen könnten wieder kühlere Luftmassen nach Deutschland vorstoßen. Dadurch gehen die Temperaturen wahrscheinlich wieder etwas zurück und der frühlingshafte Eindruck wird erneut gedämpft. Solche Schwankungen sind im März allerdings nichts Ungewöhnliches, weil sich die großräumigen Drucksysteme über Europa noch häufig umstellen.
Warme Luft aus dem Süden kann sich daher nur zeitweise durchsetzen, während zwischendurch immer wieder kühlere Atlantikluft oder polare Luft einfließt. Genau dieses Wechselspiel sorgt dafür, dass der Frühling zwar spürbar ist, aber noch keine dauerhafte Stabilität erreicht und die Wetterlage insgesamt unruhig bleibt, besonders im Übergang vom Winter zum Frühling in Europa.
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ECMWF-Wettermodell zeigt auffällige Trockenheit
Noch auffälliger als die Temperaturschwankungen ist jedoch ein anderes Signal in den aktuellen Modellkarten. Das europäische Wettermodell ECMWF zeigt in seiner Wochenprognose für den Zeitraum Mitte März eine deutliche Niederschlagsanomalie über großen Teilen Deutschlands. Die Farben der Karte liegen überwiegend im braunen Bereich, was bedeutet, dass deutlich weniger Regen fallen könnte als normalerweise um diese Jahreszeit.
Besonders in der Mitte und im Süden deutet vieles auf ein Defizit von mehreren Millimetern hin. Sollte sich diese Prognose bestätigen, könnte die ohnehin schon recht trockene Phase im Spätwinter weiter verlängert werden. Für Böden und Vegetation wäre zusätzlicher Regen zwar willkommen, doch derzeit sehen die Modelle danach kaum aus.
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