Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung
Saharaluft bringt ungewöhnliche Wärme: Erste Sommertage mit 25°C schon im Februar möglich
Warme Saharaluft strömt nach Europa. In Spanien sind bis zu 25 Grad möglich. Auch Deutschland spürt die milde Luft. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Noch im Februar erleben Teile Europas außergewöhnlich milde Temperaturen. Besonders in Südspanien werden in dieser Woche Werte von bis zu 25 Grad erwartet, was dort bereits als sehr früher Sommertag gelten kann. Verantwortlich dafür sind sehr warme Luftmassen aus der Sahara, die mit südöstlicher Strömung weit nach Norden transportiert werden.
Diese Luft bringt nicht nur ungewöhnlich hohe Temperaturen für die Jahreszeit, sondern auch Saharastaub, der den Himmel zeitweise milchig erscheinen lassen kann. Auch Mitteleuropa wird von dieser Warmluft erreicht, sodass die Temperaturen deutlich über den üblichen Februarwerten liegen.
Mächtiges Hoch blockiert Atlantikluft
Ursache für die außergewöhnliche Wetterlage ist ein kräftiges Hochdruckgebiet über weiten Teilen Europas. Dieses Hoch sorgt dafür, dass milde Luft aus Südosten bis weit nach Norden strömen kann, teilweise sogar bis nach Lappland. Gleichzeitig werden kühlere Luftmassen vom Atlantik blockiert und können nicht nach Mitteleuropa vorstoßen.
Dadurch bleibt das Wetter ungewöhnlich stabil, trocken und mild. In Deutschland bedeutet das vielerorts zweistellige Temperaturen und frühlingshafte Bedingungen, die für Ende Februar deutlich über dem klimatologischen Durchschnitt liegen.
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Wie ungewöhnlich ist die Wärme?
Temperaturen um 25 Grad in Südspanien sind Ende Februar zwar selten, aber nicht völlig außergewöhnlich. In besonders warmen Jahren wurden dort bereits ähnliche Werte gemessen. Dennoch gehört diese Wetterlage zu den deutlich milden Episoden des Winters. In Deutschland bleiben die Temperaturen zwar niedriger, liegen aber ebenfalls klar über dem Durchschnitt.
Der Saharastaub kann in den kommenden Tagen auch hierzulande in der Luft nachweisbar sein und für rötliche Sonnenuntergänge sorgen. Insgesamt zeigt die Wetterlage, wie stark Hochdruckgebiete das europäische Wetter beeinflussen können, wenn sie über längere Zeit stabil bleiben.
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