Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung
Sommer 2026: Wird es der wildeste seit Jahren? Wetter-Modelle schlagen Alarm
Hitzewellen, Gewitter, Starkregen und doch wieder Sonne – der Sommer 2026 verspricht eine echte Achterbahn der Gefühle. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Die Klimamodelle sprechen eine klare Sprache: Mit einer Wahrscheinlichkeit von über 80 Prozent wird der Sommer 2026 in Deutschland wärmer als der langjährige Durchschnitt der Jahre 1991 bis 2020. Das klingt nach Freibad und langen Abenden auf der Terrasse – doch die Realität könnte deutlich turbulenter aussehen.
Statt eines stabilen Hochdrucksommers wie zuletzt in goldenen Hitzejahren droht ein sogenannter Zickzack-Sommer: Auf wenige Tage mit brütender Hitze und 30 Grad folgen abrupte Wetter-Umbrüche mit heftigen Gewittern und regional unwetterartigem Starkregen. Die Temperaturen schwanken dabei so stark, dass man buchstäblich innerhalb einer Woche von Sonnencreme auf Regenjacke umsteigen muss. Meteorologen sprechen von einem Sommer, der sich anfühlt, als könnte er jeden Moment die Stimmung wechseln.
Hitze, Starkregen, Gewitter: Was Klimamodelle für den Sommer 2026 vorhersagen
Die Frage nach extremen Hitzephasen treibt viele um, seit die Sommer 2018 und 2022 tiefe Narben in der kollektiven Erinnerung hinterlassen haben. Die gute Nachricht: Ein Dauerhitzesommer mit tagelangen Temperaturen jenseits der 40 Grad gilt für 2026 als eher unwahrscheinlich – die Chance liegt bei lediglich fünf bis zehn Prozent.
Die schlechte Nachricht: Komplett verschont vom Wetter bleibt niemand. Die 30-Grad-Marke wird mit großer Wahrscheinlichkeit mehrfach geknackt, klassische Hitzephasen mit schweißtreibenden Nächten sind fest eingeplant. Wer also auf einen gemäßigten Sommer hofft, sollte sich nicht allzu früh in Sicherheit wiegen. Besonders Westeuropa gilt laut aktuellen Klimamodellen als Risikogebiet für regional heftige Hitzewellen – und Deutschland liegt mittendrin.
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Sommer 2026: Nass, sonnig, stürmisch – alles auf einmal
Was den Niederschlag betrifft, zeigt sich der Sommer 2026 von seiner unberechenbaren Seite. Mit 43 Prozent Wahrscheinlichkeit fällt der Regen ungefähr normal aus – doch „normal“ bedeutet in diesem Sommer wenig, denn die Verteilung ist alles andere als gleichmäßig.
Lange Trockenphasen wechseln sich mit konzentrierten Regenphasen ab, die regional verheerende Ausmaße annehmen können. Quasistationäre Tiefdrucksysteme können dazu führen, dass einzelne Regionen tagelang unter Dauerregen leiden, während wenige Kilometer entfernt die Sonne scheint. Für Urlauber, Landwirte und Stadtplaner gleichermaßen eine Herausforderung. Wer den Sommer 2026 wirklich genießen will, braucht vor allem eines: Flexibilität. Und vielleicht einen Backup-Plan fürs Sommerfest.
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