Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung

Wetter-Schock zum Wochenende: Frühlings-Hoffnung zerplatzt komplett – Kaltfront bringt neuen Schnee

Das Wetter stürzt ab. Schnee bis in tiefere Lagen, stürmischer Wind und frostige Nächte sorgen für echtes Winter-Comeback. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.

Was zunächst noch harmlos wirkt, entpuppt sich schnell als Wetterfalle. Der Samstag (28. März) startet regional freundlich, besonders im Osten und Süden zeigt sich sogar die Sonne. Doch das ist nur die Ruhe vor dem Umschwung. Dichte Wolken ziehen auf, Regen breitet sich aus, und die Temperaturen gehen spürbar zurück. Während es mit etwas Sonne noch bis zu 10 oder 11 Grad schaffen kann, wird es bei Dauerregen oder in höheren Lagen schnell ungemütlich kalt mit nur rund 2 Grad.

Neue Kaltfront mit Schnee: Am Samstag (28. März) tanzen regional schon wieder die Flocken (blaue Symbole).

Besonders in den Bergen mischt sich zunehmend Schnee unter den Niederschlag. Dazu kommt ein unangenehmer Wind aus West bis Nordwest, der alles noch kälter wirken lässt. Das Wetter kippt – und zwar schneller als gedacht.

Kaltfront trifft Deutschland am Samstag: Frost-Falle in der Nacht und neue Regenfront

In der Nacht zum Sonntag (29. März) zeigt das Wetter sein zweites, noch unangenehmeres Gesicht. Die Niederschläge ziehen in den Südosten ab, doch dort wird es jetzt richtig winterlich: Schnee fällt teils schon ab 300 bis 500 Metern. Gleichzeitig lockert es im Nordwesten zwar etwas auf, doch die Temperaturen stürzen regelrecht ab.

Werte zwischen +4 und -5 Grad sorgen regional für Glättegefahr und Frost. Am Sonntag bleibt es im Süden oft grau und nass, in den Alpen tief winterlich mit anhaltendem Schneefall. Sonst wechseln sich Wolken und Schauer ab, bevor am Abend bereits die nächste Regenfront aus Nordwesten anrückt. Der Wind legt besonders an den Küsten deutlich zu und kann dort kräftig bis stürmisch werden.

Frühlings-Wetter ade: Graupel, Schnee und Sturm zum Wochenstart

Wer auf Besserung hofft, wird enttäuscht. Auch am Montag (30. März) bleibt das Wetter ruppig und unbeständig. Regen im Süden, Schnee in den Alpen und dazu immer wieder Schauer im Rest des Landes – teils sogar mit Graupel oder Schneeregen. Besonders in höheren Lagen zeigt sich der Winter hartnäckig. Die Temperaturen bleiben mit 5 bis 11 Grad gedämpft, während ein frischer bis kräftiger Westwind durch die Regionen fegt und teils stürmische Böen bringt. In der Nacht zum Dienstag (31. März) beruhigt sich die Lage nur leicht: Die Schauer werden weniger, verschwinden aber nicht ganz. Bei Tiefstwerten bis -4 Grad bleibt es frostig – und die nächste Überraschung ist nicht ausgeschlossen.

Rubriklistenbild: © Wetterdienst Q.met / www.wetterdata.de

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