Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung
Nächster Winter-Einbruch dürfte kurz bevorstehen – Wettermodelle zeichnen konkretes Bild
Nach tagelangem Frost taut es erstmals im Nordosten, doch neue Kaltluft steht schon bereit. Wettermodelle zeigen Schnee und Eisregen. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.
Nach vielen frostigen Tagen kletterten die Temperaturen in Berlin am Freitagmittag (6. Februar) erstmals wieder leicht über null Grad. Besonders im Nordosten beginnt der Schnee anzutauen, doch ein echtes Durchtauen ist nicht in Sicht. Stattdessen weicht die Schneedecke oft nur oberflächlich auf, während der Boden gefroren bleibt. Genau das erhöht die Gefahr von glatten Wegen, sobald die Temperaturen wieder sinken.
Entlang einer Linie von Hamburg über Berlin bis nach Vorpommern könnte sich das Tauwetter nur wie ein kurzes Zwischenhoch anfühlen. Schon ab Sonntag (8. Februar) erreicht neue Kaltluft die Region, wodurch sich die Winterlage rasch wieder stabilisieren kann.
Wetter: Neue Kaltluft rückt vor – Ausbreitung Richtung Westen möglich
Die Wettermodelle deuten darauf hin, dass sich die Kälte im Laufe der kommenden Woche weiter nach Westen und Süden ausbreiten könnte. Besonders spannend wird die Entwicklung in Richtung Karnevalswochenende (14. und 15. Februar), denn selbst im Rheinland sind wieder frostige Tage möglich. Sollte sich die kalte Luft durchsetzen, wären Dauerfrostlagen am Tag nicht ausgeschlossen.
Gleichzeitig steigt das Risiko für winterliche Niederschläge, wenn mildere Luft kurzfristig aufgleitet. Dann könnten Schnee, Schneeschauer oder sogar gefrierender Regen auftreten. Diese Mischung macht die Lage unsicher, weil sich die genaue Grenze zwischen milder und kalter Luft kurzfristig verschieben kann.
Tornados, Wüstenstürme, Zyklone: Wetterphänomene, die Sie kennen sollten




Kehrt der Winter noch einmal zurück?
Gerade für die vielen Fastnachtsumzüge wäre eine Rückkehr des Winters heikel. Millionen Menschen feiern im Freien, während mögliche Schneeschauer oder eisige Böen die Bedingungen deutlich verschärfen könnten. Besonders gefährlich wäre gefrierender Regen, der Straßen in spiegelglatte Flächen verwandelt. Auch kräftige Schneefälle sind zumindest regional nicht ausgeschlossen, falls sich Schauerlinien entwickeln.
Noch ist die genaue Intensität unsicher, doch die Grundtendenz zeigt eine markante Abkühlung. Deshalb lohnt sich ein genauer Blick auf die kommenden Prognosen, denn zwischen winterlicher Kulisse und ernsthaften Verkehrsproblemen liegt oft nur ein schmaler Grat.
Rubriklistenbild: © Wetterdienst Q.met /www.wetter.net
