Kolumne vom Meteorologen Dominik Jung

Wetter-Absturz rollt an: Es drohen Regenmassen und Eis – DWD warnt zwei Regionen

Eine explosive Wetterlage baut sich genau zu Fastnacht auf: Es drohen Regenmassen, steigende Pegel und Unwetter. Eine Wetter-Kolumne von Dominik Jung.

Zwischen Fastnachtsdonnerstag (12. Februar) und Fastnachtssamstag (14. Februar) wird das Wetter deutlich unruhiger. Mehrere Tiefs lenken feuchte Luft nach Deutschland, besonders im Südwesten fällt immer wieder Regen. Insgesamt können sich regional 70 bis 80 Liter pro Quadratmeter summieren. Dadurch geraten kleine Bäche und Flüsse rasch unter Druck, örtliche Überschwemmungen sind möglich.

Starkregen bis Fastnachtsfreitag (13. Februar): In einigen Regionen können bis zu 70 Liter Niederschlag fallen, erst Regen, dann auch Schnee!

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt, dass am Donnerstag weitere Niederschläge auftreten, im Nordosten auch Schnee oder lokal gefrierender Regen möglich ist. Gleichzeitig bleibt es windig mit stürmischen Böen an den Küsten sowie auf exponierten Bergen. Vor allem in Staulagen der Mittelgebirge kann sich der Regen länger halten. Auch andere Länder Europas haben gerade mit extremen Regen zu kämpfen.

DWD sieht erhöhtes Unwetterpotenzial: Regenlage spitzt sich zu

Laut Deutschem Wetterdienst sind im Südwesten innerhalb von 48 Stunden 50 bis 70 l/qm möglich, was regional sogar eine Unwetterlage bedeuten kann. Engere Täler reagieren besonders sensibel auf Dauerregen, sodass steigende Pegel schnell zum Thema werden könnten. Einsatzkräfte könnten regional gefordert sein, wenn Straßen überflutet werden oder Keller volllaufen. Am Freitag gehen die Niederschläge zwar weiter, lassen aber langsam nach. Die Schneefallgrenze liegt zunächst um etwa 1000 Meter, während im Schwarzwaldstau nochmals größere Regenmengen fallen können. Insgesamt bleibt die Wetterlage wechselhaft und dynamisch.

Kaltluftvorstoß könnte Wetter an Fastnacht verändern

Zum Wochenende deutet sich von Nordwesten her kältere Luft an. Am Nachmittag und Abend kann Regen zunehmend in Schnee übergehen, zunächst im Bergland, später eventuell auch in tieferen Regionen. Wie tief die Schneefallgrenze sinkt, ist noch unsicher, doch eine überraschende weiße Überdeckung wäre nicht ausgeschlossen. Genau diese Mischung aus viel Regen, möglicher Hochwasserlage und anschließendem Temperaturrückgang macht die Entwicklung spannend. Wer Umzüge oder Veranstaltungen plant, sollte die Prognosen genau verfolgen, denn das Wetter könnte sich innerhalb kurzer Zeit komplett drehen.

Rubriklistenbild: © METEORED/www.daswetter.com

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