Serie zum Stadtjubiläum

Schlange im Treppenhaus, WM‑Held & BVB‑Hymne: 800 Jahre Hamm in Bildern – Teil 5

Der Hammer Geschichtsverein beschäftigt sich seit seiner Gründung am 30. September 1993 mit der Hammer Historie.
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Bei 800 Jahren Stadtbestehen kommt einiges an lokaler Geschichte zusammen. Der Hammer Geschichtsverein beschäftigt sich seit seiner Gründung am 30. September 1993 mit eben dieser und betrachtet Themen wie Soziales, Kultur und Kirche oder Technik- und Strukturentwicklung. Dabei kooperiert der Verein unter anderem auch mit der Stadt, etwa bei dem Projekt „Stelen zur Stadtgeschichte“, bei dem die Infotafeln an zahlreichen Orten (Foto: Isenbecker Hof) in Hamm historische Einblicke bieten.
Eduard Angele zog es zur Saison 1976/77 auf die Alm zu Arminia Bielefeld.
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Mit 18 Jahren begann Eduard Angele seine Ausbildung an der Landespolizeischule Westfalen und schloss sich Eintracht Heessen an, ehe er 1974 zur DJK Gütersloh wechselte. Zur Saison 1976/77 zog es ihn auf die Alm zu Arminia Bielefeld. Bis 1981 spielte Angele, hier links neben dem Nürnberger Georg Volkert, mit den Ostwestfalen in der Bundesliga und kam dabei auf 50 Spiele. Dazu kommen 128 Zweitligaspiele. Zum Ende seiner Karriere kehrte er von 1982 bis 1984 zu Eintracht Heessen zurück.
Zum hundertjährigen Bestehen des Liboriusblatts empfing Papst Johannes Paul II. Leser des Blatts
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Das Liboriusblatt ist eine in Hamm erscheinende katholische Wochenzeitschrift aus dem gleichnamigen Verlag. Die erste Auflage erschien 1884. Zum hundertjährigen Bestehen des Liboriusblatts empfing Papst Johannes Paul II. (1920–2005) am 13. März 1999 in einer Privataudienz im Vatikan sowohl Leser des Blatts als auch Redaktions- sowie Verlagsmitglieder und würdigte deren Arbeit. Bis heute fungiert das Liboriusblatt als eine eigenständige katholische Familienzeitschrift.
Ein komplettes Mehrfamilienhaus an der Marienstraße wird im Juni 2018 evakuiert, nachdem zwei Anwohnerinnen unabhängig voneinander eine große braune Schlange im Treppenhaus gesehen haben wollen.
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Ein komplettes Mehrfamilienhaus an der Marienstraße wird im Juni 2018 evakuiert, nachdem zwei Anwohnerinnen unabhängig voneinander eine große braune Schlange im Treppenhaus gesehen haben wollen. 20 Bewohner müssen sich auf amtliche Anweisung bei Freunden und Bekannten oder in Hotels einquartieren. Ordungsamts- und Feuerwehrkräfte suchen anschließend vergeblich nach dem Tier. Der Einsatz verschlingt mehrere tausend Euro. Nach 24 Stunden dürfen die Mieter wieder zurück in ihre Wohnungen.
Im November 2021 betrug die Waldfläche in Hamm insgesamt ungefähr 10 Prozent des gesamten Stadtgebiets.
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Im November 2021 betrug die Waldfläche in Hamm etwa 10 Prozent des gesamten Stadtgebiets. Der Stadtbezirk mit der größten Waldfläche war zu jener Zeit Uentrop. Mit 494 Hektar Wald machte Uentrop etwa 25 Prozent der gesamten Waldfläche in Hamm aus. 2023 wurde an der Geithe eine 2,5 Hektar große Fläche bepflanzt, in Heessen wurden 2025 auf dem Gelände von Schacht 7 rund 4500 junge Bäume in den Boden gebracht. In Waldgebieten wie dem Pilsholz hingegen wurde jüngst großflächig gerodet.
Der Literaturwissenschaftler Karl Otto Conrady (1926-2020) wuchs im Hamm der Kriegszeit auf.
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Goethe und Gedichte waren seine Sache: Der Literaturwissenschaftler Karl Otto Conrady (1926-2020) wuchs im Hamm der Kriegszeit auf. Er promovierte über Heinrich von Kleist, schrieb eine Goethe-Biographie, lehrte in Saarbrücken, Kiel und Köln.. Er saß für die SPD im Bundestag und war Präsident des deutsche PEN-Zentrums. Sein Vermächtnis ist der „Große Conrady“, eine Lyirksammlung. Den Kontakt zu seiner Heimatstadt hat er immer behalten – bis zur Beisetzung auf dem Ostenfriedhof.
Ein Multifunktionssaal für Konzerte, Kabarett, Theater, Bankette und Jubiläen sowie für Ratssitzungen ist das Herzstück des 2003 eingeweihten Kurhauses
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Ein Multifunktionssaal für Konzerte, Kabarett, Theater, Bankette und Jubiläen sowie für Ratssitzungen ist das Herzstück des 2003 eingeweihten Kurhauses an der Ostenallee. Der kubische Bau ersetzte den baufälligen Theatersaal und Ballsaal des 1900 errichteten alten Kurhauses. Erhalten blieb das historische Gebäude mit Café, Vinothek und Spiegelsaal. In den vergangenen Jahren wurde jenes prestigeträchtige Altgebäude, insbesondere die Fassade, aufwendig saniert (Foto).
Seit 2011 mischt Kanu-Slalom-Spezialist Stefan Hengst die internationale Wildwasser-Szene auf
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Seit 2011 mischt Kanu-Slalom-Spezialist Stefan Hengst die internationale Wildwasser-Szene auf – und hat sich seitdem eine große Medaillensammlung zugelegt. Neben ersten Plätzen bei EM und WM im Juniorenbereich sowie jeweils einmal Gold mit der Mannschaft bei Welt- und Europameisterschaften sticht sein WM-Titel von 2019 hervor. Da wurde der Heessener, der für den Kanu-Ring Hamm startet, in Prag Weltmeister im Kajak-Cross. 2024 qualifizierte er sich für die Olympischen Spiele in Paris, wurde im Cross aber nur 30.
Das Alt Hamm zählt zu den ältesten Gaststätten Hamms.
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Bereits im Jahr 1739 wurde die Gaststätte „Alt-Hamm“ erbaut. Erster bekannter Wirt an der Nordstraße 16 war ein Bäcker und Brauer namens Voß. Es folgten die Familien Kortmann (1783 bis 1891) und Strothmüller (1891 bis 1964), unter deren Namen die Gaststätte bekannt war. 1964 nannten neue Pächter ihre Kneipe „Alt-Hamm“. Pächter Jochem Huth und seine Lebenspartnerin Gabi Aßhoff, die Geschäftsführerin der Gaststätte ist, sind seit 2006 im Haus. Das „Alt-Hamm“ gilt als eine der ältesten Gaststätten der Stadt.
Das Schicksal der 20-jährigen Kanutin Tiffany T. bewegt im Frühjahr 2006 die gesamte Stadt.
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Das Schicksal der 20-jährigen Kanutin Tiffany T. bewegt im Frühjahr 2006 die gesamte Stadt. Die Kanadierin weilte als Au-pair in Hamm. Am 19. Februar 2019 verschwindet sie während einer Trainingsfahrt auf dem Kanal. Nur ihr Kanu wird in Höhe der Münsterstraße gefunden. Dramatische Suchaktionen folgen, Taucher reisen selbst aus Kanada an. Am 8. März wird der Leichnam im Uentroper Osthafen entdeckt. Tiffany T. war bei der Trainingsfahrt gekentert und hatte einen tödlichen Kälteschock erlitten.

Die Stadt Hamm feiert 2026 ihr 800-jähriges Bestehen. Wir blicken auf das, was diese Großstadt ausmacht – und was die Menschen vor Ort bewegt hat.

Rubriklistenbild: © SILKE BIERKÄMPER

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