Geld fließt in andere Projekte
Sanierung von maroder Straße verschoben: Keine Förderung für 2025
Die geplante Sanierung der Straße „Auf der Breite“ in Allen wird verschoben. Die Stadt erwartet keine Förderung für das Projekt in 2025. Stattdessen fließen die Mittel in andere Maßnahmen.
Hamm - Die bröcklige Straße „Auf der Breite“ in Allen sollte eigentlich dieses Jahr saniert werden. Doch die Stadt teilt nun auf Anfrage mit: „Die Fahrbahnerneuerung erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt, da für 2025 keine Förderung der Baumaßnahme zu erwarten ist.“
Der marode Wirtschaftsweg soll eine neue Fahrbahndecke erhalten. Für den kompletten Straßenverlauf zwischen Werler und Wambelner Straße sind 350.000 Euro an Kosten kalkuliert worden. Stockt der Verkehr zwischen Hilbeck und Rhynern, suchen Fahrzeuge aller Größenordnungen oft den Weg über diesen Wirtschaftsweg bis zum Gewerbepark Rhynern oder weiter in die Stadt. Das bekommt dann auch der Ortskern von Rhynern zu spüren.
Insgesamt hatte die Stadt Hamm für die Sanierung von Wirtschaftswegen 800.000 Euro für 2025 vorgesehen. Diese sollten sich zu 300.000 Euro aus Eigen- und zu 500.000 Euro aus Fördermitteln finanzieren. Im vergangenen Jahr hieß es dazu: Sollte die Stadt Hamm keine anderen Töpfe anzapfen können, so werden die geplanten Maßnahmen, darunter auch die Straße „Auf der Breite“ geschoben – bis im Jahr darauf oder in den Folgejahren Geld zur Verfügung steht. Dies ist nun also der Fall.
Straßensanierung: Ausbau in Allen und Osterflierich
Die 300.000 Euro der Stadt fließen nun erst in andere Maßnahmen. Darunter befinden sich zwei weitere kleine Wege im Stadtbezirk Rhynern. Auf der Pollgartenstraße in Allen wird die Fahrbahn von Holthöfener Weg bis „Im Busch“ voraussichtlich im zweiten Halbjahr dieses Jahres für 80.000 Euro erneuert. Ebenso neu gemacht wird im zweiten Halbjahr in Osterflierich die Fahrbahn „Pedinghauser Markt“ bis Osterkamp. Die voraussichtlichen Kosten liegen bei 70.000 Euro.
Sämtliche genannten Wirtschaftswege weisen erhebliche Schäden wie Aufbrüche, Verdrückungen und Rissbildungen auf. Deshalb ist hier vorgesehen, die vorhandene Wegbefestigung zu fräsen, zu profilieren und verbessert mit einer Dicke von zehn Zentimetern (Asphaltaufbau) neu herzustellen, sowie partiell den ungebundenen Oberbau (Frostschutzschicht) dicker aufzubauen. Als Gesamtziel soll eine Verstärkung des Oberbaus von mindestens sieben Zentimetern erreicht werden. Abschließend werden die Banketten an die neuen Fahrbahnränder angepasst.
Bereits saniert wurde die marode Gobel-von-Drechen-Straße. Von der Unnaer Straße bis Hausnummer 4a wurde eine Deckschichterneuerung durchgeführt. Eine grundhafte Erneuerung von der Kumper Landstraße bis zur Hausnummer 13 erfolge laut Auskunft der Stadt zu einem späteren Zeitpunkt.
Straßensanierung: 720.000 Euro für Unteren Heideweg
Folgende Maßnahmen sind nach Angaben der Stadt Hamm noch für dieses Jahr geplant: Eine Kanalbaumaßnahme des Lippeverbands im Bereich Unterer Heideweg in Westtünnen befindet sich aktuell noch in der Planung. Von städtischer Seite ist im Zuge dieser Kanalbaumaßnahme eine grundhafte Fahrbahnerneuerung des Unteren Heidewegs zwischen der Hubert-Westermeier-Straße und der Von-Thünen-Straße vorgesehen. Der Bau ist für frühestens Herbst 2025 vorgesehen. Die Kosten belaufen sich auf insgesamt rund 720.000 Euro.
Bürgermeister-Versprechen
Beim Stadtbezirksempfang in der Aula der Konrad-Adenauer-Realschule gab Oberbürgermeister Marc Herter den Westtünnern die Zusage: „In diesem Jahr wird vom Kreisverkehr bis zu Physioline durchgebaut. Dieser kleine Abschnitt von der Von-Thünen-Straße zur Dambergstraße wird kommen.“ Noch führt eine Abfahrt in der Nähe des neuen Bahnhaltepunkts Westtünnen ins Nichts.
In Osttünnen soll zudem in der zweiten Jahreshälfte die Grönebergstraße von Osttünnen bis Caldenhofer Weg saniert werden. Die Deckschichterneuerung kostet etwa 180.000 Euro.
Ab Mitte des zweiten Quartals sollen die Straßen Vöhde (45.000 Euro) in Rhynern und Holteneck (120.000 Euro) zwischen Berge und Lohauserholz im Rahmen der stadtweiten DSK-Arbeiten an der Reihe sein. Dort soll jeweils eine Fahrbahnsanierung als Dünnschicht im Kalteinbau (DSK) durchgeführt werden.