Eisenbahn
Weniger Züge im Regionalverkehr – fünf Linien in Hamm betroffen
Der Fahrplan im Regionalverkehr wird weiter ausgedünnt. In Hamm sind fünf Linien betroffen.
Hamm - Der regionale Bahnverkehr wird im kommenden Jahr noch weiter eingeschränkt. Deutsche Bahn (DB) und Verkehrsverbünde haben sich auf Angebotseinschnitte verständigt, um das Schienennetz zu entlasten. Bekannt waren bisher Streichungen beim Regionalexpress 11. Am Donnerstag kündigten die NRW-Verkehrsverbünde jedoch weitere Einschnitte an. Es geht in Hamm um folgende Linien:
- Beim Regionalexpress 3 (Düsseldorf–Hamm) fallen ab dem 1. Februar tagsüber einzelne Fahrten aus. Zwischen 21 und 5 Uhr wird der Verkehr ganz eingestellt.
- Beim Regionalexpress 6 (Köln–Hamm–Minden) ist ab dem 1. Januar um 22 Uhr Schluss. Der Abschnitt zwischen Düsseldorf und Köln wird nur noch zwischen 5 und 21 Uhr bedient. Fahrgäste sollen auf RE1 und S11 ausweichen.
- Der Regionalexpress 7 (Krefeld–Hamm–Rheine) fährt ab dem 1. Januar nur noch bis etwa 21 Uhr. Ersatzangebote sind laut VRR in Planung.
- Der Regionalexpress 11 (Düsseldorf–Hamm–Kassel) wird ab dem Fahrplanwechsel am Sonntag zwischen Düsseldorf und Hamm auf täglich sechs Fahrten reduziert. Das soll bis zum 15. Juni gelten. Zwischen Hamm und Kassel fährt der Zug weiter stündlich.
- Der Regionalexpress 13 (Hamm–Venlo) wird ab dem 1. Februar nur noch im Zwei-Stunden-Takt angeboten. Endstation ist dann Mönchengladbach; nach Venlo fahren Busse.
Weniger Züge im Regionalverkehr – fünf Linien in Hamm betroffen
Das Netz in Nordrhein-Westfalen gilt als chronisch überlastet. „Wir brauchen mehr Zuverlässigkeit im System und dafür haben wir zwei wirksame Hebel“, sagte Joachim Künzel, Geschäftsführer des Nahverkehr Westfalen-Lippe. „Mehr Personal und eine gezielte Veränderung des Fahrplans.“
Den freien Platz auf den Schienen nutzt aber erstmal die DB. Sie kündigte neue Fernverbindungen an. So soll beispielsweise ein ICE-Sprinter zwischen Köln und Berlin vom frühen Morgen auf den späten Nachmittag verschoben werden.