Eisenbahn

Wie die Eurobahn aus der Krise kommen will

Archivbild: Die Eurobahn verkehrt noch länger mit erheblichen Einschränkungen auf der Strecke zwischen Soest und Werl, im April auch bis Dortmund.
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Bald wieder häufiger unterwegs: ein Triebwagen der Eurobahn.

Ab dem Spätsommer sollen die ersten Eurobahn-Linien wieder im Normalbetrieb fahren. Bis alles wieder im Lot ist, wird es aber noch dauern.

Es soll besser werden. Schritt für Schritt. Das hat die Eurobahn in der vergangenen Woche verkündet und die Rückkehr zum vollen Fahrplan auf drei Linien nach den Sommerferien angekündigt. Bis auf allen Strecken wieder Normalbetrieb herrscht, wird es aber noch dauern.

Vertreterinnen des Unternehmens und des Nahverkehrs Westfalen-Lippe (NWL) erläuterten jetzt die Hintergründe. Vor mehr als einem Jahr hatte die Eurobahn aufgrund von gravierendem Personalmangel und Krankheitswellen den Fahrplan auf mehreren Strecken massiv gekürzt. Lieber seltener, aber dafür verlässlich fahren, lautete das Motto. Immer wieder waren Züge spontan ausgefallen, Reisende am Bahnsteig stehengeblieben.

Jetzt hat sich das Unternehmen etwas Luft verschafft. Durch die Anwerbung und Ausbildung von neuen Lokführern, erläuterte Geschäftsführerin Anne Mathieu. 47 haben demnach im vergangenen Jahr ihren Dienst angetreten, 30 bisher in diesem Jahr, weitere kämen noch dazu. Insgesamt arbeiten rund 400 Lokführer bei der Eurobahn.

Dabei war der Personalmangel zumindest teilweise ein hausgemachtes Problem des Unternehmens: 2021/22 habe man noch einen Überhang an Lokführern gehabt, berichtete Mathieu. Und die Anwerbung neuen Personals reduziert. Die entsprechende Abteilung im eigenen Hause habe man später mühsam wieder aufbauen müssen, zusätzlich auf externe Personalwerber gesetzt.

Jetzt sehe man sich aber auf einem guten Weg. Wichtig sei dabei auch die Übernahme des Unternehmens durch den NWL gewesen, so Mathieu. Das zeige den Beschäftigten, dass es eine Zukunft bei der Eurobahn gebe.

Mit mehr Personal könne man nun in einem Stufenmodell zum Regelfahrplan zurückkehren, sagte NWL-Geschäftsführerin Christiane Auffermann. Der Rhein-Emscher-Express (RE3 Hamm–Düsseldorf) soll demnach ab dem 1. August wieder vollständig bedient werden, die Ems-Börde-Bahn (RB89 Münster–Hamm–Paderborn) und „Der Warendorfer“ (RB67 Münster–Rheda–Bielefeld) ab dem 25. August.

Mehr ist aktuell aber noch nicht drin. Das trifft vor allem die Verbindung Hamm–Hagen. Hier fallen beim Rhein-Münsterland-Express (RE7 Rheine–Hamm–Krefeld) und beim Maas-Wupper-Express (RE13 Hamm–Venlo) die Abendfahrten aus. Das lasse sich auf absehbare Zeit nicht ändern, sagte NWL-Planungsleiter Janne Torben Brokopf. Nicht nur wegen des Personalmangels, sondern auch, weil auf der Strecke nachts immer wieder gebaut werde.

Deshalb will auch Eurobahn-Chefin Anne Mathieu hier vorerst nicht fahren: Man werde den Fahrplan erst wieder hochfahren, wenn die Voraussetzungen dafür stimmten. Sonst gebe es nur Enttäuschungen.

Ein Regionalexpress der Eurobahn.

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