Fallzahlen steigen

Immer mehr erkranken an der echten Grippe: RKI sieht den Start einer Grippewelle

Das Robert Koch-Institut (RKI) verzeichnete Anfang Dezember knapp 1.200 Grippefälle, Ende Dezember stieg die Zahl auf etwa 4.500. 40 Menschen starben.

Seit Anfang Dezember 2024 beobachtet das RKI einen deutlichen Anstieg der Grippefälle in Deutschland. Von Anfang bis Ende Dezember 2025 haben sich die Fallzahlen verdreifacht. Das RKI sieht darin klare Anzeichen für den Beginn einer Grippewelle, die in den vergangenen Jahren meist im Januar begann und drei bis vier Monate andauerte. Zum Hintergrund: Die Grippesaison ist nicht gleichzusetzen mit einer Grippewelle. Als Grippesaison wird der Zeitraum bezeichnet, in dem Influenza A- und B-Viren hauptsächlich zirkulieren. Das ist dem RKI zufolge üblicherweise zwischen Anfang Oktober bis Mitte Mai. Von einer Grippewelle ist die Rede, wenn eine erhöhte Aktivität von Influenza A- und B-Viren erwiesen ist. Stark vereinfacht kann man dem RKI zufolge sagen: Wenn diese Viren in jeder fünften Patientenprobe nachgewiesen werden – die sogenannte Positivrate also bei etwa 20 Prozent liegt – hat die Grippewelle begonnen.

Sie sind sich nicht sicher, ob es die echte Grippe ist? Lesen Sie hier, wie sich Corona, Grippe und ein grippaler Infekt unterscheiden.

Immer mehr Menschen müssen wegen Grippe ins Krankenhaus

Wenn die Grippe zuschlägt, sind viele in den ersten Tagen bettlägerig. Nach und nach bessern sich die Symptome, die man mit Hausmitteln wie etwa einer Kamillentee-Inhalation lindern kann.

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Mit der Zunahme der Grippefälle steigt auch die Zahl der Krankenhauseinweisungen. Anfang Dezember wurden etwa 18 Prozent der Patienten mit Grippe ins Krankenhaus eingeliefert, Ende Dezember stieg dieser Anteil auf 27 Prozent, wie die Tagesschau informiert. Vor allem ältere Menschen mit Vorerkrankungen sind gefährdet, einen schweren Grippeverlauf zu entwickeln. Doch auch jüngere Menschen können schwer erkranken.

Leider sind auch Todesfälle zu verzeichnen, die auf eine Infektion mit Influenzaviren zurückzuführen sind. In der aktuellen Grippesaison wurden dem RKI bereits 40 Todesfälle gemeldet, wobei 80 Prozent der Verstorbenen 60 Jahre oder älter waren. Ein Problem: Grippe kann nur begrenzt gut therapiert werden. Antibiotika wirken etwa bei einer rein viralen Infektion nicht.

Diese Viren und Bakterien machen uns krank

Eine mit Coronaviren befallene Zelle
HIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat.
Pest Erreger Yersinia pestis: Die Infektionserkrankung wird erstmals im 6. Jahrhundert im Mittelmeerraum nachgewiesen. 1894 wird das Bakterium entdeckt. Heutzutage sind bei früher Diagnose die Heilungschancen durch Antibiotika hoch.
Ebola Virus: Das Virus verursacht mit inneren Blutungen einhergehendes Fieber. In bis zu 90 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit tödlich. Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck an einem Impfstoff.
Diese Viren und Bakterien machen uns krank

Grippeschutzimpfung kann auch im Januar noch Sinn ergeben

Aufgrund der typischen Dauer der Grippewellen von drei bis vier Monaten bis in den Mai hinein ist eine Grippeimpfung auch im Januar noch möglich und empfehlenswert – vor allem für Risikogruppen. Das RKI empfiehlt daher weiterhin die Impfung, um die Ausbreitung der Grippe einzudämmen und schwere Verläufe zu verhindern. Mehr über die späte Grippeschutzimpfung erfahren Sie hier.

Rubriklistenbild: © Roman Möbius/Imago

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