Erste Anzeichen

Parkinson frühzeitig erkennen: 13 Symptome können die Erkrankung zum Teil schon Jahre vorher ankündigen

Wenn Betroffene bestimmte Düfte nicht mehr riechen, kann dies eine Begleiterscheinung einer Corona-Infektion oder ein sehr frühes Warnzeichen einer angehenden Parkinon-Erkrankung sein.
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Die eingeschränkte Wahrnehmung des Geruchs von Gewürzen, insbesondere Oregano, gilt als ein typisches, erstes Frühsymptom einer Parkinson-Erkrankung. Wer an sich bemerkt, dass er Oregano oder Vanille nicht mehr riechen kann, sollte mit dieser Beobachtung seinen Hausarzt aufsuchen.
Frau fasst sich an den Bauch.
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Auch Verstopfung, die länger anhält, sollte von einem Arzt abgeklärt werden. Denn chronische Verstopfung zählt auch zu den frühen Anzeichen von Parkinson.
Frau mit Schmerzen fasst sich in den Nacken
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Frühsymptome der Parkinson-Erkrankung sind meist unspezifisch, wie die Deutsche Parkinson Vereinigung e. V. bekräftigt. Betroffene berichten von Beschwerden im Nacken- und Lendenwirbelbereich sowie diffusen Rückenschmerzen. Gerade zu Beginn der Parkinson-Erkrankung sind vorrangig der Nacken, die Schultern oder Oberarme von der Versteifung der Muskulatur betroffen – die Beschwerden werden dann nicht selten irrtümlich mit einer rheumatischen oder orthopädischen Erkrankung verwechselt.
Mann sitzt auf dem Bett
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Der Abbau von Nervenzellen in der schwarzen Substanz im Gehirn hat Auswirkungen auf verschiedene Körperbereiche, nicht nur die Motorik. Manche Menschen mit Parkinson bemerken an sich schon früh eine Beeinträchtigung Ihrer Lust auf Sex. Männer sind vor allem von Erektionsstörungen und vorzeitiger Ejakulation betroffen. Frauen mit Parkinson leiden ebenfalls unter verringerter Erregbarkeit.
Mann liegt traurig im Bett
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Depressive Verstimmungen können sich ebenfalls im Frühstadium der Parkinson-Erkrankung zeigen. Gerade in diesen Fällen wird häufig kein Zusammenhang zu Parkinson erkannt.
Mann wacht auf
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Auch Schlafstörungen insbesondere in der Traumschlafphase mit zum Teil heftigen Alpträumen können vorzeitig auf eine Parkinson-Erkrankung hindeuten oder das Risiko dafür erhöhen. Für Menschen, die über 50 Jahre alt sind und eine derartige Form der Schlafstörung an sich bemerken, ohne dass andere Ursachen dafür vorliegen, erhöht sich das Risiko für Parkinson in den kommenden Jahren auf nahezu 80 Prozent. Die Störung des REM-Schlafs in der Traumschlafphase ist ein deutliches Frühsymptom für Parkinson.
Person schreibt Brief
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Einige Betroffene bemerken an sich, dass ihr Schriftbild kleiner wird – auch dies kann ein Indiz für eine Parkinson-Erkrankung sein.
Frau telefoniert mit Familie über das Telefon
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Außenstehenden oder Angehörigen fällt zum Teil auf, dass manche Betroffenen leiser sprechen als gewöhnlich, insbesondere im direkten Gespräch. Dies kann ebenfalls ein Anzeichen einer sich entwickelten Parkinson-Erkrankung sein.
Hand hält Hand, die ein Glas hält
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Eines der bekanntesten und typischen Symptome von Parkinson ist das Zittern (Tremor) von einer Hand oder beiden Händen. Betroffene müssen dann nicht selten die zitternde Hand mit der zweiten Hand stützen und festhalten. Auch in den Beinen zeigt sich der Tremor – anfangs nur in bestimmten Situationen, etwa beim Laufen oder Treppensteigen. An den Händen wird das Zittern häufig beim Schreiben oder Greifen von Gegenständen deutlich.
Frau hält Hand mit einem Glas Wasser, das verschüttet wird
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Die Bewegungsarmut, sogenannte Akinese, zählt zu den typischen Symptomen bei Parkinson. Bewegungen sind verlangsamt oder geschehen willkürlich, sodass der Griff zum Glas auch darin enden kann, dass der Inhalt unbeabsichtigt ausgeschüttet wird.
  • Natalie Hull-Deichsel
    VonNatalie Hull-Deichsel
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Parkinson macht sich nicht nur durch das typische Zittern an Armen und Beinen bemerkbar. Auch unspezifische Symptome, die bereits Jahre zuvor auftreten, können auf die Erkrankung hindeuten.

Parkinson ist eine neurologische Erkrankung des Gehirns, bei der es zum Abbau von Nervenzellen in der schwarzen Substanz (Substantia nigra) und damit verbunden einem Dopaminmangel kommt. Die Substantia nigra ist ein großer Kernkomplex im Mittelhirn, das eine zentrale Rolle für die Motorik übernimmt. Der Botenstoff Dopamin wirkt auf bestimmte Hirnbereiche und hat somit Einfluss auf die Muskelfunktion und Bewegungen. Das Absterben der Nervenzellen hat zur Folge, dass die Bewegung bei Betroffenen beeinträchtigt ist und es unter anderem zu dem bekannten Symptom des Zitterns der Hände und Beine im Ruhezustand, dem sogenannten Tremor, kommt. Damit verbunden sind auch häufig Schwierigkeiten von Bewegungsabläufen (Akinese) und Muskelsteife (Rigor). Durch die Akinese sind die Bewegungsabläufe vermindert, verlangsamt oder geschehen willkürlich. Das heißt, Patienten können nur schwer eine zielgerichtete Bewegung in Gang setzen oder beenden, so die Deutsche Parkinson Vereinigung e. V. Daneben zeichnet sich das Hauptsymptom Rigor durch eine andauernde und unwillkürliche Muskelspannung oder erhöhten Muskeltonus aus. Dies macht sich insbesondere anhand der Beugemuskeln bemerkbar, was das typische Erscheinungsbild der vornübergebeugten Haltung mit angewinkelten Armen bei Parkinson-Patienten erklärt.

Parkinson-Symptome: Mehr als nur Probleme mit der Motorik und Bewegung

Vor über 200 Jahren beschrieb der englische Arzt James Parkinson (1755–1824) im Jahr 1817 erstmals Symptome der sogenannten „Schüttelkrankheit“. Mediziner wissen heute, dass die Anzeichen und Symptome der neurologischen Erkrankung wesentlich komplexer sind und über die verlangsamten Bewegungen (Akinese), Muskelsteifheit (Rigor) sowie Zittern (Tremor) hinausgehen. Parkinson kündigt sich lange vorher an.

Parkinson-Symptome: Frühe Anzeichen, beispielsweise Verstopfung, sind unspezifisch

Ein unspezifisches Symptom von Parkinson kann nicht nur chronische Verstopfung sein. Eine Studie unter der Leitung von Prof. Dr. med. Christoph J. G. Lang konnte nachweisen, dass auch Riechstörungen bei Parkinson bereits im Frühstadium der Erkrankung auftreten. Auch eine Form der Demenz deutet auf eine bestehende Parkinson-Erkrankung hin. Je älter Parkinson-Patienten sind und je länger sie bereits mit der Erkrankung leben, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie zusätzlich zu Parkinson auch eine Demenz entwickeln.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen nicht beantwortet werden.

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