Immer noch lustig
Schlechte Laune? Diese Comedys bringen Millennials seit Jahren immer wieder zum Lachen
VonNadja Spielvogelschließen
Comedyserien erlebten zwischen 2005 und 2020 einen echten Aufbruch. Welche Serien aus dieser Ära sind bei Millennials bis heute beliebt und warum?
Comedyserien 2005–2020: Warum diese Ära besonders war
Zwischen 2005 und 2020 passierte im Comedy-Bereich etwas, das das Genre nachhaltig veränderte. Die sogenannte Single-Kamera-Revolution machte Schluss mit dem klassischen Mehrkamera-Format und dem aufgesetzten Lachen aus der Konserve. Serien wie „The Office“, „Parks and Recreation“ oder „Modern Family“ setzten auf eine natürlichere, dokumentarische Optik – ohne Studiokulisse, ohne Lachkonserve. Das Ergebnis war Comedy, die sich echter anfühlte und emotionalen Tiefgang mit Witz verband.
Goldenes Zeitalter: Streaming verändert die TV-Comedy
Diese Entwicklung fiel zudem in eine Phase, die Kritiker und Medienwissenschaftler als das Goldene Zeitalter des Fernsehens bezeichnen. Neue Streaming-Plattformen wie Netflix und HBO ermöglichten es Showrunnerinnen und Showrunnern, mutigere Stoffe umzusetzen, abseits der starren Network-TV-Logik. Britische Importe wie „Fleabag“ oder „The IT Crowd“ brachten zusätzliche Impulse und zeigten, dass Comedy keine Ländergrenzen kennt.
Millennials und ihre Lieblingsserien: mehr als nur Unterhaltung
Für Millennials waren viele dieser Serien damals mehr als nur Unterhaltung. „New Girl“, „Brooklyn Nine-Nine“ oder „How I Met Your Mother“ begleiteten eine ganze Generation durch Studium, erste Jobs und große Lebensfragen und sorgten dabei zuverlässig für gute Laune. Dass all diese Serien heute noch auf Streamingplattformen laufen und so neue Zuschauerinnen und Zuschauer finden, spricht für ihre Qualität.
Was diese Comedys von vielen Vorgängerserien unterschied: Sie trauten sich, Figuren zu zeigen, die scheitern, zweifeln und trotzdem weitermachen. Humor entstand nicht aus Slapstick oder billigen Pointen, sondern aus Wiedererkennung. Genau das macht sie bis heute so kurzweilig, egal ob beim ersten oder fünften Durchschauen.
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Das Ende einer Ära: Warum 2020 ein Wendepunkt war
Um das Jahr 2020 herum endeten viele der prägendsten Comedyserien dieser Phase fast gleichzeitig und verabschiedeten sich innerhalb kürzester Zeit vom Bildschirm. Gleichzeitig fragmentierte sich das Streaming-Publikum zunehmend auf immer mehr Plattformen, so dass gemeinsame „Lagerfeuer-Momente“ seltener wurden.
Neue Serien ab 2020 bewegen sich zudem oft im Graubereich zwischen Comedy und Drama und lassen sich kaum noch klar einem Genre zuordnen. Ironischerweise sorgte genau dieser Umbruch dafür, dass die alten Serien einen neuen Boom erlebten: Millionen Menschen entdecken „The Office“, „Parks and Recreation“ oder „Brooklyn Nine-Nine“ neu und schauen sie in kürzester Zeit durch.
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