Geduld ist gefragt
Balkonblumen im Mai: Wann dürfen Sie endlich mit dem Pflanzen loslegen?
Die Gartencenter sind voll von ihnen, die Tage oft schon warm: Doch wann dürfen Balkonblumen im Mai raus? Hier hängt alles an einem Datum.
Die Sonne scheint, die Tage werden wärmer, in den Gartencentern wird die Auswahl immer größer – und langsam juckt es jeden Hobbygärtner in den Fingern. Am liebsten würde man sofort loslegen und den ganzen Balkon mit Blumen bepflanzen. Aber: Es stehen noch die sogenannten Eisheiligen bevor. Wann also dürfen Balkonblumen im Mai wirklich raus – und worauf kommt es dabei an?
Ab wann kann ich den Balkon bepflanzen? Ein Stichtag im Frühling
Wer sich ein bisschen mit dem Thema Garten beschäftigt, hat sicher schon von ihnen gehört: den Eisheiligen. Klingt etwas nach den Heiligen Drei Königen. Gemeint sind aber ganz konkrete Tage im Mai – nämlich der 11. bis 15. Mai – an denen es statistisch gesehen nochmal empfindlich kalt werden kann. Manchmal kommt sogar noch Bodenfrost dazu. Bauernregeln wie „Pflanze nie vor der kalten Sophie“ haben also einen echten meteorologischen Hintergrund.
Wer sich im Frühjahr fragt, ab wann er den Balkon bepflanzen darf, hat damit eine klare Antwort: alles außer Frühblühern erst nach den Eisheiligen. Vorher besteht die Gefahr, dass empfindliche Pflanzen erfrieren und die schönen Einkäufe aus dem Gartencenter nach wenigen Tagen hinüber sind. Ein wenig Geduld ergibt also durchaus Sinn. Und Vorsicht: Manche Kübelpflanzen wie Geranien reagieren auch später noch empfindlich auf die sogenannte Schafskälte.
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Nach den Eisheiligen: Diese Balkonblumen dürfen im Mai nach draußen
Geranien, Petunien, Fuchsien oder Dipladenia – ab den Eisheiligen können Sie im Gartencenter nach Herzenslust Blumen und die passende Balkon- und Kübelpflanzenerde (werblicher Link) einkaufen. Oder Sie holen Ihre grünen Lieblinge von der Fensterbank oder aus dem Wintergarten. Der Mai ist die ideale Zeit, um Balkonkästen zu bepflanzen und Töpfe aufzustellen.
Außerdem können auch viele Zimmerpflanzen nach draußen ziehen – zum Beispiel das Einblatt, die Begonie, die Dieffenbachia oder verschiedene Palmenarten. Wichtig: Die Temperaturen sollten dafür konstant über 15 Grad liegen, auch nachts. Zudem vertragen nicht alle Sorten die heiße Mittagssonne im Sommer.
Selbst gezogene Jungpflanzen: Erst abhärten, dann raus
Wer seine Balkonblumen im Frühjahr selbst aus Samen gezogen hat, muss einen Extraschritt einplanen: das Abhärten. Jungpflanzen kennen bisher nur die kuschelige Wärme der Wohnung oder des Gewächshauses. Wind, Sonne und schwankende Temperaturen sind für sie echter Stress.
Die Lösung: Stellen Sie die Pflanzen ab Anfang Mai täglich für ein paar Stunden nach draußen – zunächst an einen schattigen, windgeschützten Platz. Abends kommen sie wieder nach innen. Nach und nach werden die Ausflüge länger, bis die Pflanzen ab Mitte Mai dauerhaft draußen bleiben können.
Welche Blumen kann ich auf dem Balkon schon vor Mai pflanzen?
Manche Pflanzen sind robuster als andere – und können schon vor den Eisheiligen ins Freie.
- Frühlingsblüher für den Balkon wie Hyazinthen, Vergissmeinnicht oder Bellis sind Kälteprofis und stehen oft schon ab Februar oder März draußen. Tipp: Wenn sie im Mai langsam ausgeblüht sind, sucht man einfach ein passendes Plätzchen im Garten.
- Oleander kommt mit leichtem Frost zurecht und muss die Eisheiligen nicht abwarten. Er darf also schon früher ins Freie.
Ob Pflanzen es auf dem Balkon schon vor den Eisheiligen aushalten, hängt auch von der Region ab, in der Sie leben. In Weinbaugebieten ist es beispielsweise schon Anfang Mai ausreichend warm. Ähnlich sieht es auf einem geschützten Südbalkon in der Stadt aus. Wer hier wohnt, es aber gar nicht mehr abwarten kann, kann also auch schon vorher mit der Bepflanzung beginnen – sollte aber jederzeit den Wetterbericht im Blick behalten!
