Ertrag bis in den Herbst

Unreife Paprika ernten: Die Schote ist grün, aber man kann sie essen

Grüne Paprikas sind essbar, aber es ist ein Zeichen dafür, dass man sie zu früh geerntet hat. Es gibt einen Trick, wie man die Schoten nachreifen lässt.

Grüne Paprika aus dem Supermarkt kann man essen, klar. Aber wie verhält es sich mit den selbst angebauten, gilt das da auch oder nur für bestimmte Zuchtformen? Die Farbe der Paprika gibt Information über ihren Reifegrad. Und eine grüne Paprika ist durchaus genießbar, nur etwas bitterer.

Grüne Paprika ernten: Die Schote ist unreif, aber essbar

Von Grün bis Rot reichen die Reifegrade der Paprika. Schmecken tun sie alle.

Im Juli geht es los mit der Ernte, wenn das Wetter mitspielt, kann man bis in den Oktober noch Paprikaschoten pflücken. Eine reife Frucht erkennt man daran, dass sie die für ihre Sorte typische Färbung erreicht hat. Eine grüne Schote ist keine bestimmte Sorte, sondern ein unreifer Zustand der Frucht.

Aber auch eine unreif geerntete Paprika kann sehr lecker sein. Bekanntestes Beispiel hierfür sind die spanischen Pimientos de Padrón, die man gern gebraten als Tapas serviert. Das grüne Gemüse schmeckt nicht nur, die Schoten enthalten auch weniger Zucker und mehr gesunde Bitterstoffe als ihre bunten Verwandten. Die Stoffe senken Cholesterinwerte und unterstützen die Verdauung.

Paprika nachreifen lassen: Mit der Topf-Methode

Bevor eine Paprikapflanze unter der Last ihrer vielen Früchte zusammenbricht, ist es sinnvoll, Paprika oder Peperoni im grünen Zustand zu ernten. Davon abgesehen ist es jedoch wichtig, sie an der Pflanze ausreifen zu lassen. Denn die gepflückten Früchte reifen im Gegensatz zu Tomaten in der Regel nicht nach, sie werden also nicht mehr rot oder gelb.

Es gibt es dennoch laut dem Blog Topfgartenwelt eine Möglichkeit, die Paprikas im Spätherbst nachreifen zu lassen, wenn die grünen Schoten schon so reif sind, dass die Haut einen sanften Glanz zeigt:

  • Die Paprika samt Wurzeln aus dem Beet ausgraben und in einen Topf oder Kübel setzen.
  • Die Pflanze bei etwa 20 Grad Celsius ins Haus oder in die Wohnung stellen – hierfür bietet sich zum Beispiel der Keller an – und regelmäßig mit Wasser versorgen.
  • Nach etwa zwei bis drei Wochen sind die Früchte gelb oder rot.

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Ist die Ernte sehr gut ausgefallen, lassen sich Paprikas oder Peperoni gut haltbar machen. Große Früchte kann man einlegen, einfrieren oder zu einem Chutney verarbeiten, kleinere Chilis sind gut zu trocknen.

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Rubriklistenbild: © Addictive Stock/Imago

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