Blühende Schmuckpflanze

Pflegeleichte Tropenpflanze: Sieben erstaunliche Fakten rund um die Begonie

Die Begonie hat fast nur gute Eigenschaften. Als Zimmerpflanze oder im Kübel auf dem Balkon – neue Züchtungen des Blütenwunders lassen keine Wünsche mehr offen.

Die Begonie, auch bekannt als Schiefblatt, ist zwar eine attraktive Zimmer- und Gartenpflanze, wird aber von manchen Hobbygärtnern als etwas langweilig verkannt. Vielleicht, weil ihr Pflege so einfach ist und Pflanzenliebhaber kaum vor Herausforderungen stellt? Hier sind sieben einzigartige Vorteile und Eigenschaften der Begonie, die ihre Anschaffung auch für bisherige Skeptiker wert machen:

1. Vielfalt der Begonien-Sorten

Die pfirsichfarbene Knollenbegonie ‚Peardrop‘ zählt zu den Tuber-Hybriden und gedeiht auch draußen in der Sonne prächtig.

Einst waren Begonien nur Blattschmuckpflanzen mit unscheinbaren Blüten, die nur für Innenräume geeignet waren. Doch die heutigen Züchtungen lassen keine Wünsche in Sachen Blütenpracht und Farbvielfalt offen: Von den weltweit über 1800 Begonienarten gibt es auch in Deutschland eine große Zahl an Sorten, aus deren breiter Palette man ganz nach individuellem Geschmack und Stil wählen kann. Blattschmuck tragen die Pflanzen nach wie vor, in den unterschiedlichsten Farben und Mustern, mit Grüntönen, Silber, Rot, Pink und Bronze.

2. Geeignet für den Innen- und Außenbereich

Begonien können je nach Art und klimatischen Bedingungen als Zimmerpflanzen in Töpfen oder Hängekörben angebaut oder im Garten als Bodendecker oder Teil von Blumenbeeten gepflanzt werden. Auch im Kübel auf dem Balkon oder der Terrasse machen sich die meisten Begoniensorten gut. Während in Räumen die Forellenbegonie besonders auffallend hübsch gezeichnete Blätter und viele kleine Blüten trägt, sind auf dem Balkon und im Beet Begonia-Tuberhybriden gut geeignet. Sie haben viele kleine Blüten und vertragen im Gegensatz zu den Ursprungssorten oftmals auch Sonne gut. Dazu zählen zum Beispiel die Begonien ‚Fragrant Falls Peach‘, ‚Sparkler White Blush‘ oder ‚Waterfall Encanto Pink‘.

Blattbegonien (Begonia brevirimosa Exotica) tragen meist nur kleine Blüten, dafür umso prächtigere Schmuckblätter.

3. Andauernde Blütenpracht

Viele Begonienarten produzieren farbenfrohe und attraktive Blüten in Weiß, Gelb-, Orange- und Rosatönen bis hin zu Rot. Manche Züchtungen ähneln Rosenblüten, manche Fuchsien, sind mal gefüllt, mal gefranst. Diese Blüten können in verschiedenen Formen, Größen und Farben auftreten. Die Begonien sind sehr blühstark und blühen bei halbwegs guter Pflege und an einem hellen bis halbschattigen Standort dauerhaft von Mai bis Oktober, in Innenräumen ganzjährig. Und das Beste: Manche Sorten, wie das ‚Mariechen‘ oder ‚Angelique‘, duften sogar.

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4. Pflegeleichte Pflanzen

Im Allgemeinen erfordern Begonien nicht viel Aufmerksamkeit. Ein heller Standort, zumindest im Zimmer ohne direkte Sonne ist ideal. Draußen sollte Regen vermieden werden. In Innenräumen ist ein gleichmäßiges Gießen ausreichend, sodass die tropische Pflanze immer leicht feucht ist. Staunässe vermeiden.

5. Kaum Dünger nötig

Wer das Düngen bisher gerne mal vergessen hat, liegt bei Begonien genau richtig. Die Pflanzen benötigen zumindest draußen nahezu keinen Dünger, sondern nur eine ganz geringe Nährstoffversorgung etwa alle 14 Tage im Gießwasser. Am liebsten holen sie sich ihre Nährstoffe aber nur aus einem lockeren, humusreichen Boden. Im Winter wird nicht gedüngt.

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Eine grün-weiß gemusterte Calathea von oben fotografiert
Viele bunte Blätter des Wunderstrauchs
Buntnessel Coleus Blumei Velvet im Blumentopf auf dem Wohnzimmertisch
Silbernetzblatt (Fittonia verschaffeltii), Mosaikpflanze
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6. Winterharte Knollen

Die Begonie ist mehrjährig und winterhart, die Knollen, sofern die jeweilige Sorte welche aufweist, können im Haus bei fünf bis 15 Grad Celsius überwintert werden. Ab Februar oder März werden sie wie Dahlien angetrieben und kommen dann nach den Eisheiligen wieder nach draußen.

7. Einfache Vermehrung

Für die Vermehrung oder Verjüngung der Begonien benötigt man nur ein Glas Wasser. Dann kann man jederzeit Stecklinge schneiden, die im Wasser Wurzeln bilden. Aber auch Blattstecklinge lassen sich gewinnen, die man direkt auf Anzuchterde legt. Die Teilung der Knollen im Frühling ist eine dritte, einfache Methode.

Rubriklistenbild: © agefotostock/Imago

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