Himmelsphänomen

Meteorstrom der Geminiden: Sternschnuppen im Dezember erreichen heute ihren Höhepunkt

Am dritten Adventswochenende erreicht der Geminiden-Meteorstrom seinen Höhepunkt. Wo die Sternschnuppen in NRW am besten zu sehen sind.

Hamm - Die Geminiden gelten als der ergiebigste Meteorschauer des Jahres und übertreffen sogar die beliebten Perseiden im August. Neben dem August zählt auch der Dezember zu den Monaten mit den meisten Sternschnuppen. Verantwortlich dafür ist der jährlich wiederkehrende Geminiden-Meteorstrom. In der Nacht vom 13. auf den 14. Dezember lohnt sich daher ein Blick in den Himmel. Dann hat der Meteorstrom seinen Höhepunkt.

Viele Menschen wünschen sich etwas, wenn sie eine Sternschnuppe sehen.

Mit ihrem Maximum am 13. Dezember bieten die Geminiden Sternschnuppen-Fans in Nordrhein-Westfalen die beste Gelegenheit des Jahres, bis zu 150 Meteore pro Stunde zu beobachten, wie Dr. Björn Voss, Direktor des Planetarium Hamburg erklärt. „Im vergangenen Jahr vereitelte uns der Vollmond das Maximum des Sternschnuppenschauers, in diesem Jahr sind die Bedingungen deutlich besser“, sagt Dr. Voss. Denn: „Am 13. Dezember steht nur eine abnehmende Mondsichel am Himmel.“

Sternschnuppen im Dezember erreichen heute ihren Höhepunkt

Dr. Voss empfiehlt vom 13. auf den 14. Dezember zwischen 21 Uhr und 6 Uhr zum Himmel zu schauen, am besten Richtung Osten. „Morgens stehen die Chancen auf eine Sichtung am besten. Denn dann befindet sich ihr scheinbarer Ausstrahlungspunkt in den Zwillingen hoch über dem Horizont. Was für eine schöne Einstimmung auf den 3. Advent!“

Den wohl besten Blick auf das Himmelsphänomen hat man in NRW abseits von Ballungszentren und großen Städten. Diese verschmutzen mit ihrem künstlichen Licht nämlich den Nachthimmel. Der als bester Ort für Sternschnuppen-Beobachtung in NRW ausgewiesene Ort liegt in der Eifel. Im dortigen Nationalpark ist die Lichtverschmutzung gering, es gibt immer wieder freie Hügel und Wiesen, wo auch kaum Bäume im Weg sind.

Nachthimmel könnte von Wolken geprägt sein

Doch obwohl die Voraussetzungen so gut zu sein scheinen, könnte der bewölkte Himmel den Sternschnuppen-Beobachtern einen Strich durch die Rechnung machen. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) vorhersagt, ist es am Samstag stark bewölkt. In der Nacht zu Sonntag prognostiziert der DWD zudem „erneut Nebelbildung oder Verdichtung“. Auch der Sonntag startet stark bewölkt.

Das ist aber noch nicht alles. An Silvester könnte sich noch eine Chance ergeben. Denn auch zum Jahresende „regnet“ es Sternschnuppen am Himmel. Damit haben Beobachter die Möglichkeit, ihre Neujahrswünsche an das Firmament zu richten. Die Voraussetzungen sind jedoch nicht ganz so günstig, da sich der wachsende Mond zum Jahreswechsel deutlich sichtbar am Himmel präsentiert.

Rubriklistenbild: © EHL Media/IMAGO

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