Himmelsspektakel
Sternschnuppen-Schauer über NRW: Wann man die Lyriden am besten sehen kann
Der Lyriden-Schauer ist immer im Frühjahr aktiv. Sein Höhepunkt rückt näher – so stehen die Chancen, einen Blick auf die Sternschnuppen zu erhaschen.
Wer eine Sternschnuppe am Himmel sieht, darf sich was wünschen. Das besagt zumindest ein uralter Aberglaube. Auch von NRW aus kann man das Himmelsspektakel zu bestimmten Zeiten zu Gesicht bekommen – aktuell zieht wieder ein Sternschnuppenstrom über den Himmel. Der Höhepunkt ist in der Nacht von Mittwoch, 22. April, auf Donnerstag, 23. April.
Es handelt sich um den Meteorstrom der Lyriden. „Das ist ein sehr schwacher Strom“, sagt Prof. Dr. Susanne Hüttemeister vom Planetarium Bochum auf Nachfrage von wa.de. Vergleichbar mit dem Spektakel, das etwa mit dem Perseidenstrom jedes Jahr über den Nachthimmel zieht, sind die Lyriden also nicht. Vom 14. bis zum 30. April sind sie aktiv, erklärt Hüttemeister. Den Höhepunkt erreichen sie in der Nacht vom 22. auf den 23. April. In der Theorie können etwa ab 23 Uhr in der Nacht um die 15 Sternschnuppen, im besten Fall bis zu 20, in der Stunde sichtbar sein. Dass man tatsächlich so viele zu Gesicht bekommt, hält die Expertin aber für unwahrscheinlich.
Bestimmte Orte eignen sich zum Sternschnuppen-Schauen
Wer es trotzdem versuchen möchte, sollte sich einen besonders dunklen Ort aussuchen, am besten abseits von Lichtern in der Stadt oder Wohnsiedlungen. Hohe Punkte, etwa im Sauerland, im Bergischen Land oder auch im Nationalpark Eifel. Letzterer bietet sogar eigens eingerichtete Beobachtungspunkte – die sogenannten Sternenblicke. Wichtig zum Beobachten ist vor allem warme Kleidung und eine Menge Geduld – besonders wenn die Sternschnuppen-Frequenz weniger hoch ist, so wie jetzt bei den Lyriden. Zum Vergleich: Bei den Perseiden sind meist bis zu 100 pro Stunde zu sehen.
Die Lyriden rauschen jedes Jahr im Frühling über die Erde hinweg. Dabei handelt es sich um eine Staubspur des Kometen C/1861 G1 Thatcher. Der Meteorstrom hat seinen Namen von dem jahrhundertealten Sternbild Leier, erklärt Hüttemeister.
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