Jubelstimmung im Weißen Haus

Provokantes Party-Video: Republikaner feiern Trump-Pläne mit Grönland-Torte – „Internationaler Zwischenfall“

Trump-Unterstützer inszenieren im Kennedy Center eine provokante Feier. Ein Kuchen in Grönland-Form wird zum Symbol für Machtansprüche der USA.

Washington – Republikaner in den USA haben einen Kuchen in der Form Grönlands angeschnitten und damit ihre Unterstützung für die jüngsten Aussagen von Donald Trump zur Zukunft der Insel demonstriert. Bei einer Veranstaltung im Kennedy Center jubelten Anhänger des Präsidenten, als das mit einer amerikanischen Flagge verzierte Dessert serviert wurde – offenbar als Anspielung auf den Versuch der Vereinigten Staaten, das arktische Territorium politisch zu beanspruchen.

Ein Kuchen in der Form Grönlands bei einer republikanischen Veranstaltung in Washington und US-Präsident Donald Trump: Symbolische Inszenierung der US-Ansprüche auf das arktische Territorium am Rande politischer Debatten in Davos.

Am Mittwoch (21. Januar) hatte Trump beim Weltwirtschaftsforum in Davos erklärt, er habe mit Mark Rutte, dem Generalsekretär der NATO, eine Vereinbarung über einen „künftigen Rahmen“ für Grönland und die „gesamte Arktisregion“ getroffen. Bekannt wurde, dass die USA im Rahmen eines solchen Modells Teile Grönlands kontrollieren und dort souveräne Militärstützpunkte betreiben würden.

Republikaner feiern Trump: „Amerikanisches Grönland“ und der „51. Bundesstaat“

In einem Video von der Veranstaltung, das in sozialen Medien verbreitet wurde, versammeln sich die Feiernden um den Kuchen. Eine Person ist zu hören, wie sie sagt: „Das wird ein internationaler Zwischenfall!“ Als der Kuchen angeschnitten wird, brandet Jubel auf. Michael Casey, ein Republikaner, der den Clip auf X veröffentlichte, ruft dabei: „51. Bundesstaat!“

Angeschnitten wurde der Kuchen von der Kongressabgeordneten Anna Paulina Luna aus Florida. Neben ihr standen die Abgeordneten Abe Hamadeh aus Arizona und Andy Ogles aus Tennessee. Luna, die zuvor auch die Militäroperation der Trump-Regierung in Venezuela unterstützt hatte, teilte später ein Foto des Kuchens auf X und markierte dabei die dänische Ministerpräsidentin.

Trump greift nach Grönland: Der Streit um die Arktisinsel in Bildern

Grönland
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Expeditionen nach Grönland
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Trump greift nach Grönland: Der Streit um die Arktisinsel in Bildern

Feier zum Jubiläum von Trumps zweiter Amtszeit

Die Veranstaltung in Washington fand anlässlich des ersten Jahrestags des Beginns von Trumps zweiter Amtszeit statt. Organisiert wurde sie von den „Republicans for National Renewal“, einer rechtsgerichteten Gruppe, die sich dafür einsetzt, dass Trump für eine dritte Amtszeit kandidiert – was derzeit durch die US-Verfassung ausgeschlossen ist.

Zuvor hatte Trump bei einer rund zweistündigen Rede beim Weltwirtschaftsforum in Davos erneut Anspruch auf Grönland erhoben. Er forderte das Recht, die Insel von Dänemark zu kaufen, und erklärte, die USA hätten darauf einen Anspruch als Gegenleistung für die Niederlage der Nationalsozialisten im Zweiten Weltkrieg. Europäische Verbündete, die sich seiner Drohung widersetzt hätten, Grönland notfalls mit Gewalt zu übernehmen, kritisierte er scharf.

Trump über Grönland: „Nur USA können gewaltiges Eisgebiet schützen“

„Alles, was die Vereinigten Staaten verlangen, ist ein Ort namens Grönland“, sagte Trump vor den Delegierten in der Schweiz. „Nur die Vereinigten Staaten können diese riesige Landmasse, dieses gewaltige Eisgebiet schützen, entwickeln und verbessern – und dafür sorgen, dass es gut und sicher für Europa ist und gut für uns.“ Mit der Aussage bekräftigte Trump erneut seinen Anspruch, die Rolle der USA in der Arktis deutlich auszubauen und dort eine in seinen Augen führende sicherheitspolitische Verantwortung zu übernehmen.

Im späteren Verlauf in Davos mehrten sich Hinweise auf einen möglichen Kompromiss zwischen Trump und NATO-Chef Mark Rutte, der sich jedoch nicht auf die Souveränität Grönlands, sondern auf Sicherheits- und Militärfragen beschränken soll. Im Mittelpunkt standen demnach Überlegungen zur arktischen Verteidigung, zu Militärstützpunkten sowie zur Rolle der europäischen NATO-Staaten in der Region. (Dieser Artikel von Josh White entstand in Kooperation mit telegraph.co.uk)

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