Mullah-Regime unter Druck

Trump schickt Kriegsschiffe „in Richtung Iran“ und spricht von „Deal“

Das iranische Mullah-Regime rechnet offenbar mit einem baldigen Militärschlag der USA. Irans oberster Führer verschanzt sich. Trump schließt einen Angriff nicht aus.

Update, 7:08 Uhr: Trump baut eine Drohkulisse auf – nach der blutigen Niederschlagung der Proteste im Iran wächst die Sorge vor einem Krieg mit den USA. Jetzt sagt der US-Präsident jedoch, Teheran wolle eine diplomatische Lösung: Die Lage mit dem Iran sei „im Fluss“, weil die US-Regierung eine große Kriegsflotte in die Region entsandt habe, sagte Trump dem Nachrichtenportal Axios in einem Interview.

Der Iran ist nach Darstellung von US-Präsident Donald Trump (Archivbild) an einer diplomatischen Lösung der Spannungen mit den USA interessiert.

„Wir haben eine große Armada neben dem Iran. Größer als (vor der Küste von) Venezuela“, sagte der Republikaner. Er glaube aber, dass Teheran ein Abkommen schließen wolle. „Sie wollen einen Deal machen. Das weiß ich. Sie haben mehrfach angerufen. Sie wollen reden“, fügte Trump hinzu.

Trump schickt Kriegsschiffe „in Richtung Iran“: Hisbollah-Anführer warnt vor US-Angriff

Update, 27. Januar, 5:31 Uhr: Die USA haben ihren Flugzeugträger „USS Abraham Lincoln“ und Begleitschiffe in den Nahen Osten geschickt. Vor diesem Hintergrund hat der Anführer der libanesischen Hisbollah-Miliz jetzt vor Angriffen gewarnt: „Ein Krieg gegen den Iran würde dieses Mal einen Flächenbrand in der ganzen Region auslösen“, sagte Hisbollah-Chef Naim Kassem in einer Ansprache, die bei Solidaritätskundgebungen für den Iran im Libanon übertragen wurde.

Die Hisbollah und der Iran als ihr Unterstützer seien einer Aggression ausgesetzt, „die nicht zwischen uns unterscheidet“, fügte Kassem hinzu. Die Miliz sei nicht neutral und „entschlossen, sich zu verteidigen“.

Verbündete, Feinde und Alternativen zum Mullah-Regime im Iran

Haft-e Tir in Teheran
Israels Premierminister Benjamin Netanjahu
Noch am selben Tag schlug der Iran zurück.
Sowohl im Iran als auch wie hier in der israelischen Großstadt Tel Aviv waren die Schäden der gegenseitigen Luftangriffe enorm.
Verbündete, Feinde und Alternativen zum Mullah-Regime im Iran

Trump schickt Kriegsschiffe „in Richtung Iran“: Khamenei flüchtet in Bunker

Erstmeldung vom

Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran befinden sich auf dem Höhepunkt. Das Mullah-Regime bereitet sich auf einen Angriff vor. Laut eines Berichts von Euronews verschanzte Ayatollah Ali Khamenei sich bereits in einem befestigten Bunker in Teheran. Die Anlage soll mit einem Tunnelsystem verbunden sein und Luftangriffen Stand halten können. Der Rückzug des Obersten Führers des Mullah-Regimes erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender Massenproteste im Iran und wachsender Drohungen von US-Präsident Donald Trump.

Die täglichen Aufgaben Khameneis soll demnach Massoud Khamenei, der dritte Sohn des geistigen Führers der Islamischen Republik Iran, übernommen haben. Er soll auch die Kommunikation zwischen der Regierung und seinem Vater aufrecht erhalten. Der Iran selbst macht keine Angaben über den aktuellen Aufenthaltsort des Ayatollahs.

Trump schickt Kriegsschiffe „in Richtung Iran“

Die Spannungen zwischen dem Iran und der USA waren durch Warnungen Trumps in den vergangenen Wochen gestiegen. Angesichts der Gewalt, die das Mullah-Regime gegen Demonstrantinnen und Demonstranten eingesetzt hatte, drohte der US-Präsident, man werde „hart durchgreifen“. Gegenüber dem US-Nachrichtenportal Politico brachte Trump sogar einen Regimewechsel im Iran ins Gespräch: „Es ist Zeit, nach einer neuen Führung im Iran zu suchen.“

Tatsächlich verlegte die US-Marine mehrere Einheiten in die Region. Trump verkündete, man habe „eine Menge Schiffe in Richtung Iran geschickt“. Darunter soll sich nach US-Medien auch der Flugzeugträger USS Lincoln befinden. Zusätzlich sollen mehrere Kampfjet-Staffeln verlegt werden.

Das Mullah-Regime reagiert mit scharfen Drohungen auf die amerikanischen Warnungen. Irans Präsident Masoud Bazeshkian warnte, jeder Angriff auf Khamenei käme „einem totalen Krieg gegen die iranische Nation“ gleich. Der Kommandeur der Bodentruppen der iranischen Armee, Brigadegeneral Ali Jahanshahi, erklärte, die Streitkräfte müssten „wie eine Einheit“ handeln und seien bereit, „alle Opfer zu bringen“, um das Land „bis zum Tod“ zu verteidigen.

Mullah-Regime geht mit brutaler Gewalt gegen Proteste im Iran vor

Die Proteste im Iran flammten Ende Dezember 2025 wieder auf. Grund war zu Beginn die andauernde Wirtschaftskrise. Aber auch der Widerstand gegen das autoritär-theokratische System der Islamischen Republik wuchs. Das Mullah-Regime reagierte mit brutaler Härte auf die Proteste. Laut Recherche des Time-Magazine sollen bis zu 30.000 Menschen getötet worden sein.

In der Region wächst die Angst vor einer erneuten Eskalation der Iran-Krise. Laut eines Berichts der Jüdischen Allgemeinen bereitet man sich in Israel bereits auf einen möglichen Präventivangriff aus dem Iran vor. Der türkische Außenminister Hakan Fidan warnte unterdessen vor einem neuen Krieg im Nahen Osten. Die Staaten der Region wollten keine weitere Eskalation, die „die Tür zur Ungewissheit weit aufstößt“, sagte Fidan.

Rubriklistenbild: © Julia Demaree Nikhinson/dpa

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