Marschflugkörper

Deutschland rüstet F-35-Kampfflieger mit High-Tech-Raketen aus Norwegen auf

Deutschland rüstet die Bundeswehr weiter auf: Die Merz-Regierung hat moderne Marschflugkörper von seinem Nato-Partner bestellt.

Berlin – Die deutsche Bundeswehr will luftgestützte Marschflugkörper aus Norwegen kaufen, berichtete die Nachrichtenagentur dpa. Die deutschen Behörden hätten Pläne zum Erwerb der Raketen vom Typ Joint Strike Missile (JSM) angekündigt, teilte das norwegische Verteidigungsministerium in Oslo mit.

Demnach soll ein entsprechender Vertrag voraussichtlich noch bis zum Ende des ersten Halbjahres 2025 unterzeichnet werden. Nach Angaben des Herstellers Kongsberg hat der Deutsche Bundestag den Plan bereits am Mittwoch (4. Juni) gebilligt. Der Auftragswert betrage rund 6,5 Milliarden norwegische Kronen, also umgerechnet etwa 560 Millionen Euro.

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Die Bundeswehr ist zu See, an Land und in der Luft mit verschiedenen Waffensystemen präsent.
Ein Startfahrzeug eines Patriot-Luftabwehrsystems der Bundeswehr. (Symbolfoto)
Ein Flugabwehrsystem Skyranger 35 von Rheinmetall, in diesem Fall auf einem GTK Boxer als Waffenplattform.
Die Fregatte F 222 Baden-Württemberg nimmt an der multinationalen Formationsfahrt teil auf dem Transit im Ostchinesischen Meer im Rahmen des Indo-Pacific Deployment, am 11.09.2024.
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Marschflugkörper-Bestellung: Nato-Partner Deutschland und Norwegen vertiefen Kooperation

Der Nato-Partner Norwegen will die bestellten Marschflugkörper beim heimischen Produzenten Kongsberg im Auftrag Deutschlands beschaffen. Die Raketen sollen künftig auf den F-35-Kampfflugzeugen eingesetzt werden, die Deutschland aus den USA erhält. Die Lieferung umfasst 35 Kampfflugzeuge.

Mit der Marschflugkörper-Bestellung werde die bereits enge Zusammenarbeit zwischen Norwegen und Deutschland noch wichtiger. Insbesondere, wenn die F-35-Jets beider Länder mit den Marschflugkörpern ausgestattet werden, sagte der norwegische Verteidigungsminister Tore O. Sandvik.

Marschflugkörper für F-35-Kampfflugzeuge entwickelt

Neben Deutschland und Norwegen haben sich die folgenden Länder bereits die Joint Strike Missiles besorgt:

  • USA
  • Australien
  • Japan

Bei den Marschflugkörpern handelt es sich um neue Raketen, die speziell für die F-35-Kampfflugzeuge entwickelt wurden. Die Waffen sollen selbst gut verteidigte Ziele auf See und an Land über weite Distanzen hinweg mit hoher Präzision finden und zerstören können.

Ein Kampfjet Lockheed Martin F-35 Lightning der italienischen Luftwaffe bei einem Übungsflug über der Schweiz. (Archivfoto)

Seit Friedrich Merz (CDU) den Regierungsposten als deutscher Bundeskanzler übernommen hat, hofft die Ukraine unter Präsident Wolodymyr Selenskyj wieder auf die Lieferung von deutschen Taurus-Marschflugkörpern. Vor wenigen Tagen hatte Merz eine Lieferung an die Ukraine in der ZDF-Sendung „heute journal“ nicht ausgeschlossen. Während die russischen Propagandisten von Kremlchef Wladimir Putin einen neuen Kampflaser aus China feiern, ist der Ukraine ein brisanter Schlag gegen Russlands Armee gelungen. (jfw mit Agenturen)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Björn Trotzki

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