Dementi aus Teheran

„Gespräche verliefen perfekt“: Trump schlägt gegenüber dem Iran plötzlich ganze neue Töne an

US-Präsident Trump hat sich betont optimistisch über den Verlauf von Verhandlungen mit dem Iran geäußert. Trumps Äußerungen sind bemerkenswert, da der Iran zuvor vehement dementiert hatte, dass es überhaupt Gespräche zwischen den USA und dem Iran gibt.

US-Präsident Donald Trump hat sich optimistisch zu laufenden Kontakten zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran geäußert. Vor Reportern sagte Trump, es habe „sehr gute Gespräche“ gegeben. „Sie verliefen perfekt, würde ich sagen“, so Trump. Seine Aussagen stehen im Widerspruch zu wiederholten Dementis aus Teheran, wonach derzeit keinerlei Verhandlungen mit Washington stattfänden.

Trump: „Sie wollen unbedingt einen Deal machen“

„Sie wollen unbedingt einen Deal machen“, erklärte Trump. „Wir wollen auch einen Deal machen.“ Er wolle nun die kommenden Tage abwarten. „Wenn es gut läuft, werden wir diese Angelegenheit klären“, so der US-Präsident weiter. „Sonst werden wir einfach weiterbomben, als gäbe es kein Morgen.“

Donald Trump sprach mit Journalisten über den Iran-Krieg.

Erst am Wochenende hatte der Präsident den Druck auf den Iran noch deutlich erhöht. Er setzte dem Regime eine Frist von 48 Stunden, um die für die Energieversorgung zentrale Straße von Hormus wieder vollständig zu öffnen. Für den Fall einer Verweigerung drohte er mit Angriffen auf iranische Kraftwerke. Kurz darauf erklärte Trump dann, die Drohung vorläufig auszusetzen. Als Begründung nannte er „sehr gute und produktive Gespräche“ über eine mögliche Beilegung der Feindseligkeiten. Laut eigenen Angaben will er nun fünf Tage lang auf Angriffe gegen Irans Energieinfrastruktur verzichten.

Gespräche zwischen dem Iran und den USA?

Aus iranischer Sicht gibt es bislang keine offiziellen Kontakte mit den Vereinigten Staaten. Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf wies Berichte über Gespräche als „Fake News“ zurück. Ziel dieser Meldungen sei es, die Finanzmärkte zu beeinflussen. Gleichwohl berichtete das US-Portal „Axios“, Ägypten, Pakistan und die Türkei hätten am Wochenende zwischen Washington und Teheran vermittelt. Demnach habe man versucht, ein Gespräch zwischen Ghalibaf und Trumps Team zu arrangieren.

Content-Partnerschaft

Dieser Artikel entstand in einer Content-Partnerschaft mit All Eyes Video.

Dem Bericht zufolge prüfen beide Seiten derzeit die Möglichkeit eines Treffens in Islamabad. Daran könnten neben Ghalibaf und weiteren Vertretern Teherans die US-Unterhändler Steve Witkoff, Jared Kushner und möglicherweise Vizepräsident J. D. Vance teilnehmen. Das „Wall Street Journal“ berichtete ergänzend, arabische Vermittler führten getrennte Gespräche mit beiden Seiten.

Rubriklistenbild: © The White House

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare