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Ukraine-Krieg: Nach Trump-Putin-Telefonat – Selenskyj für längere Waffenruhe

Aktuelle News zum Ukraine-Krieg im Ticker: Selenskyj unterbreitet neuen Vorschlag. Kiew startet neuen Drohnenangriff. Verluste für Russland weiter hoch.

Dieser News-Ticker ist beendet. Die weiteren Entwicklungen in unserem neuen News-Ticker zum Ukraine-Krieg.

Update, 1. Mai, 06:29 Uhr: Im Ukraine-Krieg hat die ukrainische Armee die Ölraffinerie im russischen Tuapse erneut mit Drohnen angegriffen – zum vierten Mal innerhalb von zwei Wochen. Dabei wurden laut dem Telegram-Kanal Exilenova-Plus neue Brände auf dem Gelände des Schwarzmeer-Terminals entfacht, die das russische Katastrophenschutzministerium erst kurz zuvor für gelöscht erklärt hatte.

Wie Bloomberg berichtet, erreichten Kiews Angriffe auf russische Ölanlagen im April einen Vier-Monats-Höchststand mit mindestens 21 dokumentierten Attacken – die durchschnittliche Raffineriekapazität Russlands sank dabei auf 4,69 Millionen Barrel pro Tag, den niedrigsten Stand seit Dezember 2009.

Ukraine-Krieg aktuell: Russland erwägt Waffenruhe am Tag des Sieges

Update, 12:04 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bittet die USA um Aufklärung über den Moskauer Vorschlag einer Waffenruhe zum russischen Tag des Sieges am 9. Mai. „Wir werden klären, worum es genau geht – um ein paar Stunden Sicherheit für eine Parade in Moskau oder um mehr“, schrieb Selenskyj in sozialen Netzwerken.

Nach Telefonat Trump–Putin: Selenskyj fordert längere Waffenruhe.

Selenskyj wies sein Team an, sich mit den USA in Verbindung zu setzen. „Unser Vorschlag ist ein langfristiger Waffenstillstand, verlässliche und garantierte Sicherheit für die Menschen und ein dauerhafter Frieden“, erklärte er.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Ukraine-Krieg aktuell: Hunderttausende neue Vertragssoldaten in Russland

Update, 11:38 Uhr: In Russland haben sich nach ​Angaben des stellvertretenden ⁠Leiters des Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew, im vergangenen Jahr 450.000 ⁠Personen vertraglich zum Dienst ​in den ⁠Streitkräften verpflichtet. ‌In diesem Jahr seien es bislang 127.000, ​meldete die Nachrichtenagentur ​Interfax unter Berufung auf den Ex-Präsidenten. ⁠Russland lockt im fünften Jahr des Ukraine-Kriegs mit ‌großzügigen Prämien für die Verpflichtung zum ⁠Militärdienst.

Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz.
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben.
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bardley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechende Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren.
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil.
Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Ukraine-Krieg aktuell: Kiew startet neuen Drohnenangriff auf russische Energieinfrastruktur

Update, 09:24 Uhr: Erneuter Drohnenangriff der Ukraine auf russische Energieinfrastruktur: Im Gebiet Perm Krai brannten nach einem nächtlichen Anschlag auf eine Ölpumpstation mindestens zwei Lagertanks. Es ist bereits der zweite Treffer an zwei aufeinanderfolgenden Tagen – der Vortagsangriff war laut Berichten von der Spezialeinheit Alpha durchgeführt worden.

Die betroffene Anlage des Staatskonzerns Transneft gilt als wichtiger Knotenpunkt für den Öltransport durch Russlands zentrales Pipelinenetz. Jeder der beschädigten Tanks hat ein Fassungsvermögen von bis zu 50.000 Kubikmetern Rohöl. Mit gezielten Attacken auf Energieanlagen versucht die Ukraine, Russlands Kriegswirtschaft und militärische Versorgungskette nachhaltig zu treffen.

Ukraine-Krieg aktuell: Hohe Verluste für Russland – Armee verliert 1470 Soldaten an einem Tag

Update, 7.20 Uhr: Kiew hat neue Zahlen zu Russlands Verlusten im Ukraine-Krieg veröffentlicht. Nach Angaben des Generalstabs haben die russischen Streitkräfte binnen 24 Stunden etwa 1470 Soldaten verloren. Insgesamt sind demnach bereits mehr als 1,33 Millionen russische Soldaten im Kampf getötet oder schwer verwundet worden. Zudem will die Ukraine einen Hubschrauber zerstört haben. Nachfolgend ein Überblick der von Kiew genannten Zahlen. Die Daten lassen sich unabhängig nicht überprüfen.

  • Soldaten: 1.330.290 (+1470 zum Vortag)
  • Panzer: 11.901 (+7)
  • Artilleriesysteme: 40.944 (+119)
  • Mehrfach-Raketenwerfer: 1756 (+1)
  • Hubschrauber: 352 (+2)

Ukraine-Krieg aktuell: Telefonat zwischen Putin und Trump „offen und sachlich“

Update, 30. April, 5:50 Uhr: Bei dem Telefongespräch zwischen Kremlchef Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump ist laut Juri Uschakow, dem außenpolitischen Berater des Kremlchefs, offen und sachlich gewesen. Danach sagte Trump im Oval Office, er denke, dass Putin schon vor einiger Zeit bereit gewesen sei, eine Einigung zu erzielen. „Ich glaube, einige Leute haben es ihm schwer gemacht, einen Deal zu machen.“ Trump hat seinen Kurs im Ukraine-Krieg mehrfach geändert, fällt allerdings immer wieder mit Russland-nahen Positionen auf. 

Update, 20:18 Uhr: US-Präsident Donald Trump und der russische Staatschef Wladimir Putin haben nach Angaben des Kreml in einem Telefonat über den Ukraine-Krieg beraten. Laut der russischen Nachrichtenagentur Tass sagte Putin, Moskau werde die festgelegten Ziele in der Ukraine erreichen. Man wolle dies aber mit Verhandlungen statt mit Krieg machen. Gleichzeitig behauptete Putin im Telefonat, die russische Armee dränge das ukrainische Militär immer weiter zurück. Außerdem soll Putin einen Waffenstillstand für die gesamte Dauer des russischen Tag des Sieges am 9. Mai angeboten haben. Trump unterstütze dies, berichtete Tass.

Update, 18:35 Uhr: Aus Angst vor ukrainischen Angriffen will Russland in diesem Jahr bei seiner Parade zum Sieg über Nazi-Deutschland am 9. Mai keine Panzer oder anderes schweres militärisches Gerät in Moskau auffahren. Angesichts der „terroristischen Bedrohung“ würden alle Schritte unternommen, um „die Gefahr zu minimieren“, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Mittwoch vor Journalisten. Normalerweise demonstriert Russland bei der Parade seine militärische Stärke.

Ukraine-Krieg: Kreml will Siegesparade ohne Panzer aus Angst vor Angriffen

In den vergangenen Monaten war es der Ukraine zunehmend gelungen, Ziele tief hinter der Front auf russischem Territorium anzugreifen, darunter Energieanlagen und Militäreinrichtungen. Regelmäßig starteten auch Drohnenschwärme in Richtung der russischen Hauptstadt. Moskau spricht im Zusammenhang mit den Angriffen häufig von „Terrorismus“, während Kiew sie als legitime Antwort auf die fast täglichen nächtlichen Bombardierungen ukrainischer Städte rechtfertigt.

Update vom 29. April, 9:41 Uhr: Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben des ukrainischen Generalstabs binnen eines Tages 1180 Soldaten sowie 54 Artilleriesysteme und 245 Fahrzeuge und Tanklastzüge verloren. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs am 24. Februar 2022 belaufen sich die geschätzten Gesamtverluste demnach auf rund 1.328.820 Soldaten, 11.894 Panzer, 24.486 gepanzerte Kampffahrzeuge sowie 40.825 Artilleriesysteme.

In der Nacht zum 29. April zerstörte oder störte die ukrainische Luftabwehr laut eigener Luftwaffe 154 von 171 Drohnen aus Russland. Treffer durch zwölf Drohnen wurden an zehn Orten registriert, Trümmereinschläge an zwölf weiteren Standorten. Der Feind habe 171 Drohnen verschiedener Typen – darunter Shahed-, Gerbera- und Italmas-Drohnen – von mehreren russischen Städten sowie aus den besetzten Gebieten der Ostukraine und der Krim abgefeuert, teilte die Luftwaffe mit. Etwa 120 der eingesetzten Drohnen seien Shahed-Kamikazedrohnen gewesen.

Erstmeldung: In Russland und der Ukraine sind bei gegenseitigen Angriffen am Dienstag insgesamt sechs Menschen getötet worden. In der grenznahen russischen Region Belgorod starben laut Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow drei Zivilisten, ein weiterer Mensch wurde in Brjansk getötet. In der Ukraine gab es in Tschuguiw im Osten und in Krywyj Rih im Zentrum je ein Todesopfer. Die Hauptstadt Kiew wurde am helllichten Tag nach Drohnenangriffen von Explosionen erschüttert.

Bei Angriffen auf zwei Fahrzeuge in den Ortschaften Wosnessenowka und Bobrawa in der Region Belgorod starben laut Gladkow zwei Männer und eine Frau. Drei weitere Menschen seien dort verletzt worden.

In der ukrainischen Stadt Krywyj Rih wurde nach Angaben des Chefs der örtlichen Militärverwaltung, Oleksandr Hanscha, ein 40-jähriger Mann bei einem russischen Angriff getötet. In Tschugujiw starb ein 70-Jähriger bei einem Angriff auf ein Wohnviertel, wie örtliche Behörden mitteilten. Aus der Hauptstadt Kiew wurden tagsüber heftige Explosionen gemeldet. Die Luftabwehr sei im nördlichen Viertel Obolon im Einsatz, teilte der Bürgermeister Vitali Klitschko mit. Kurz zuvor hatte die Luftwaffe Drohnen gemeldet, die im Anflug auf Kiew seien. Die Behörden riefen die Bewohner auf, sich in Sicherheit zu bringen. Der Luftalarm wurde nach 49 Minuten wieder aufgehoben.

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