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Ukraine-Krieg aktuell: Kiews Truppen attackieren Russland mit Drohnen-Schwärmen – Öllager brennt

Aktuelle News zum Ukraine-Krieg im Ticker: Putins Militär attackiert weiter Infrastruktureinrichtungen. Ukraine startet Großangriff auf Krasnodar.

Dieser Ukraine-Ticker ist beendet. Alle aktuellen Entwicklungen zum Ukraine-Krieg finden Sie hier in unserem neuen Newsticker.

Update, 15 Februar, 6:30 Uhr: Mit einer Großoffensive hat die Ukraine tief in Russland zugeschlagen. Hunderte Drohnen sollen einen Angriff auf die Region Krasnodar gestartet und die dortige Luftabwehr ausgeschaltet haben. Unter anderem sei ein Öltank, Lagerhäuser und Terminals beschädigt worden, berichtet die Ukrainska Pravda. Zwei Personen wurden demnach verletzt. Gouverneur Weniamin Kondratjew sprach von einem „massiven Angriff“. Besonders schwer betroffen war das Dorf Wolna im Bezirk Temryuk, wo ein Öltank durch herabfallende Drohnentrümmer in Brand geriet. Auch in Sotschi wurden Gebäude beschädigt. 126 Einsatzkräfte kämpften gegen mehrere Brände.

Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj nimmt Ewald-von-Kleist-Preis für Ukrainerinnen und Ukrainer entgegen

Update, 21:45 Uhr: Der Ewald-von-Kleist-Preis 2026 wurde an Wolodymyr Selenskyj verliehen, um den Mut und die Standhaftigkeit aller Ukrainer zu würdigen. Diese Ehrung erhielt der ukrainische Präsident während eines Empfangs in der Münchner Residenz, der am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz stattfand. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) überreichte die Auszeichnung.

Polens Ministerpräsident Donald Tusk hielt die Laudatio. Er betonte, dass das ukrainische Volk den höchsten Respekt der gesamten freien Welt verdiene. Die Ukraine trage die schwersten Lasten im Kampf gegen den Aggressor, der eine Gefahr für Europa und die westliche Welt darstelle. Selenskyj sprach seinen Dank insbesondere den europäischen Staats- und Regierungschefs aus. Er erwähnte auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) und NATO-Generalsekretär Mark Rutte namentlich. „Ich danke allen, die uns zur Seite stehen.“

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Selenskyj warnt Frankreich vor Gesprächen mit Putin: „um Europa zu spalten“

Update, 19:45 Uhr: Wolodymyr Selenskyj hat sich nicht gegen Gespräche von Emmanuel Macron mit Wladimir Putin ausgesprochen. Der ukrainische Präsident betonte bei der Münchner Sicherheitskonferenz jedoch die Notwendigkeit gemeinsamer europäischer Verhandlungen im Ukraine-Krieg. Selenskyj äußerte Vertrauen in die französische Unterstützung, warnte aber vor Putins Taktik: „Putin wird Spiele mit der einen Seite spielen, mit der anderen, dann mit der dritten und mit der vierten, um Europa zu spalten“, sagte er. Europa müsse koordiniert vorgehen.

Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz.
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben.
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bardley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechende Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren.
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil.
Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Update, 19:12 Uhr: Wolodymyr Selenskyj hat auf der Münchner Sicherheitskonferenz erklärt, dass die USA der Ukraine Sicherheitsgarantien für 15 Jahre angeboten haben – Kiew strebt jedoch eine Laufzeit von mindestens 20 bis 50 Jahren an. Der ukrainische Präsident betonte, längere Garantien seien entscheidend für das Vertrauen internationaler Investoren. „Heute liegt uns ein Vorschlag aus den USA für 15 Jahre vor. Wir möchten jedoch 20 Jahre oder mehr – 30, 50 … Wir werden sehen, worauf sich die Regierung und der Kongress einigen können“, so Selenskyj.

Update, 17:12 Uhr: Das unabhängige russische Medium Mediazona hat gemeinsam mit BBC Russian die Identitäten von 177.433 getöteten russischen Soldaten verifiziert. Die Journalisten berichteten, dass seit der letzten Aktualisierung Anfang Februar 9291 weitere Namen hinzugekommen seien. Die bestätigten Todesfälle umfassen mehr als 57.200 Freiwillige, 21.400 rekrutierte Gefangene und 17.000 mobilisierte Soldaten. Mediazona und BBC Russian gaben an, dass auch 6414 Offiziere ums Leben gekommen seien. Die tatsächlichen Verluste Russlands im Ukraine-Krieg liegen vermutlich deutlich höher.

Update, 16:43 Uhr: Die Friedensverhandlungen mit Russland scheitern nach Ansicht von Präsident Wolodymyr Selenskyj nicht an der ukrainischen Verhandlungsbereitschaft. „Die Ukraine ist bereit für eine Einigung, die echten Frieden zu uns, der Ukraine und Europa“, sagte er in seiner Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Er sei zuversichtlich, dass dieser Krieg mit Würde beendet werden könne. „Das ist für uns das Wichtigste, und wir haben unseren Partnern alles gegeben, was unserer Meinung nach zu einem solchen Abkommen gehören muss, und wir sind bereit, in die gemeinsame Sicherheit zu investieren.“

Update, 14:40 Uhr: Vor den geplanten Friedensgesprächen in Genf kommende Woche hat der ukrainische Präsident Wolodymyr ⁠Selenskyj ‌den Druck auf sein Land beklagt. Die USA würden das Thema Zugeständnisse oft ‌nur im Zusammenhang mit der Ukraine diskutieren, nicht aber mit Russland, kritisierte Selenskyj ⁠am Samstag auf der Münchner Sicherheitskonferenz. „Die Amerikaner kommen oft auf das Thema Zugeständnisse zurück“, sagte der Präsident. „Und zu oft werden diese Zugeständnisse nur im Kontext der Ukraine diskutiert, nicht Russlands.“

Mit Blick auf die für Dienstag und Mittwoch in Genf angesetzten, von den USA vermittelten Gespräche äußerte ​sich Selenskyj zwiegespalten. Er hoffe ⁠aufrichtig, dass die trilateralen Treffen ernsthaft und substanziell verliefen. „Aber ehrlich gesagt fühlt es sich manchmal so an, als würden die Seiten über völlig verschiedene Dinge sprechen.“ Er räumte ein, durch jüngste Äußerungen von ⁠US-Präsident Donald Trump „ein wenig“ Druck zu spüren. Die Regierung in Kiew wolle aber auch von Russland ​Kompromissbereitschaft sehen.

Selenskyj fordert raschere Waffenlieferungen

Update, 13:24 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat auf der Münchner Sicherheitskonferenz die westlichen Verbündeten zu rascheren Waffenlieferungen aufgefordert. „Manchmal gelingt es uns, neue Raketen für unsere Patriots oder Nasams erst kurz vor einem Angriff und manchmal sogar nur im allerletzten Moment bereitzustellen“, sagte er am Samstag unter Verweis auf zwei von Deutschland und Norwegen gelieferte Luftabwehrsysteme.

Selenskyj verwies in seiner Rede auf die Schäden, weche die fortgesetzten russischen Angriffe an der Energieinfrastruktur seines Landes anrichten. „Die meisten Angriffe zielen auf unsere Kraftwerke und andere wichtige Infrastrukturen ab, und es gibt kein einziges Kraftwerk in der Ukraine mehr, das nicht durch die russischen Angriffe beschädigt wurde“, sagte Selenskyj.

Ukraine und IWF einigen sich

Update, 11:00 Uhr: Die Ukraine und der Internationale Währungsfonds (IWF) haben sich nach Angaben von Ministerpräsidentin Julija Swyrydenko auf eine Lockerung von Bedingungen für ein neues Kreditprogramm im Volumen von 8,2 Milliarden Dollar geeinigt. Die Regierung erwarte, dass der IWF-Verwaltungsrat das Programm bei seiner ⁠nächsten Sitzung behandeln werde, erklärt die Regierungschefin. Die Zustimmung sei ein entscheidender Anker für weitere internationale Finanzhilfen für die Ukraine, darunter ein ​Darlehen der Europäischen Union in Höhe von 90 Milliarden ⁠Euro.

Bereits mehr als 1,25 Millionen russische Soldaten im Ukraine-Krieg getötet

Update, 9:50 Uhr: Kiew hat heute neue Zahlen zu Russlands Verlusten im Ukraine-Krieg veröffentlicht. Nach Angaben des Generalstabs haben die russischen Streitkräfte binnen 24 Stunden etwa 1070 Soldaten verloren. Insgesamt sind demnach bereits mehr als 1,25 Millionen russische Soldaten im Kampf getötet oder schwer verwundet worden. Die Daten lassen sich unabhängig nicht überprüfen.

Ukrainische Soldaten einer Spezialeinheit der Polizei nehmen an einem Training auf einem Übungsplatz in der Region Charkiw teil. Der Ukraine-Krieg geht demnächst ins fünfte Jahr.

Update, 7:30 Uhr: Bei neuerlichen russischen Angriffen in der Nacht ist in der ukrainischen Hafenstadt Odessa eine Frau ums Leben gekommen. Die Frau sei beim Einschlag einer Drohne in ein einstöckiges privates Wohnhaus getötet worden, teilte Militärgouverneur Oleh Kiper bei Telegram mit. Das Haus sei abgebrannt. Im Gebiet Kiew sind derweil zwei Menschen Behördenangaben zufolge durch Drohnenangriffe verletzt worden.

Lage im Ukraine-Krieg: Russland meldet zwei Tote bei ukrainischem Angriff auf Belgorod

Update, 14. Februar, 6:20 Uhr: Bei einem ukrainischen Raketenangriff auf die russische Stadt Belgorod sind nach Angaben ​des dortigen Gouverneurs ⁠Wjatscheslaw Gladkow zwei Menschen getötet und fünf weitere verletzt worden. Gladkow ⁠erklärte in einem auf Telegram geposteten ​Video, ⁠dass die Männer ‌Teil von Teams gewesen seien, die beschädigte Heizungs- und ​Stromnetze in der Stadt reparierten. ​Durch den Angriff seien auch Energieanlagen ⁠schwer beschädigt worden, was zu Ausfällen bei der Strom-, ⁠Heizungs- und Wasserversorgung geführt ‌habe. Belgorod liegt etwa 40 Kilometer von der ukrainisch-russischen ⁠Grenze entfernt.

Update, 22:16 Uhr: Martin Jäger, der Präsident des Bundesnachrichtendienstes (BND), äußerte Bedenken hinsichtlich der russischen Einflussnahme auf die bevorstehenden Landtagswahlen. Er betonte: „Wahlen in Moldau und Rumänien sind jüngste Beispiele, und wir rechnen mit weiteren hybriden Kampagnen im gesamten Wahljahr in Deutschland.“ Diese Aussage machte Jäger am Freitag während einer Diskussionsrunde auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Die Bundesregierung hatte bereits im Dezember Russland für einen Cyberangriff auf die Deutsche Flugsicherung sowie für systematische Desinformationskampagnen während der Bundestagswahl im Februar 2025 verantwortlich gemacht. Moskau wies diese Anschuldigungen als „absurd“ zurück.

Jäger kritisierte die bisherigen Maßnahmen zur Abwehr hybrider russischer Angriffe als unzureichend. Er stellte fest: „Die Abschreckung funktioniert noch nicht.“ Dies führte zu der Überlegung: „Das wirft die Frage auf: Wollen wir diese Entwicklungen weiterhin einfach beobachten und dokumentieren, oder sind wir an einem Punkt, an dem wir handeln müssen – mit Gegenmaßnahmen?“ Abschließend äußerte der BND-Chef seine Überzeugung: „Ich bin zutiefst überzeugt, dass wir viel öfter beweisen sollten, dass wir zu sehr ähnlichen Dingen in der Lage wären, um auch der anderen Seite spürbare Schmerzen zuzufügen.“

EU-Beitritt der Ukraine im Fokus: Mitgliedschaft erst nach Reformen möglich

Update, 21:18 Uhr: Spekulationen über einen beschleunigten EU-Beitritt der Ukraine wurden von der EU zurückgewiesen. Am Donnerstag in Tallinn erklärte die EU-Erweiterungskommissarin Marta Kos, dass eine vollständige Mitgliedschaft erst nach dem Abschluss aller Reformen möglich sei. Das berichtet der Kyiv Independent.

Hintergrund sind Berichte über mögliche Pläne der EU, der Ukraine einen Beitritt vor dem Abschluss aller erforderlichen Reformen zu ermöglichen. Ende Januar äußerte Präsident Wolodymyr Selenskyj, dass sein Land bis 2027 bereit für den Beitritt sein werde. Eine EU-Mitgliedschaft könne als wirtschaftliche Sicherheitsgarantie im Falle eines Friedensabkommens mit Russland dienen.

Merz sagt der Ukraine weitere Unterstützung zu – auf Deutschland sei Verlass

Update, 21:01 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz hat der Ukraine weitere Unterstützung im Krieg gegen Russland zugesagt. Bei einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bei der Münchner Sicherheitskonferenz habe der Kanzler unterstrichen, „dass auf Deutschland als momentan größter Unterstützer der Ukraine weiter Verlass sein werde“, hieß es laut dpa aus deutschen Regierungskreisen. Im Zentrum des Gesprächs hätten die aktuelle Kriegssituation und der Stand der aktuellen Verhandlungen über ein Ende des Ukraine-Kriegs gestanden. Darüber hinaus hätten Merz und Selenskyj Fragen der Rüstungskooperation und der zivilen Hilfe für die Ukraine besprochen.

Nach dem Treffen habe sich ein Treffen von Partnern der Ukraine im sogenannten Berlin-Format angeschlossen. Hier hätten die Partner eine neue Anstrengung in der Energiehilfe für die Ukraine verabredet, um die Folgen der anhaltenden Luftschläge gegen die zivile Infrastruktur zu lindern. 

Update, 19:44 Uhr: Mit Blick auf ein Ende des Ukraine-Kriegs fordert US-Präsident Donald Trump vom ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selensykj Bewegung: „Russland will eine Einigung erzielen, und Selenskyj muss sich bewegen. Sonst verpasst er eine große Chance. Er muss handeln“, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters den Republikaner.

In der kommenden Woche sollen erneut Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland stattfinden. In zentralen Fragen für ein Ende des Krieges liegen Moskau und Kiew weiterhin weit auseinander. Russland will die Kontrolle über die gesamte Region Donezk im Osten der Ukraine erlangen; darunter auch Gebiete, die es bislang nicht erobert hat. Kiew lehnt einen einseitigen Rückzug entschieden ab und fordert westliche Sicherheitsgarantien. Russlands Präsident Wladimir Putin hält bislang an seinen Maximalforderungen fest, auch eine Waffenruhe scheiterte am Willen des russischen Präsidenten.

Ukraine-Krieg aktuell: Russischer Oppositioneller rechnet nicht mit Kriegsende in diesem Jahr

Update, 18:47 Uhr: Der russische Exil-Oppositionelle Garri Kasparow erwartet kein Ende des Ukraine-Kriegs und auch keinen Waffenstillstand in diesem Jahr. „Für Putin ist der Krieg bereits eine Stütze des Regimes geworden. Das Regime kann nicht ohne Krieg existieren“, sagte der frühere Schachweltmeister der ukrainischen Nachrichtenagentur Unian bei der Münchner Sicherheitskonferenz. In Putins Umgebung und der russischen Propaganda gebe es keine Anzeichen für ein Streben danach, den Krieg zu beenden. 

Auch ein Waffenstillstand stelle ein Problem für den Kreml dar. „Denn jede Einstellung der Kampfhandlungen bedeutet, dass Putin vor der Frage steht, wohin mit der Armee?“, sagte Kasparow. Die Rückkehr von etwa einer Million teils drogenabhängiger und Gewalt gewohnter Soldaten werde unvermeidlich zu einem Anstieg der Kriminalität führen, so Kasparow. Der Krieg werde daher so lange fortgesetzt, wie Moskau Ressourcen dafür habe. Die Verhandlungen über eine Friedenslösung seien „keine Friedensverhandlungen, sondern der Versuch eines Deals zwischen Trump und Putin“ gewesen.

Rubriklistenbild: © Kay Nietfeld/dpa

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