Der News-Ticker
Iran-Krieg aktuell: Dritte US-Angriffswelle gegen Iran – 140 militärische Ziele getroffen
News zur aktuellen Lage im Iran-Krieg: Streit über Nutzung der Straße von Hormus hält an. USA fordern vom Iran klares Bekenntnis. Der Ticker.
Update, 7:27 Uhr: Der Iran hat den USA nach der bereits dritten Angriffswelle diese Woche Vertragsbruch vorgeworfen. „Die Zeit der einseitigen Abmachungen ist VORBEI. Wir haben es euch gesagt: Haltet euer Wort oder zahlt den Preis“, schrieb der iranische Parlamentspräsident und Verhandlungsführer Mohammed Bagher Ghalibaf auf X.
Die USA hatten in der Nacht zu heute (12. Juli) bereits zum dritten Mal innerhalb einer Woche den Iran angegriffen. Auslöser war erneut iranischer Beschuss eines Schiffs in der Straße von Hormus.
Update, 12. Juli, 6:12 Uhr: Die iranischen Revolutionsgarden haben nach eigenen Angaben ein zweites Schiff in der Straße von Hormus außer Gefecht gesetzt und den US-Luftwaffenstützpunkt Al Udeid in Katar mit ballistischen Raketen beschossen. Dabei seien das Wartungszentrum für Kampfjets sowie die Kommandozentrale zerstört worden, teilten die Revolutionsgarden am Sonntag mit.
Unterdessen hat das US-Militär laut Reuters eine dritte Angriffswelle gegen den Iran in dieser Woche abgeschlossen. Das US-Zentralkommando erklärte, dabei seien rund 140 militärische Ziele getroffen worden – darunter Raketen- und Drohnenstellungen, Munitionslager sowie Kommunikationsnetze.
Israel und USA attackieren Mullah-Regime – Bilder aus dem Iran-Krieg




Iran-Krieg aktuell: USA fordern Hormus-Öffnung – Reißt Trump der Geduldsfaden?
Update, 11. Juli, 8:40 Uhr: Die USA fordern Medienberichten zufolge ein Bekenntnis des Irans zu einer freien und sicheren Schifffahrt in der Straße von Hormus. Die iranische Führung solle öffentlich versichern, dass die Meerenge offen sei und der Iran von Angriffen auf Handelsschiffe absehe, schrieben unter anderem das Portal Axios und das Wall Street Journal unter Berufung auf US-Regierungsbeamte. Einer der Beamten habe schwere Konsequenzen angedeutet, sollte eine solche Zusage nicht bis heute erfolgen. Welche Folgen gemeint waren und ob es tatsächlich eine bestimmte Frist gibt, blieb unklar.
Die Forderung sei dem Iran direkt und über die Vermittler überbracht worden, hieß es. US-Präsident Donald Trump hatte am Freitag das Ende der Waffenruhe im Krieg mit dem Iran bekräftigt. Zugleich ließ er aber die Tür für Gespräche offen. Teheran habe um eine Fortführung von Gesprächen gebeten, und die USA hätten zugestimmt, schrieb Trump auf Truth Social. Irans Außenamtssprecher Ismail Baghai wies laut dem regierungstreuen Sender Press TV die Behauptung zurück, wonach Teheran um Verhandlungen mit den USA gebeten habe. Man sei aber einer Bitte eines regionalen Vermittlers nachgekommen, Teheran zu besuchen und die aktuelle Lage zu erörtern.
Iran-Krieg aktuell: Trump reagiert auf angebliches Mordkomplott
Update, 20:53 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Angaben Anweisungen für sein Kabinett hinterlegt, die im Falle eines Attentats auf ihn greifen sollen. Gegenüber der New York Post sagte er: „Ich habe Anweisungen hinterlassen – sollte irgendetwas passieren, sollen sie buchstäblich in einem Ausmaß bombardiert werden, wie sie es noch nie zuvor erlebt haben.“ Einen Namen nannte Trump dabei nicht; die New York Post stellte seine Aussagen in den Zusammenhang mit dem Iran.
Bereits zuvor hatte Trumps Rückflug vom NATO-Gipfel in Ankara für Aufmerksamkeit gesorgt: Der Präsident verzichtete dabei auf die neue Air Force One, was Spekulationen über Sicherheitsrisiken nährte. Die Berichte über konkrete iranische Attentatspläne relativierte Trump jedoch selbst – er sehe darin keine neue Bedrohung. Israel habe zudem keine entsprechenden Geheimdienstinformationen mit Washington geteilt.
Islamabad warnt iranische Seite vor den Folgen weiterer Angriffe auf Nachbarstaaten
Update, 18:26 Uhr: In den Vermittlungsgesprächen zwischen Pakistan und dem Iran warnte Islamabad die iranische Seite vor den Folgen weiterer Angriffe auf arabische Nachbarstaaten. „Wenn Länder wie Saudi-Arabien oder die Vereinigten Arabischen Emirate anfangen, gegen den Iran zurückzuschlagen, wird sich dieser Krieg in seiner Form völlig ändern“, soll ein pakistanischer Beamter den iranischen Unterhändlern gesagt haben. Ob für dieses Wochenende geplante Verhandlungen stattfinden werden, ist laut Sicherheitskreisen derzeit offen.
Unterdessen berichteten das Wall Street Journal und CNN, Israel habe Washington vor einem konkreten iranischen Anschlagsplan gegen Präsident Trump gewarnt. Andere US-Vertreter äußerten den Verdacht, die Warnung könne ein Versuch Israels sein, Trump in seiner Iran-Politik zu beeinflussen. Trump selbst sagte: „Ich bin die Nummer eins auf der Todesliste des Irans.“
Update, 17:15 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat das Ende der Waffenruhe mit dem Iran auch per Truth-Social-Post schriftlich festgehalten. Die USA hätten Teheran klargemacht, dass die Waffenruhe „vorbei“ sei, schrieb er in Großbuchstaben auf der Plattform. Zugleich hielt Trump die Tür für Verhandlungen einen Spalt offen: Der Iran habe um eine Fortführung von „Gesprächen“ gebeten – das Wort setzte Trump bewusst in Anführungszeichen – und Washington habe dem zugestimmt.
Update, 14:52 Uhr: Trotz der kürzlichen US-Angriffe gegen den Iran arbeitet Teheran laut pakistanischen Sicherheitskreisen an einer diplomatischen Lösung des Konflikts mit Washington. Die iranische Seite habe den Vermittlerstaat Pakistan gebeten, den USA Verhandlungswillen zu signalisieren, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur von gut informierten Quellen in Islamabad.
Es sei auf verschiedenen Kanälen zwischen den Nachbarländern gesprochen worden. Unter anderem soll ein Gespräch zwischen dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi und Pakistans mächtigem Armeechef Asim Munir bis spät in die Nacht am Donnerstag gedauert haben, hieß es weiter. Die iranische Seite habe auch von Unsicherheit darüber gesprochen, wie sich Hardliner-Fraktionen im Land zukünftig verhalten werden.
Update, 10. Juli, 5:45 Uhr: Trotz der jüngsten militärischen Eskalation zwischen den USA und dem Iran im Streit über die Nutzung der Straße von Hormus gehen die Bemühungen um eine Beilegung der Feindseligkeiten weiter. „Die Vereinigten Staaten setzen sich weiterhin für eine Lösung ein, und die technischen Gespräche laufen weiter“, sagte ein US-Regierungsbeamter der Deutschen Presse-Agentur. Katar, Pakistan und andere regionale Vermittler bemühen sich nach Informationen des US-Nachrichtenportals Axios darum, die Spannungen abzubauen und die Verhandlungen über ein Atomabkommen wiederzubeleben.
In den vergangenen Tagen hatte das US-Militär mehrere Angriffswellen gegen Ziele im Iran geflogen. Begründet wurde dies mit Attacken auf Handelsschiffe in der Straße von Hormus, für die die USA Teheran verantwortlich machten. Der Iran reagierte mit eigenen Angriffen. Dabei gerieten auch Kuwait, Bahrain und Jordanien, die wichtige US-Militärbasen beherbergen, wieder unter Beschuss.
Iran-Krieg: Israel ist bereit, Militäreinsätze gegen Teheran bei Bedarf wieder aufzunehmen
Update, 21:36 Uhr: Israel ist nach den Worten seines Verteidigungsministers Israel Katz bereit, seine Militäreinsätze gegen den Iran bei Bedarf wieder aufzunehmen – und zwar mit „noch größerer Härte“ als zuvor. „Die Armee ist bereit und in Alarmbereitschaft für eine Wiederaufnahme der Kämpfe, um die Luftüberlegenheit zurückzugewinnen und erneut zuzuschlagen“, sagte Katz am Donnerstag bei einer Militärzeremonie. Um die Bedrohungen zu beseitigen, werde Israel „wenn nötig auch ein drittes Mal“ zuschlagen. „Wenn wir zurückkehren müssen, werden wir zurückkehren – und zwar mit noch größerer Härte“, fügte der Minister hinzu.
Update, 19:17 Uhr: Nach der jüngsten Eskalation im Iran-Krieg ist der Schiffsverkehr in der Straße von Hormus stark zurückgegangen. Am Donnerstag durchquerten bis um 16:30 Uhr (MESZ) nur sechs Frachtschiffe die strategisch wichtige Meerenge im Persischen Golf, wie aus Daten des Dienstleisters Kpler hervorgeht. Am Mittwoch waren es demnach 21 Schiffe gewesen.
Auslöser für das erneute Aufflammen des Konflikts waren Angriffe auf Schiffe nahe der Straße von Hormus, die Washington Teheran zuschreibt. Die USA griffen daraufhin nach Militärangaben mehr als 80 iranische Ziele nahe der Meerenge an. Der Iran reagierte nach eigenen Angaben mit Dutzenden Angriffen auf US-Stützpunkte in Kuwait und Bahrain.
Iran-Krieg: Trauerfeier für Ajatollah Ali Chamenei erreicht Höhepunkt
Update, 13:30 Uhr: Die sechstägige Zeremonie zum Abschied des getöteten Ajatollah Ali Chamenei erreicht mit der heutigen Beisetzung ihren Höhepunkt. In den Straßen Chameneis Geburtsstadt Maschhad versammeln sich zahlreiche Menschen, um zu trauern – teils mit Transparenten, die zur Tötung Trumps aufrufen, wie die BBC berichtet.
Unterdessen berichten iranische Staatsmedien, die USA hätten das Atomkraftwerk Buschehr angegriffen. Geschosse seien in der Nähe des Kraftwerks eingeschlagen. Die USA äußerten sich zunächst nicht zu dem Vorwurf.
Iran-Krieg: US-Militär greift erneut iranische Ziele an
Erstmeldung: US-Streitkräfte haben zum zweiten Mal binnen 24 Stunden Ziele im Iran angegriffen. Damit solle die Fähigkeit des Iran geschwächt werden, „die Freiheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus zu bedrohen“, erklärte das zuständige US-Kommando Centcom im Onlinedienst X. Laut iranischen Medien waren in mehreren Gebieten laute Explosionen zu hören. Unter anderem gab es mehrere Detonationen im Bereich der Großstadt Bandar Abbas, der Hafenstadt Buschehr und der Insel Abu Musa im Persischen Golf.
Teheran holte nach Angaben iranischer Medien prompt zu Gegenschlägen auf die mit den USA verbündeten Golfstaaten Kuwait und Bahrain aus. Sie beherbergen US-Militärbasen, die nur wenige Hundert Kilometer vom Iran entfernt liegen. Unterdessen drohte US-Präsident Donald Trump dem Iran noch heftigere Angriffe an. Die Attacken seien Vergeltungsmaßnahmen für vom Iran beschossene Schiffe, teilte er auf seiner Plattform Truth Social mit. „Sollte sich so etwas wiederholen, wird es noch viel schlimmer kommen!“
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