Trump warnt Iran
Atomgespräche im Oman: Iran und USA wollen neue Verhandlungen starten – Trump warnt
Morgen stehen neue Verhandlungen zwischen den USA und Iran bevor. Trump richtet vorher schon mal warnende Worte an Chamenei.
Im Konflikt zwischen den USA und dem Iran sollen am Freitag (6. Februar) im Oman neue Verhandlungen zwischen beiden Ländern beginnen. Dabei soll es vorrangig um das iranische Atomprogramm gehen. Die Atomgespräche seien für 10.00 Uhr Ortszeit (13.00 Uhr MEZ) in der omanischen Hauptstadt Maskat geplant, schrieb der iranische Außenminister Abbas Araghtschi im Onlinedienst X. Ein hochrangiger Vertreter des Weißen Hauses bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur AFP das Datum und den Ort des Treffens.
Der iranischen Nachrichtenagentur Isna zufolge wird die iranische Delegation von Araghtschi angeführt. An den Gesprächen nehmen demnach zudem die iranischen Spitzendiplomaten Madschid Tacht-Rawantschi und Kasem Gharibabadi teil. Zuvor hatte US-Außenminister Marco Rubio erklärt, dass die USA bereit seien, sich in dieser Woche mit dem Mullah-Regime zu treffen. Laut Insa sollen die Sondergesandten von US-Präsident Donald Trump, Steve Witkoff und Jared Kushner, zu den Gesprächen in den Oman reisen.
Trump droht vor geplanten Iran-Verhandlungen morgen: Chamenei sollte „sehr besorgt“ sein
Kurz vor den geplanten Verhandlungen hat Trump noch einmal warnende Worte an das geistliche Oberhaupt des Landes gerichtet. Ayatollah Ali Chamenei „sollte sehr besorgt sein, ja, das sollte er“, sagte der US-Präsident in einem Interview mit dem Sender NBC News. „Wie Sie wissen, verhandeln sie mit uns“, fügte er hinzu. Einen konkreten Grund dafür nannte Trump in dem Zuge nicht direkt. Er verwies aber auf Verhandlungen seines Landes mit dem Iran.
Weiter sagte Trump, dass der Iran nach den US-Angriffen im Juni den Bau einer neuen Atomanlage ins Auge gefasst habe. „Sie haben darüber nachgedacht, eine neue Anlage in einem anderen Teil des Landes zu errichten“, sagte Trump. Für einen solchen Fall drohte der US-Präsident damit, dem Iran „schlimme Dinge“ anzutun.
Verbündete, Feinde und Alternativen zum Mullah-Regime im Iran




Verhandlungen im Iran-Konflikt: Morgen Gespräche im Oman geplant
Die USA und das Mullah-Regime in Teheran unterhalten seit mehr als 40 Jahren keine direkten diplomatischen Beziehungen miteinander. Nach der gewaltsamen Niederschlagung der regierungskritischen Proteste im Iran mit tausenden Toten hatte Trump der Führung in Teheran mit einem militärischen Angriff gedroht. Die USA entsandten einen Flugzeugträger in die Region und forderten von Teheran die Aufnahme von Verhandlungen über das iranische Atomprogramm.
Israel und westliche Staaten werfen dem Iran seit Jahren vor, nach Atomwaffen zu streben, was Teheran bestreitet. Bei seinen Angriffswellen auf Israel im Juni hatte der Iran ballistische Raketen eingesetzt. In früheren Gesprächen über sein umstrittenes Atomprogramm hatte Teheran einem Ende seines ballistischen Raketenprogramms eine Absage erteilt. (Quellen: Isna, dpa, AFP, NBC) (cs)
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