Ticker zu Gesprächen in Pakistan
Iran-News: Trump beginnt Blockade der Straße von Hormus – und behauptet, Iran wolle „Deal“
Aktuelle News zum Iran-Krieg: Vance sieht Fortschritte bei Friedensgesprächen. Gespräche zwischen Israel und dem Libanon Die US-Seeblockade startet.
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Update, 6:45 Uhr: Der iranische Präsident Massud Peseschkian hat erneut die US-Seite für das Scheitern der Friedensgespräche zwischen den beiden Kriegsparteien in Islamabad verantwortlich gemacht. Übertriebene Forderungen und der „mangelnde politische Wille hochrangiger US-Beamter“ hätten eine Einigung verhindert, sagte Peseschkian laut einem Bericht des staatlichen englischsprachigen Senders PressTV in einem Telefonat mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron.
Update, 5:50 Uhr: Nach der ergebnislosen ersten Runde direkter Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran seit Kriegsbeginn spricht US-Vizepräsident JD Vance dennoch von echten Fortschritten. Er sieht jedoch den Iran am Zug, beim Thema Atomprogramm einzulenken. Medienberichten zufolge liegen die Forderungen der beiden Seiten weit auseinander. Ob es zu einer weiteren Verhandlungsrunde kommt, ist noch offen. Unbestätigten Berichten zufolge steht ein zweites Treffen an diesem Donnerstag im Raum.
Iran-News: Israel und Libanon wollen in Washington verhandeln
Update, 14. April, 5:00 Uhr: Heute sollen in den USA Verhandlungen zwischen Israel und dem Libanon beginnen. Die Gespräche auf Botschafterebene finden im US-Außenministerium statt. Über die Ziele herrscht Uneinigkeit: Die libanesische Präsidentschaft will über eine Waffenruhe zwischen der Hisbollah-Miliz und Israel verhandeln. Israel schließt dies vorerst aus und fordert eine Entwaffnung der vom Iran finanzierten Miliz.
Update, 21:36 Uhr: UN-Generalsekretär António Guterres hat „alle Parteien“ im Iran-Krieg dazu aufgefordert, eine freie Schifffahrt durch die Straße von Hormus zu gewährleisten. Im Einklang mit dem Völkerrecht müsse „die Freiheit der Schifffahrt auch in der Straße von Hormus“ respektiert werden, erklärte Guterres laut seinem Sprecher Stéphane Dujarric am Montag. Der UN-Generalsekretär forderte zudem ein Ende jeglicher Verstöße gegen den geltenden Waffenstillstand und eine Fortsetzung der Verhandlungen.
Update, 19:39 Uhr: Nach den vorerst gescheiterten Iran-Verhandlungen zwischen Washington und Teheran haben sich die Iraner nach Darstellung von Donald Trump bei den USA gemeldet. „Ich kann Ihnen sagen, dass wir von der anderen Seite angerufen wurden“, sagte der US-Präsident am Mittag (Ortszeit) in Washington. „Sie wollen einen Deal machen“ – und zwar „unbedingt“, sagte Trump. Eine entsprechende öffentliche Äußerung aus dem Iran gab es zunächst nicht.
Israel und USA attackieren Mullah-Regime – Bilder aus dem Iran-Krieg




Update, 18:30 Uhr: Die Einhaltung der Waffenruhe im Iran-Krieg ist nach Ansicht Chinas derzeit von „äußerster Priorität“. Außenminister Wang Yi telefonierte deshalb am Montag mit seinem Kollegen aus Pakistan, das bei den Gesprächen zwischen den USA und dem Iran als Vermittler auftritt. „Unsere äußerste Priorität ist es, alles zu unternehmen, um die Wiederaufnahme der Kampfhandlungen zu verhindern und die hart erkämpfte Waffenruhe aufrechtzuerhalten“, sagte Wang Yi nach Angaben seines Ministeriums in dem Telefonat mit Ishak Dar.
Update, 17:35 Uhr: Die US-Armee hat laut Donald Trump mit der angekündigten Blockade iranischer Häfen in der Straße von Hormus begonnen. Der US-Präsident drohte am Montag in seinem Onlinedienst Truth Social allen iranischen Schnellbooten mit Zerstörung. „Wenn sich eines dieser Schiffe unserer Blockade auch nur nähert, wird es sofort eliminiert“, schrieb Trump.
Der US-Präsident schrieb weiter, das Militär werde „dasselbe Tötungssystem einsetzen, das wir gegen die Drogendealer auf Booten verwenden“. Er spielte damit auf die Luftangriffe auf Boote mutmaßlicher Drogenschmuggler vor der Küste Venezuelas an.
Update, 17:01 Uhr: Die Türkei hat Bedenken gegenüber einem gemeinsamen US-iranischen Plan zur Kontrolle der Straße von Hormus angemeldet. Außenminister Hakan Fidan sagte der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu, der Vorschlag für eine internationale Einsatzgruppe zur Überwachung der Wiederöffnung der Wasserstraße sei „mit vielen Schwierigkeiten verbunden“. Fidan, der nach Reuters-Angaben in engem Kontakt mit Washington, Teheran und dem Vermittler Pakistan steht, plädiert stattdessen für eine diplomatische Lösung, um die strategisch bedeutende Meerenge wieder für den Schiffsverkehr freizugeben.
UN-Schifffahrtsorganisation: Jegliche Blockaden der Straße von Hormus illegal
Update, 16:28 Uhr: Die Internationale Seeschifffahrts-Organisation (IMO) hat jegliche Blockaden der Straße von Hormus als illegal kritisiert. „Gemäß internationalem Recht hat kein Land das Recht, die ungefährliche Passage oder die Freiheit der Schifffahrt durch internationale Meerengen für den internationalen Transit zu untersagen“, sagte der Generalsekretär der UN-Sonderorganisation, Arsenio Dominguez, bei einer Pressekonferenz in London.
Die USA hatten für Montag ab 16.00 Uhr MESZ eine Teil-Blockade der Straße von Hormus angekündigt. Demnach soll allen Schiffen die Passage untersagt werden, „die iranische Häfen und Küstengebiete anlaufen oder von dort auslaufen“. Die Teil-Blockade gelte für alle iranischen Häfen am Persischen Golf und am Golf von Oman, erklärte das für den Nahen Osten zuständigen US-Militärkommandos Centcom. Zunächst war unklar, wie die US-Marine die Teil-Blockade durchsetzen will.
Trumps Hormus-Blockade alarmiert Moskau: Kreml warnt vor Folgen für internationale Märkte
Update, 16:06 Uhr: Moskau hat auf Trumps Ankündigung reagiert, die Straße von Hormus durch eine Blockade zu sperren. Kremlsprecher Dmitri Peskow äußerte sich zurückhaltend und verwies auf zahlreiche offene Fragen rund um den US-Plan.
Dennoch zeigte sich Peskow besorgt über die wirtschaftlichen Konsequenzen: „Solche Maßnahmen werden sich wahrscheinlich weiterhin negativ auf die internationalen Märkte auswirken“, sagte er Reuters zufolge. Mit hoher Wahrscheinlichkeit sei damit zu rechnen.
Update, 14:38 Uhr: Das US-Militär hat eine Seeblockade im Golf von Oman und im Arabischen Meer östlich der Straße von Hormus verhängt. Die Maßnahme betrifft laut Reuters sämtliche Schiffe unabhängig ihrer Flagge und tritt um 16:00 Uhr deutscher Zeit in Kraft.
Fahrzeuge, die ohne Genehmigung in das Sperrgebiet ein- oder ausfahren, können abgefangen, umgeleitet und beschlagnahmt werden. Ausgenommen von der Blockade ist die neutrale Durchfahrt durch die Straße von Hormus zu oder von nicht-iranischen Zielen, wie das US-Zentralkommando in einer Mitteilung an Seeleute klarstellte.
Wegen Iran-Krieg: EU-Chefin drängt auf Atom- und Ökostrom – und lässt Übergewinnsteuer offen
Update, 13:33 Uhr: Angesichts der durch den Iran-Krieg stark gestiegenen Energiepreise hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen eine Abkehr von fossilen Brennstoffen hin zu erneuerbaren Energien und Atomkraft gefordert. „Wir zahlen einen sehr hohen Preis für unsere übermäßige Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen“, sagte von der Leyen am Montag in Brüssel. Öl und Gas würden auf absehbare Zeit „die teuerste Option“ für Europa bleiben.
„Wir müssen heimische, bezahlbare und verlässliche Energie ausbauen“, betonte sie. Fabriken, Heizungen und Fahrzeuge müssten künftig elektrisch betrieben werden – mit Strom aus erneuerbaren Energien und Atomkraft. Letztere verschaffe der EU „Unabhängigkeit, Planbarkeit und Energiesicherheit“. Die EU-Kommission will „bis zum Sommer“ eine Strategie zur stärkeren Elektrifizierung vorlegen. Die 27 EU-Mitgliedstaaten sollten kurzfristige Maßnahmen wie den deutschen Tankrabatt untereinander abstimmen, so von der Leyen. Zu einer von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) und mehreren EU-Amtskollegen geforderten Übergewinnsteuer für Mineralölkonzerne äußerte sie sich nicht. Alle Hilfsmaßnahmen müssten jedoch gezielt Bedürftigen zugutekommen, rasch wirken und zeitlich befristet sein.
Seeblockade in der Straße von Hormus: Iran nennt Trumps Maßnahme „Akt der Piraterie“
Update, 10:12 Uhr: Die iranischen Streitkräfte haben die von US-Präsident Donald Trump angekündigte Seeblockade in der Straße von Hormus als „Akt der Piraterie“ verurteilt. Einschränkungen für den Schiffsverkehr in internationalen Gewässern seien eine illegale Maßnahme, sagte ein Sprecher der iranischen Militärführung laut der Nachrichtenagentur Tasnim. „Die Sicherheit der Häfen im Persischen Golf und im Golf von Oman ist entweder für alle oder für niemanden“, fügte er hinzu.
Die Blockade soll an diesem Montag um 10:00 Uhr US-Ostküstenzeit (16:00 Uhr MESZ) in Kraft treten. Ab dann werde der Seeverkehr für Schiffe blockiert, die iranische Häfen anlaufen oder verlassen, teilte das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) mit. Trump hatte die Maßnahme am Sonntag nach dem vorläufigen Scheitern der Friedensgespräche in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad angekündigt. Mit der Blockade will er verhindern, dass der Iran Gebühren von Reedereien für die Durchfahrt durch die Meerenge erhebt, und das Land gleichzeitig von Öleinnahmen abschneiden.
Iran-News: Ölpreis steigt erneut – wegen gescheiterter Friedensverhandlungen
Update, 9:25 Uhr: Der Ölpreis am Weltmarkt ist nach den gescheiterten Friedensverhandlungen und der Ankündigung aus den USA, nun ebenfalls die Straße von Hormus zu blockieren, stark angestiegen. Sowohl die US-Referenzsorte WTI als auch die Nordseesorte Brent notierten am Morgen deutlich über 100 Dollar pro Barrel. Bei beiden Ölsorten betrug der Preisanstieg mehr als acht Prozent.
Update, 8:40 Uhr: Vor Beginn der angekündigten US-Blockade iranischer Häfen meiden viele Öltanker Schifffahrtsdaten zufolge die Straße von Hormus. Ein unter der Flagge Maltas fahrendes Schiff hat laut Reuters an der Meerenge bereits kehrtgemacht. Andere Tanker mit Ziel in arabischen Nachbarstaaten passieren die wichtige Wasserstraße jedoch weiterhin. Die US-Streitkräfte wollen ab 16.00 Uhr (MESZ) den Schiffsverkehr zu und von iranischen Häfen blockieren, nachdem die Friedensgespräche gescheitert waren. Die iranischen Revolutionsgarden drohen im Gegenzug mit einem harten Vorgehen gegen US-Militärschiffe.
Iran-News: Trump erwägt begrenzte Militärschläge
Update, 7:00 Uhr: US-Präsident Donald Trump und seine Berater erwägen einem Zeitungsbericht zufolge die Wiederaufnahme begrenzter Militärschläge im Iran. Diese Maßnahme sei zusätzlich zur US-Blockade der Straße von Hormus im Gespräch, berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf Insider. Damit solle der Stillstand bei den Friedensgesprächen überwunden werden.
Update, 5:25 Uhr: Der Iran gibt den USA die Schuld am Scheitern einer Einigung zur Beendigung des Iran-Krieges. In den intensivsten Gesprächen auf höchster Ebene seit 47 Jahren habe sich der Iran in gutem Glauben engagiert, teilte der iranische Außenminister Abbas Araghtschi laut Reuters mit. Kurz vor dem Abschluss der Gespräche in Islamabad sei man jedoch auf Maximalforderungen, immer neue Bedingungen und eine Blockade gestoßen. Es seien „null Lehren“ gezogen worden, kritisierte der Minister.
Iran-News: Libanon strebt Beendigung des Kriegs zwischen Israel und der Hisbollah an
Update, 22:47 Uhr: Der Libanon strebt nach den Worten von Regierungschef Nawaf Salam die Beendigung des Kriegs zwischen Israel und der Hisbollah sowie einen Abzug der israelischen Truppen an. „Wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, diesen Krieg zu beenden, den Abzug Israels aus all unseren Gebieten sicherzustellen, die Rückkehr aller Gefangenen zu erreichen, unsere zerstörten Dörfer und Städte wieder aufzubauen und die sichere Rückkehr der Vertriebenen zu gewährleisten“, sagte Salam in einer Fensehansprache am Sonntag.
Der Libanon bemühe sich weiterhin, „Verhandlungen zu führen, um den Krieg zu beenden“, betonte er. Salam äußerte sich vor für Dienstag geplanten direkten Gesprächen Israels und des Libanon im US-Außenministerium in Washington. Die libanesische Präsidentschaft teilte am Freitag mit, dabei würde über eine Waffenruhe zwischen der Hisbollah und Israel verhandelt werden. Die israelische Regierung strebt nach eigenen Angaben Gespräche über eine Entwaffnung der vom Iran finanzierten Hisbollah-Miliz und über friedliche Beziehungen zwischen den beiden Nachbarländern an.
Update, 21:00 Uhr: Donald Trump, äußerte die Erwartung, dass die Preise für Öl und Benzin bis zu den US-Zwischenwahlen im November hoch bleiben könnten. Auf die Frage, ob die Kosten für Öl und Benzin bis zum Herbst sinken würden, antwortete Trump am Sonntag im Interview mit dem Sender Fox News: „Es könnte so sein, oder gleich bleiben, oder vielleicht ein bisschen höher, aber es dürfte in etwa gleich bleiben.“ Diese Aussage steht im Kontrast zu seinen wochenlangen Behauptungen, dass der Preisanstieg nur ein vorübergehendes Phänomen sei.
Update, 18:45 Uhr: Seit Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran sind nach Angaben der Behörden mehr als 3300 Menschen ums Leben gekommen. Die iranische Rechtsmedizin-Organisation, die der Justiz des Landes untersteht, berichtete am Sonntag, dass sich unter den Opfern fast 500 Frauen befänden. Eine unabhängige Überprüfung dieser Zahlen war nicht möglich.
„Während des jüngsten Krieges wurden die Leichen von 3.375 Märtyrern von der rechtsmedizinischen Organisation identifiziert, wobei wissenschaftliche und spezialisierte Methoden genutzt wurden“, erklärte der Leiter der Organisation, Abbas Masdchedi, laut der staatlichen Nachrichtenagentur Irna. Es handelte sich um 2875 männliche und 496 weibliche Opfer. Angaben zu Kindern unter den Toten wurden nicht separat aufgeführt.
Erstmeldung: US-Präsident Donald Trump meldete sich erneut auf Truth Social zu Wort und erklärte, der Iran müsse die Straße von Hormus schnell öffnen. Er schrieb: „Der Iran hatte versprochen, die Straße von Hormus freizugeben, hat dies aber wissentlich unterlassen. Dies hat bei vielen Menschen und Ländern auf der ganzen Welt zu Angst, Verunsicherung und Leid geführt.“ Möglicherweise habe der Iran die Meerenge vermint. „Dies bedeutet eine große Schande und einen bleibenden Schaden für den Ruf des Iran und das, was von seinen ‚Führern‘ noch übrig ist, doch all das ist für uns nebensächlich“, schrieb Trump weiter. Trotz der Verhandlungen in Pakistan weigere sich der Iran seine „nuklearen Ambitionen“ aufzugeben.
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