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Iran aktuell: Israel und Libanon stimmen Waffenruhe zu – Merz will deutsche Beteiligung an Hormus-Räumung

News zur Lage im Iran im Ticker: Libanons Armee wirft Israel Verstoß gegen Waffenruhe vor. Trump sieht sich bei Atomforderung fast am Ziel.

Dieser Ticker ist beendet. Neue Informationen finden Sie im neuen Iran-Ticker.

Update, 6:45 Uhr: Frankreich und Großbritannien organisieren heute eine Konferenz für eine mögliche Mission westlicher Partner in der Straße von Hormus. Zu den vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron und dem britischen Premierminister Keir Starmer geleiteten Beratungen werden auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni in Paris erwartet. Andere Teilnehmer sollen zugeschaltet werden. Die kriegführenden Länder USA, Israel und Iran sind nicht eingeladen.

Israel und USA attackieren Mullah-Regime – Bilder aus dem Iran-Krieg

Rauchsäule in teheran
Iran-Krieg - Iran
Angriff auf den Iran - Iran
Angriff auf den Iran - U.S. Navy
Israel und USA attackieren Mullah-Regime – Bilder aus dem Iran-Krieg

Update, 5:50 Uhr: Die libanesische Armee wirft ⁠Israel Verstöße gegen die vereinbarte Waffenruhe vor. Seit Inkrafttreten der Feuerpause habe es zeitweiligen Beschuss auf südlibanesische Dörfer gegeben, teilte das Militär laut Reuters mit. Die Menschen seien aufgerufen worden, ​ihre Rückkehr ⁠in die Ortschaften im Süden des Landes vorerst zu verschieben. Die pro-iranische Hisbollah-Miliz teilte mit, sie habe als Vergeltungsmaßnahme „eine Ansammlung israelischer Soldaten in der Nähe der Stadt Chiam“ im Südlibanon bombardiert.

Iran aktuell: Waffenruhe zwischen Libanon und Israel in Kraft

Update, 17. April, 4:55 Uhr: Zwischen den Nachbarländern Libanon und Israel ist eine zehntägige Waffenruhe offiziell in Kraft getreten. Sie begann um Mitternacht Ortszeit (23.00 Uhr MESZ), nachdem sie wenige Stunden zuvor von US-Präsident Donald Trump zuvor verkündet worden war. Auch ⁠nach Beginn der Feuerpause bleibt das israelische Militär nach ⁠eigenen Angaben im Südlibanon stationiert. ‌

Update, 22:54 Uhr: Teheran begrüßt die von Trump ausgerufene Waffenruhe im Libanon-Konflikt und sieht sich als treibende Kraft hinter dem Durchbruch. Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Ismail Baghai, erklärte im Staatssender Irib, der Iran habe in den Gesprächen mit den USA konsequent auf eine umfassende Waffenruhe gedrungen. Revolutionsgarden-Kommandeur Ismail Ghani wertete das Ergebnis als klaren Sieg: „Die Feuerpause ist allein der standhaften Haltung der libanesischen Widerstandsbewegung der Hisbollah und der politischen Unterstützung Irans zu verdanken“, zitierte ihn die Nachrichtenagentur Fars. Trump hatte die zunächst auf zehn Tage angelegte Feuerpause nach Gesprächen mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun und dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu verkündet.

Iran aktuell: Trump sieht sich bei Atomforderung fast am Ziel

Update, 22:04 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat erklärt, der Iran habe der Übergabe seines angereicherten Urans zugestimmt – ein zentrales Kriterium der USA im aktuellen Krieg um das iranische Atomprogramm. „Sie haben zugestimmt, uns den Atomstaub zurückzugeben“, sagte Trump vor Journalisten in Washington, wie die AFP berichtet. Mit „Atomstaub“ meint der US-Präsident offenbar das angereicherte Uran. Beide Länder stünden laut Trump „sehr kurz“ vor einem Friedensabkommen. Die USA und der Iran befinden sich seit einer Woche in einer zweiwöchigen Feuerpause, während Pakistan als Vermittler über ein dauerhaftes Kriegsende verhandelt. Nach einer gescheiterten ersten Gesprächsrunde drängt Islamabad nun auf einen neuen Anlauf.

Zwischen den USA und dem Iran gibt es weiterhin keine Einigung. Donald Trump spricht davon, dass der Krieg bald vorbei sein könnte.

Lage in Nahost: Hisbollah-Entwaffnung bleibt Bedingung für Waffenruhe-Abkommen

Update, 20:50 Uhr: Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die mit dem Libanon ausgehandelte zehntägige Waffenruhe als Chance für eine dauerhafte Friedenslösung bezeichnet. „Wir haben die Gelegenheit für ein historisches Friedensabkommen mit dem Libanon“, sagte Netanjahu am Donnerstagabend.

Zugleich verwies er darauf, dass eine Entwaffnung der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz im Libanon die Bedingung Israels für jedwedes Abkommen sein werde. Weiter führte er aus, dass sich die israelischen Streitkräfte im Süden des Libanon in einem Grenzstreifen festsetzen würden, der zehn Kilometer tief in das Land reiche. Kurz zuvor hatte US-Präsident Donald Trump die Vereinbarung einer zehntägigen Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon bekannt gegeben. Um „Frieden zwischen ihren Ländern zu erreichen“, hätten der libanesische Präsident Joseph Aoun und Netanjahu dieser Waffenruhe zugestimmt.

Update, 19:25 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz will deutsche Hilfe bei der Räumung von Minen in der Straße von Hormus anbieten. Die Grünen sind zwar nicht dagegen, stellen hierfür aber im Gespräch mit der Frankfurter Rundschau von Ippen.Media bestimmte Bedingungen.

Update, 17:54 Uhr: Israel und der Libanon haben nach Angaben von US-Präsident Donald Trump eine zehntägige Waffenruhe vereinbart. Trump schrieb am Donnerstag auf seiner Onlineplattform Truth Social, er habe mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun und dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu gesprochen. Beide hätten einer Waffenruhe zugestimmt, die um 17.00 Uhr (US-Ostküstenzeit; 23.00 Uhr MESZ) beginnen solle.

Update, 16:38 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will bei den Beratungen über eine Militärmission zur Sicherung der Straße von Hormus nach einem Ende der Kampfhandlungen am Freitag in Paris ein konkretes Angebot für eine deutsche Beteiligung machen. So soll die Bundeswehr Minenjagdboote, ein Begleitschiff und Aufklärungsflugzeuge bereitstellen, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Regierungskreisen erfuhr.

Iran aktuell: Trump-Minister ruft Iran zu Deal auf

Update, 14:56 Uhr: US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat die iranische Führung wenige Tage vor dem Ablauf der Waffenruhe eindringlich zur Einigung aufgefordert. Das iranische Militär sei durch die jüngsten Kämpfe stark geschwächt, während die USA jederzeit bereit seien, die Angriffe wieder aufzunehmen, falls kein Abkommen zustande komme, erklärte er. „Wir fordern die neue Regierung auf: Trefft eine weise Entscheidung.“

Hegseth bekräftigte, die US-Marine werde die Blockade der Straße von Hormus so lange aufrechterhalten wie erforderlich. Komme es zu keiner Einigung über das iranische Nuklearprogramm, drohte er mit Angriffen auf Infrastruktur und Energieversorgung des Landes. „Das Kriegsministerium wird sicherstellen, dass der Iran niemals über Atomwaffen verfügt.“ Die geltende Waffenruhe läuft kommenden Mittwoch aus. Die ersten Verhandlungen in Islamabad waren am vergangenen Wochenende ergebnislos geblieben. Trump hatte zuletzt signalisiert, eine zweite Gesprächsrunde anzustreben.

Iran aktuell: Bemühungen um neue Verhandlungen

Update, 11:31 Uhr: Laut einem hochrangigen iranischen Vertreter machen der Iran und die USA bei den Verhandlungen über ein Kriegsende gewisse Fortschritte. Dennoch bestünden nach mehr als der Hälfte der zweiwöchigen Waffenruhe nach wie vor erhebliche Differenzen – insbesondere über die nuklearen Ambitionen Teherans. Der Besuch des pakistanischen Armeechefs Asim Munir in Teheran habe geholfen, die Meinungsverschiedenheiten in einigen Punkten zu überbrücken, so der Insider. Dadurch wachse die Hoffnung auf eine Verlängerung der Feuerpause sowie auf neue Gesprächsrunden zwischen Teheran und Washington.

Update, 10:35 Uhr: Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu soll heute mit dem libanesischen Staatspräsidenten Joseph Aoun telefonieren. Das sagte Gila Gamliel, Israels Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Technologie, dem israelischen Armeesender. US-Präsident Donald Trump hatte ein solches hochrangiges Gespräch zwischen beiden Ländern angekündigt, doch weder Israel noch der Libanon hatten dies zunächst offiziell bestätigt. Es wäre das erste bekannte direkte Telefonat zwischen Netanjahu und Aoun. Aus dem Büro des libanesischen Präsidenten hieß es, man habe keine Informationen zu einem solchen Gespräch.

Iran aktuell: Teherans Atomprogramm deutlich zurückgeworfen

Update, 9:37 Uhr: Einer der erklärten Gründe Trumps für den Kriegsbeginn gegen den Iran war, das Land dauerhaft vom Besitz von Atomwaffen abzuhalten. Das iranische Nuklearprogramm bildet dementsprechend auch einen zentralen Streitpunkt bei den laufenden Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran unter pakistanischer Vermittlung. Nach Experteneinschätzung haben die US-israelischen Angriffe dem Programm zwar erheblich geschadet – es aber nicht vollständig ausgeschaltet. „Der Iran ist nicht mehr die Schwellenmacht, die er einst war“, sagt ein israelischer Diplomat, der anonym bleiben möchte. Ein nuklearer Schwellenstaat verfügt über das Fachwissen, die Ressourcen und die Einrichtungen, um in kurzer Zeit eine Atomwaffe entwickeln zu können.

Update, 9:11 Uhr: China macht Druck auf eine Normalisierung der Schifffahrt in der Straße von Hormus. Wie aus einer chinesischen Mitteilung hervorgeht, betonte Außenminister Wang Yi in einem Telefonat mit seinem iranischen Amtskollegen Abbas Araghtschi, die „Souveränität, Sicherheit und legitime Rechte und Interessen“ des Irans als Küstenstaat müssten respektiert werden. Zugleich sei die „Freiheit und Sicherheit der internationalen Schifffahrt“ zu garantieren. Die Wiederherstellung der normalen Passage durch die Meerenge sei „der einhellige Ruf der internationalen Gemeinschaft“.

Iran aktuell: Trump verkündet Plan für Israel-Libanon-Lage

Update, 16. April, 6:18 Uhr: Donald Trump hat Gespräche zwischen Israel und dem Libanon für den heutigen Donnerstag angekündigt. Laut dem US-Präsidenten sei es das erste Mal seit rund 34 Jahren, dass die Staats- und Regierungschefs beider Länder miteinander sprächen. Man versuche, „Israel und dem Libanon eine kleine Atempause zu verschaffen“, sagte Trump laut Reuters. „Das wird morgen geschehen“, so der Präsident mit Blick auf die für heute geplanten Direktgespräche zwischen den beiden Ländern.

Update, 20:55 Uhr: In der Straße von Hormus hat das US-Militär nach eigenen Angaben in den ersten beiden Tagen seiner Seeblockade neun Schiffe zum Umkehren gezwungen. „Kein Schiff ist an den US-Kräften vorbeigekommen“, erklärte das zuständige Militärkommando Centcom auf X. Schifffahrts-Trackingdaten legen allerdings ein anderes Bild nahe. Laut dem Analyseunternehmen Kpler passierten seit Beginn der Blockade am Montag (13. April) mindestens sieben mit Iran in Verbindung stehende Schiffe die Meerenge, darunter allein am Dienstag (14. April) drei aus iranischen Häfen ausgelaufene Schiffe.

Update, 11:29 Uhr: Donald Trump hat im Streit mit Papst Leo XIV. über den Iran-Krieg nachgelegt. Auf seiner Plattform Truth Social warf der US-Präsident dem Iran vor, in den vergangenen zwei Monaten Zivilisten getötet zu haben – und richtete dabei eine direkte Botschaft an das Kirchenoberhaupt. „Könnte bitte jemand Papst Leo sagen, dass der Iran in den letzten zwei Monaten mindestens 42.000 unschuldige, völlig unbewaffnete Demonstranten getötet hat, und es absolut inakzeptabel ist, dass der Iran über eine Atombombe verfügt?“, schrieb Trump laut Reuters.

Der Pontifex, der aus den USA stammt, hatte sich zuletzt klar gegen den seit Ende Februar andauernden Iran-Krieg ausgesprochen. Trump hatte mit seinen Äußerungen auch Italien-Premier Giorgia Meloni gegen sich aufgebracht und ihr inzwischen die „Freundschaft“ gekündigt.

Update, 7:45 Uhr: Donald Trump denkt nach ‌eigenen Worten nicht über eine Verlängerung der noch eine Woche laufenden Waffenruhe ⁠mit dem Iran nach. Es könne so oder so ausgehen, sagte der US-Präsident dem Sender ABC News. Ein Abkommen sei jedoch vorzuziehen, da das Land dann den Wiederaufbau angehen könne. Die USA und der Iran hatten vor einer Woche ​eine zweiwöchige Waffenruhe ⁠vereinbart, um eine diplomatische Lösung des Konflikts zu erreichen.

Update, 14. April, 18:40 Uhr: Mindestens zwei Schiffe aus iranischen Häfen haben nach Angaben des Schifffahrts-Analyseunternehmens Kpler die Straße von Hormus nach Inkrafttreten der US-Teilblockade durchquert. Der unter liberianischer Flagge fahrende Frachter „Christianna“ passierte die Meerenge am Montag, nachdem er Mais in einem iranischen Hafen gelöscht hatte. Ein zweites Schiff, der unter der Flagge der Komoren fahrende Methanol-Tanker „Elpis“, durchquerte die Meerenge ebenfalls.

Erstmeldung: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und der britische Premierminister Keir Starmer haben für Freitag zu einer Videokonferenz eingeladen, um einen internationalen Einsatz zur Absicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus zu planen. Teilnehmen sollten Staaten, „die sich an unserer Seite an einer multilateralen und rein defensiven Mission beteiligen wollen“, erklärte das französische Präsidialamt am Dienstag. Ziel sei es, die freie Schifffahrt durch die Meerenge wiederherzustellen, „sobald die Sicherheitsbedingungen dies erlauben“. Macron wirbt bereits seit Anfang März für einen internationalen Einsatz an der Straße von Hormus nach dem Ende der Kampfhandlungen in der Region.

Rubriklistenbild: © IMAGO

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