Menschenketten um Infrastruktur

Wegen Trumps Ultimatum: Mullah-Regime fordert junge Menschen als menschliche Schutzschilde auf

Das Regime im Iran hat junge Menschen dazu aufgefordert, die Kraftwerke ihres Landes mit Menschenketten zu schützen. In der Nacht zu Mittwoch läuft Trumps Ultimatum aus.

Das iranische Mullah-Regime hat „alle jungen Menschen, Sportler, Künstler, Studenten und Universitätsstudenten sowie ihre Professoren“ dazu aufgefordert, sich schützend vor die Kraftwerke des Landes zu stellen. Dieser Aufruf wurde über das iranische Staatsfernsehen verbreitet. Hintergrund sind die jüngsten Drohungen Donald Trumps, die Kraftwerke im Iran würden „brennen, explodieren und nie wieder genutzt werden können“. In der Nacht zum Mittwoch (8. April) läuft Trumps Ultimatum an den Iran aus.

Die USA haben angekündigt, Irans Energieinfrastruktur anzugreifen

Bis 2 Uhr nachts deutscher Zeit soll das Regime in Teheran die Meerenge von Hormus wieder uneingeschränkt für den Schiffsverkehr freigeben. Sollte das nicht geschehen, hat der US-Präsident Angriffe angekündigt. Er sagte am Montag (6. April) im laut der Zeit im Weißen Haus: „Das ganze Land kann in einer Nacht ausgeschaltet werden, und diese Nacht könnte morgen sein.“ Das iranische Regime nimmt nun scheinbar die junge Bevölkerung in die Pflicht, die Kraftwerke mit ihren Körpern zu schützen.

Iran-Regime will junge Menschen als Schutzschilde gegen Kraftwerk-Angriffe der USA

Der Aufruf wurde laut der Nachrichtenagentur AP vom Staatsfunktionär Alireza Rahimi per Videobotschaft im iranischen Staatsfernsehen verkündet. Rahmi ist laut der Sendung Sekretär des Obersten Rates für Jugend und Jugendliche. „Kraftwerke, die unser nationales Gut und Kapital sind, gehören unabhängig von Geschmack oder politischer Ansicht zur Zukunft des Iran und zur iranischen Jugend“, sagte er in seiner Botschaft. „Wir werden Hand in Hand stehen, um zu sagen: Angriffe auf öffentliche Infrastruktur sind ein Kriegsverbrechen.“ Der Iran hat bereits in der Vergangenheit in Zeiten erhöhter Spannungen Menschenketten gebildet, damals um seine Nuklearanlagen.

Die Botschaft des iranischen Regimes an Jugendliche reiht sich ein in mehrere Berichte von Menschenrechtsorganisationen, die Iran vorwerfen, Kinder und Jugendliche für den Kriegsdienst einzusetzen. Amnesty International berichtete am 2. April, dass die Revolutionsgarden eine Rekrutierungskampagne planten, die ausdrücklich Freiwillige ab 12 Jahren anspricht. Sie sollen sich an Einsätzen zur „Verteidigung der Heimat“ anschließen. Laut der Organisation sei der Einsatz von Kindern an Checkpoints der Revolutionsgarden und auf Patrouillen mit Augenzeugenberichten und Videos belegt. Diese Information lässt sich aktuell nicht prüfen. Ähnliches berichtete jedoch auch Newsweek unter Berufung auf weitere Quellen.

Israel und USA attackieren Mullah-Regime – Bilder aus dem Iran-Krieg

Rauchsäule in teheran
Iran-Krieg - Iran
Angriff auf den Iran - Iran
Angriff auf den Iran - U.S. Navy
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Vorwürfe gegen Trump: Angriffe auf zivile Infrastruktur im Iran ist Kriegsverbrechen

Gegen Donald Trumps Drohungen gegen den Iran gab es international Kritik. Das humanitäre Völkerrecht verpflichtet Konfliktparteien dazu, jederzeit zwischen zivilen und militärischen Zielen zu unterscheiden. Das betrifft dementsprechend auch Versorgungsinfrastruktur wie Kraftwerke, die zivile Einrichtungen wie Krankenhäuser oder Wohngebiete versorgen. UN-Generalsekretär António Guterres warnte, dass die von Trump angekündigten Angriffe nach internationalem Recht verboten seien. Trump zeigte sich bei seiner Ansprache im Weißen Haus gegenüber Reportern deswegen „überhaupt nicht“ besorgt.

Laut Politico prüft das Pentagon derzeit eine Liste iranischer Energieanlagen, die als potenzielle Angriffsziele in Betracht kommen. Diese Anlagen versorgen sowohl Zivilisten als auch das Militär mit Treibstoff und Strom und könnten die USA dementsprechend gegen den Vorwurf des Kriegsverbrechens verteidigen. Bisher hat sich der Iran von Trumps Drohungen unbeeindruckt gezeigt. Ein Sprecher der Khatam-al-Anbiya-Kommandozentrale sagte laut iranischen Staatsmedien, die „rüde, arrogante Rhetorik und haltlosen Drohungen des wahnhaften US-Präsidenten“ würden Irans Angriffe gegen die „amerikanischen und zionistischen Feinde“ nicht stoppen. Trump hat sein Ultimatum an den Iran in den vergangenen Wochen bereits mehrfach verschoben. (Quellen: ZEIT, Politico, AP, Amnesty International) (cdz)

Rubriklistenbild: © IMAGO / YAY Images

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