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MV-Wahl 2026: „Die Frau gegen Blau“ – Schwesig will die AfD zügeln

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Am 20. September 2026 wählen die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern einen neuen Landtag – den neunten des Bundeslandes. Die Wahllokale sind an diesem Sonntag von 8 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Mit der Wahl werden die politischen Weichen für die kommenden fünf Jahre bis 2031 gestellt.
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Die SPD stellt seit 1998 ununterbrochen den Ministerpräsidenten oder die Ministerpräsidentin Mecklenburg-Vorpommerns – eine Dominanz, die in der deutschen Länderpolitik einzigartig ist. Ihre Grundwerte bilden Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität. Bei der Wahl 2026 tritt Amtsinhaberin Manuela Schwesig erneut als Spitzenkandidatin an, die in Umfragen mit 60 Prozent Zustimmung als populärste Politikerin des Landes gilt.
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Ob Gespräche bei herzförmigen Waffeln oder Streuselkuchen: Die amtierende Ministerpräsidentin Manuela Schwesig gibt sich in diesem Wahlkampf stets bürgernah. Ihr Wahlkreis liegt in der Schweriner Innenstadt, wo sie auch wohnt. Geboren wurde die Finanzwirtin im benachbarten Bundesland, im brandenburgischen Frankfurt (Oder).
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Ihre politische Laufbahn führte Schwesig von der Kommunalpolitik über das Amt der Sozialministerin in MV und der Bundesfamilienministerin zurück ins Bundesland und da an die Spitze der Landesregierung. Seit 2017 führt die zweifache Mutter die Regierung – erst mit der CDU, aktuell mit den Linken.
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Schwesig gilt als beharrlich. Ihr Fokus liegt auf der Familien- und Sozialpolitik, der Stärkung der Wirtschaft und der Vertretung ostdeutscher Interessen. Eines ihrer wichtigsten Projekte: die beitragsfreie Kita.
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Nach dem Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt verschärfte die SPD in MV ihren Kurs gegen die Rechten. Schwesig stellte dazu in Schwerin ein neues Plakatmotiv vor: „Die Frau gegen Blau“. Es gelte zu verhindern, dass die AfD stärkste Kraft werde, sagte sie.
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Die AfD wurde 2013 gegründet und sitzt seit 2016 im Landtag Mecklenburg-Vorpommern. Bei der Asylpolitik sollen laut dem Parteiprogramm die Zahl der sicheren Herkunftsstaaten erweitert und abgelehnte Asylbewerber schneller abgeschoben werden. Ihre Erfolge bei Wahlen machen vielen Menschen Angst.
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Er will der nächste Ministerpräsident werden und eine Alleinregierung der AfD: Leif-Erik Holm. Der gebürtige Schweriner und Landeschef gibt auf Wahlkampfveranstaltungen gerne Autogramme für seine Fans. Im Schweriner Wahlkreis fordert er Schwesig direkt heraus. Über die Landesliste abgesichert ist der studierte Volkswirt und vierfache Vater nicht.
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Holm ist gelernter Elektromonteur und war jahrelang Radiomoderator, unter anderem beim NDR. Den Rundfunkstaatsvertrag will er im Falle einer Regierungsverantwortung der Rechtsaußenpartei sofort kündigen. Holm ist wirtschaftspolitischer Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion.
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Spitzenkandidat für die AfD auf der Landesliste ist dagegen Enrico Schult, der sich auch die wichtigen Posten des Co-Landes- und des Fraktionsvorsitzes im Landtag erkämpft hat. Der Vermessungstechniker und zweifache Vater wurde in Demmin geboren und sitzt seit 2021 im Landtag, wo er sich als Bildungs- und Finanzpolitiker einen Namen machte. Die „Migrationskrise“ ist für ihn „die Mutter aller Krisen“.
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VonChristian Störschließen
Am 20. September wird in Mecklenburg-Vorpommern ein neuer Landtag gewählt. Die Regierungsbildung dürfte schwierig werden. Bilder aus dem Wahlkampf.
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