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Ukraine-Krieg aktuell: Merz will nicht mit Putin sprechen – „Sind hier kein Vermittler“

Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg im Ticker. Russlands Verluste steigen, Putin verliert weiter Soldaten. Kiew hat erneut Russlands Wirtschaft attackiert.

Dieser News-Ticker ist beendet. Die weiteren Entwicklungen in unserem neuen News-Ticker zum Ukraine-Krieg.

Update, 29. Januar, 6:34 Uhr: Bei russischen Drohnenangriffen in der Region Saporischschja sind drei Menschen getötet worden. Zwei Frauen und ein Mann hätten bei den Angriffen auf Wohnhäuser in der Stadt Wilnjansk in der Nacht hr Leben verloren, ein weiterer Mann sei verwundet worden, erklärte Regionalgouverneur Iwan Fedorow auf Telegram. Die Angriffe hätten Häuser zerstört und Brände ausgelöst.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Update, 22:50 Uhr: Frankreich hat der Ukraine weitere Militärhilfe zugesagt. Präsident Wolodymyr Selenskyj kündigte nach Gesprächen mit Emmanuel Macron neue Lieferungen von Kampfflugzeugen, Luftabwehrraketen und Fliegerbomben für dieses Jahr an. Das schrieb der ukrainische Präsident auf Telegram. Zusätzlich soll die Ukraine Stromgeneratoren aus Frankreich erhalten, um das Energiesystem zu stabilisieren. Die beiden Staatschefs erörterten laut Selenskyj auch die diplomatische Koordinierung und Maßnahmen gegen die russische Schattenflotte.

Update, 22:31 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz sieht aktuell keine Chance auf einen EU-Beitritt der Ukraine. „Ein Beitritt zum 1. Januar 2027 ist ausgeschlossen. Es geht nicht“, sagte der CDU-Chef nach Beratungen der Spitzen von SPD und Union im Kanzleramt in Berlin. Dennoch sei es wichtig, dass die Ukraine eine Perspektive habe, die den Weg zum EU-Beitritt ebne. Merz fügte hinzu: „Wir können auf dem Weg dorthin die Ukraine langsam heranführen an die Europäische Union. Das ist immer möglich, aber ein so schneller Beitritt geht einfach nicht.“

Schwierige Lage in Kiew: Selenskyj sieht Mitschuld bei der Stadtverwaltung

Update, 22:04 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj lastet die schwierige Lage in Kiew auch der Stadtverwaltung an. Die ukrainische Hauptstadt leidet nach schweren russischen Luftangriffen weiterhin an mangelnder Strom- und Wärmerversorgung. „Die Ausrüstung hätte schon vor dem Winter besorgt und gekauft werden müssen, und die Stadtverwaltung von Kiew sollte jetzt um ein Vielfaches schneller agieren, um den Menschen wenigstens im Februar das Leben zu erleichtern“, forderte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache.

Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz.
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben.
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bardley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechende Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren.
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil.
Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Der Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, gilt als politischer Konkurrent Selenskyjs. Russische Angriffe mit Drohnen, Raketen und Marschflugkörpern zu Jahresbeginn haben die Energieversorgung Kiews hart getroffen. Die Heizung ist bei starken Frosttemperaturen in tausenden Wohnblocks ausgefallen, auch Strom gibt es nur stundenweise.

Merz erteilt Gesprächen mit Wladimir Putin Absage

Update, 20:50 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat Forderungen nach direkten Gesprächen mit Russlands Präsident Wladimir Putin zum Ukraine-Krieg eine Absage erteilt. „Die Gespräche sind vor allen Dingen zwischen der Ukraine und Russland notwendig“, sagte er am Mittwochabend nach Beratungen im Koalitionsausschuss. Das seien die beiden Kriegsparteien. „Wir sind hier kein Vermittler.“

„Wir begleiten diese Gespräche mit großer Unterstützung und der großen Hoffnung, dass es möglichst bald dann auch zu einem Abschluss kommt“, fuhr der Kanzler fort. Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) ergänzte, derzeit würden die Verhandlungen in der Tat vor allem zwischen der Ukraine und Russland geführt. „Ob und wann der Zeitpunkt kommt, wo europäische Staats- und Regierungschefs mit Putin wieder direkt reden, das wird man dann zu entscheiden haben“, sagte Klingbeil. „Aber gerade sehe ich den Zeitpunkt nicht.“

Update, 17:20 Uhr: Außenminister Johann Wadephul sieht in einer EU-Perspektive für die Ukraine einen wesentlichen Beitrag zur Absicherung einer künftigen Friedenslösung für das von Russland angegriffene Land. „Eine dauerhafte Friedensarchitektur in Europa setzt voraus, dass die Ukraine eine faire Chance hat, zur Europäischen Union beizutreten“, sagte der CDU-Politiker in der Regierungsbefragung im Bundestag. Zu einem Zeitpunkt für einen solchen Beitritt äußerte sich Wadephul nicht. 

Ukraine-Krieg aktuell: Offenbar schwere Verluste für Putins Armee

Update, 14:10 Uhr: Die russische Armee hat nach Berechnungen von US-Experten in den fast vier Jahren Angriffskrieg gegen die Ukraine 1,2 Millionen Soldaten durch Verwundung oder Tod verloren. Ein Bericht der Denkfabrik CSIS in Washington geht dabei von 325.000 getöteten russischen Soldaten seit Februar 2022 aus. Für die Ukraine wurden die Verluste auf 500.000 bis 600.000 Soldaten beziffert, darunter 100.000 bis 140.000 Tote. 

Das Center for Strategic and International Studies stützt sich bei den Zahlen nach eigenen Angaben auf Militärs, Geheimdienste und Regierungen verschiedener Länder. Sollten die Kämpfe so intensiv weitergehen, werde der zusammengerechnete Verlust beider Seiten absehbar im April zwei Millionen Soldaten übersteigen, heißt es. „In keinem Krieg seit dem Zweiten Weltkrieg hat eine Großmacht so hohe Verlust- und Todeszahlen erlitten“, schreiben die Autoren über die russische Seite.

Update, 13:01 Uhr: Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen hat vor den Folgen eines russischen Sieges in der Ukraine gewarnt und europäische Geschlossenheit gefordert. „Wenn wir zulassen, dass Russland in der Ukraine gewinnt, werden sie weitermachen“, sagte Frederiksen laut Reuters.

Die dänische Regierungschefin betonte die Notwendigkeit des transatlantischen Zusammenhalts, da Russland keinen Frieden wolle. Zugleich verwies sie auf die bereits gezeigte europäische Einigkeit bei der Abwehr von US-Präsident Donald Trumps Zolldrohungen, während die Weltordnung sich für immer verändert habe.

Update, 11.34 Uhr: Das ukrainische Militär hat in der Nacht einen Schlag gegen Putins Ölwirtschaft geführt und das Öllager Chocholska in der russischen Oblast Woronesch angegriffen. Dabei entzündeten sich Ölprodukte, wie das Militär auf Telegram mitteilte.

Dichter Rauch sei zu beobachten, die Folgen des Angriffs würden derzeit geprüft, hieß es laut Reuters in der Erklärung des ukrainischen Militärs. Der Angriff trifft erneut die russische Energieinfrastruktur.

Ukraine-Krieg aktuell: Landesweite Strom-Notabschaltungen nach russischen Angriffen

Update, 10:35 Uhr: In mehreren Regionen der Ukraine gibt es wegen der russischen Angriffe Notabschaltungen der Stromversorgung, teilte der staatliche Versorger Ukrenergo mit. In Kiew waren nach Angaben von Energieminister Denys Schmyhal immer noch 710.000 Verbrauchsstellen ohne Strom. Dringendste Aufgabe sei dort, wieder zu einem verlässlichen Wechsel von Versorgung und Abschaltungen zu kommen.

US-Denkfabrik geht aktuell von mindestens 400.000 getöteten Soldaten im Ukraine-Krieg aus

Update, 28. Januar, 9:35 Uhr: US-Verteidigungsexperten gehen von mindestens 400.000 getöteten Soldaten im Ukraine-Krieg aus. Mit mindestens 325.000 toten Soldaten habe die russische Seite die deutlich höheren Verluste, heißt es in einem am Dienstag veröffentlichten Bericht der US-Denkfabrik Center for Strategic and International Studies (CSIS). Auf ukrainischer Seite wurden demnach bis zum Ende des vergangenen Jahres mindestens 100.000 Soldaten getötet.

Hinzu kämen Hunderttausende Verletzte und Vermisste: Auf russischer Seite sind es den CSIS-Schätzungen zufolge mindestens 900.000 Menschen. Mindestens 400.000 Menschen wurden demnach auf ukrainischer Seite verletzt oder werden vermisst. Bis zum Frühling würden vermutlich Zehntausende weitere Soldaten auf beiden Seiten getötet und verletzt.

Ukraine-Krieg aktuell: Tote bei russischen Angriffen in der Region Kiew

Erstmeldung: Bei russischen Angriffen in der Region Kiew sind zwei Menschen getötet worden. Ein Mann und eine Frau seien bei den Angriffen südöstlich der ukrainischen Hauptstadt getötet worden. Das erklärte der Leiter der Militärverwaltung der Region Kiew, Mykola Kalaschnyk, heute (28. Janaur) Morgen auf Telegram. Vier weitere Menschen seien medizinisch versorgt worden.

Ukraine-Krieg aktuell: Putins Armee greift Zug an

Gestern hatten russische Angriffe auf die Ukraine nach Angaben aus Kiew mindestens zwölf Menschen getötet. Fünf Menschen verloren bei einem Drohnenangriff auf einen Zug in Charkiw ihr Leben.

Die Attacken würden die derzeit laufende Diplomatie „untergraben“, erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf Telegram. Bei dem Drohnenangriff auf den Zug seien vier Menschen getötet worden. Er ‌warf Russland deshalb „Terrorismus“ vor, wie Reuters berichtet. „In jedem Land würde ein Drohnenangriff auf einen zivilen Zug genauso bewertet werden – als reiner Terrorismus“, schrieb er auf Telegram.

Ukraine-Krieg: Russische Soldaten in der Region Pokrowsk.

Die am Wochenende gestarteten trilateralen Gesprächen zwischen Russland, der Ukraine und den USA sollen nach Angaben Washingtons und Kiews am Sonntag (1. Februar) in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate fortgesetzt werden.

Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj will mit Putin auch über besetztes AKW reden

Selenskyj ist laut seinem Außenminister bereit, mit Blick auf ein Ende des russischen Angriffskriegs direkt mit Kremlchef Wladimir Putin über heikle Fragen zu verhandeln. Im Ringen um eine Friedenslösung seien die sensibelsten Fragen noch nicht geklärt, sagte Chefdiplomat Andrij Sybiha in einem Interview mit dem ukrainischen Portal Jewropejska Prawda.

Dabei gehe es um Gebietsfragen und das von Russland besetzte Atomkraftwerk in Saporischschja. Um diese Fragen zu klären, sei Selenskyj bereit, sich mit Putin zu treffen, sagte Sybiha.

Derweil sind Russlands Verluste im Ukraine-Krieg weiter gestiegen. Laut Informationen des Generalstabs der Streitkräfte der Ukraine auf Facebook hat Putins Armee im Verlauf der vergangenen 24 Stunden 690 Soldaten verloren. Sehr häufig sind es mehr als 1000 Soldaten täglich. Bereits am Vortag waren es weniger als 1000 Soldaten gewesen.

Die gesamten Verluste seit Beginn der Kämpfe am 24. Februar 2022 betragen demnach etwa 1236.570 Kämpfer. (Redaktion mit Nachrichtenagenturen)

Rubriklistenbild: © Montage: Michael Kappeler/dpa Imago

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