Pro-russische Gruppe
Terrorverdacht: Deutscher und Russe in Brandenburg festgenommen – Spionage-Verdacht in Berlin
In Brandenburg werden zwei Männer verhaftet. Ihnen wird vorgeworfen, eine ausländische terroristische Vereinigung unterstützt zu haben.
Update, 12:55 Uhr: In Berlin ist eine Frau mit deutscher und ukrainischer Staatsangehörigkeit festgenommen worden, die für einen russischen Geheimdienst gearbeitet haben soll. Ihrem Kontaktmann habe Ilona W. unter anderem Informationen mit Bezug zum Ukraine-Krieg verschafft, teilte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe am Mittwoch mit. Sie soll sich auch an frühere Mitarbeiter aus dem Geschäftsbereich des Bundesverteidigungsministeriums gewandt haben, die sie persönlich kannte.
W. wird vorgeworfen, für einen Geheimdienst einer fremden Macht tätig gewesen zu sein. Sie soll Hintergrundinformationen über Teilnehmer hochkarätiger politischer Veranstaltungen zusammengestellt und sich über Standorte der Rüstungsindustrie, Drohnentests und geplante Lieferungen von Drohnen an die Ukraine informiert haben. Sie sollte dem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs vorgeführt werden, der über die Untersuchungshaft entscheidet.
Erstmeldung: Karlsruhe – Die Bundesanwaltschaft hat in Brandenburg zwei mutmaßliche Unterstützer der pro-russischen „Volksrepubliken Donezk und Luhansk“ festnehmen lassen. Sie wirft den Männern die Unterstützung ausländischer terroristischer Vereinigungen vor, wie die Behörde in Karlsruhe mitteilte. Die AFP berichtet, dass es sich um einen Deutschen und einen Russen handelt.
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Beamte des Bundeskriminalamts nahmen Suren A. und Falko H. demnach am Mittwoch (21. Januar) in den Landkreisen Dahme-Spreewald und Märkisch-Oderland fest. Sie sollen am Donnerstag (22. Januar) vor den Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof kommen, der über die Haftbefehle und eine Untersuchungshaft entscheiden wird.
Suren A. und Falko H. sollen in herausgehobener Stellung in einem Verein gearbeitet haben, der unter anderem den Transport von Drohnen in die Donbass-Region organisierte, wie die Bundesanwaltschaft mitteilte. Auch seien Medizinprodukte geliefert und Finanzmittel weitergeleitet worden.
Ukraine-Krieg: Russland annektierte Donezk und Luhansk bereits 2022
Im Frühjahr 2014 übernahmen von Russland gesteuerte Kräfte die Macht in den ostukrainischen Großstädten Donezk und Luhansk und betrieben die Abspaltung dieser Region von Kiew. Die ukrainische Armee versuchte, den verdeckten russischen Angriff erfolglos militärisch abzuwehren. Intern gingen die sogenannten Volksrepubliken Donezk und Luhansk mit Brutalität gegen alle Gegner vor. Im September 2022, nach dem Ausbruch des großangelegten Ukraine-Kriegs, annektierte Moskau die Gebiete.
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Die Bundesanwaltschaft stuft die prorussischen „Volksrepubliken“ als ausländische terroristische Vereinigungen ein. Im vergangenen Mai hatte die oberste Strafverfolgungsbehörde Deutschlands bereits in Berlin und Brandenburg im Zusammenhang mit den Ermittlungen Objekte durchsuchen lassen. Damals wurde nach Angaben der Behörde aber niemand festgenommen. (Quellen: AFP, dpa) (red)