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Ukraine-Krieg: Merz kritisiert russische Angriffe scharf – Selenskyj bringt Drohnenabkommen ins Spiel

Aktuelle Lage im Ukraine-Krieg: Das Oberste Anti-Korruptions-Gericht der Ukraine ordnet Haft für Andrij Jermak an. Russland startet neue Angriffe. Der News-Ticker.

Dieser News-Ticker ist beendet. Die weiteren Entwicklungen in unserem neuen News-Ticker zum Ukraine-Krieg.

Update, 15. Mai, 5:50 Uhr: Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko hat ​den heutigen Freitag zu einem Trauertag erklärt. Bei einem russischen ⁠Angriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew waren am Donnerstag nach Angaben der ⁠Rettungskräfte mindestens 21 Menschen getötet ‌worden, darunter drei Kinder. Der staatliche Rettungsdienst teilte mit, Retter suchten in ⁠einem zerstörten neunstöckigen Wohnhaus weiter nach Vermissten.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Ukraine-Krieg aktuell: Kanzleramtschef Frei bei Selenskyj in Kiew

Update, 22:22 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU) und den Präsidenten des Bundesnachrichtendiensts (BND), Martin Jäger, in Kiew empfangen. „Wir haben darüber gesprochen, wie wir unsere Vereinbarungen mit Deutschland zur Luftverteidigung beschleunigen können, um die Ukrainer vor solch einem Terror zu schützen“, erklärte Selenskyj im Onlinedienst X am Donnerstag mit Blick auf den jüngsten massiven Angriff Russlands.

Der ukrainische Staatschef betonte, es habe „wichtige Signale der Unterstützung“ gegeben. „Deutschland hat wiederholt dazu beigetragen, unsere Luftverteidigung zu stärken, und wir hoffen auch jetzt auf eine solche Führungsrolle“, schrieb Selenskyj weiter. Zudem sei über ein Drohnenabkommen gesprochen worden, das die Ukraine Deutschland vorgeschlagen habe. Die Ukraine wäre in dem Zusammenhang bereit, „diejenigen zu unterstützen, die uns unterstützt haben“.

Merz verurteilt russische Angriffe auf Kiew scharf: „Eskalation statt Verhandlung“

Update, 20:36 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die jüngsten russischen Angriffe auf die Ukraine scharf kritisiert. „Die schwersten russischen Angriffe auf die Ukraine seit Langem zeigen: Moskau setzt auf Eskalation statt Verhandlung“, schrieb Merz am Donnerstagabend im Onlinedienst X. Kiew und seine Partner stünden „bereit für Verhandlungen über einen gerechten Frieden. Russland aber führt weiter Krieg.“

Militärparade am Tag des Sieges: Putins Verluste werden in Moskau deutlich

Am 9. Mai feiert Russland den Sieg der Sowjetunion über Nazi-Deutschland.
Russische Soldaten stehen in einer Formation vor der Militärparade zum Tag des Sieges in Moskau.
Nordkoreanische Soldaten stehen in einer Formation vor der Militärparade zum Tag des Sieges in Moskau.
Nordkoreanische Soldaten warten auf den Beginn der Militärparade zum Tag des Sieges in Moskau.
Militärparade am Tag des Sieges: Putins Verluste werden in Moskau deutlich

Der russische Präsident Wladimir Putin hatte kürzlich Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) als seinen bevorzugten Vermittler von europäischer Seite im Ukraine-Konflikt genannt. Der 82-jährige frühere SPD-Chef gilt als persönlicher Freund Putins und war auch nach dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine für russische Energiefirmen tätig.

Ukraine-Krieg: Litauen und Finnland wollen Luftverteidigung stärken

Update, 19:38 Uhr: Die Staatspräsidenten von Litauen und Finnland, Gitanas Nausėda und Alexander Stubb, dringen nach den jüngsten Drohnenvorfällen auf eine Stärkung der Luftverteidigung an der NATO-Ostflanke. „Wir müssen – und zwar sehr schnell – sowohl unsere Aufklärungskapazitäten als auch unsere Abschussfähigkeiten verbessern, damit solche Vorfälle umgehend verhindert werden und unsere Bevölkerung nicht gefährdet wird“, sagte Nauseda nach einem Treffen mit Stubb in Vilnius.

Auch der finnische Staatschef betonte: „Wir müssen wachsamer werden und unsere Luftverteidigung modernisieren.“ Dazu bedürfe es insbesondere einer engeren Zusammenarbeit mit der Ukraine, deren Erfahrungen es zu nutzen gelte, sagte Stubb litauischen Medienberichten zufolge. Daran arbeiteten alle Verbündeten an der Ost- und Nordostflanke.

Neue Angriffswelle Russlands im Ukraine-Krieg – acht Tote

Update, 16:50 Uhr: Russland hat in der Nacht auf Donnerstag Kiew mit Dutzenden Raketen und Hunderten Drohnen angegriffen und dabei mindestens acht Menschen getötet, darunter ein 13-jähriges Kind. Weitere 44 Personen wurden verletzt. Das berichtet der Kyiv Independent.

Ein Wohngebäude im Osten der ukrainischen Hauptstadt wurde durch den Angriff im Ukraine-Krieg teilweise zerstört. Aus den Trümmern konnten Rettungskräfte bereits elf Menschen befreien, 17 weitere gelten laut dem Staatlichen Katastrophenschutzdienst noch als vermisst. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, er habe das Militär angewiesen, mögliche Formate für eine Antwort vorzubereiten.

Update, 15:14 Uhr: Nach dem Vorschlag von Kreml-Chef Wladimir Putin, Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) als Vermittler im Ukraine-Konflikt einzusetzen, hat sich Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) Einmischungen von außen in der Frage verbeten. „Wir Europäer entscheiden selbst, wer für uns spricht. Niemand anders“, sagte Merz am Donnerstag in seiner Rede bei der Verleihung des Internationalen Karlspreises in Aachen. Er zweifelte dabei daran, dass es auf russischer Seite tatsächlich Verhandlungsbereitschaft gebe.

„Wir wollen helfen, diesen schrecklichen Krieg so schnell wie möglich zu beenden“, betonte Merz. Dies erfordere aber „Gesprächsbereitschaft auf beiden Seiten“. Und da sprächen die „Angriffe der letzten Nacht (…) eine andere Sprache“. Putin hatte hinsichtlich der Bemühungen um eine Beendigung des Ukraine-Kriegs am Samstag Schröder als seinen bevorzugten Vermittler von europäischer Seite genannt. Der 82-jährige frühere SPD-Chef gilt als persönlicher Freund Putins und war auch nach dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine für russische Energiefirmen tätig.

Russland greift im Ukraine-Krieg UN-Fahrzeug an

Update, 13:28 Uhr: Russland hat im Ukraine-Krieg laut ukrainischen Angaben ein Fahrzeug des UN-Nothilfebüros OCHA in Cherson zweimal mit Drohnen attackiert. An Bord befanden sich der Büroleiter sowie acht weitere Mitarbeiter der Vereinten Nationen.

Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte auf X, den Russen müsse bewusst gewesen sein, welches Fahrzeug sie ins Visier genommen hätten. Das gesamte UN-Personal blieb unverletzt und wurde laut Reuters in Sicherheit gebracht. Eine Stellungnahme aus Moskau liegt bislang nicht vor.

Update vom 14. Mai, 11:40 Uhr: Russland hat Kiew mit mehr als 800 Geschossen attackiert – einem der schwersten Drohnenangriffe seit Kriegsbeginn. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha erklärte laut Reuters, der Angriff während des Besuchs von US-Präsident Donald Trump in China belege, dass Moskau den Krieg trotz aller Friedensbemühungen fortsetzen wolle.

„Man sollte sich keiner Illusionen hingeben und nichts dem Zufall überlassen: Nur Druck auf Moskau kann ihn zum Aufhören zwingen“, schrieb Sybiha auf X mit Blick auf Kremlchef Wladimir Putin. Er zeigte sich zugleich überzeugt, dass Washington und Peking genug Einfluss besäßen, um Putin zur Beendigung des Krieges zu bewegen.

Update vom 14. Mai, 10:45 Uhr: Bei einem massiven russischen Drohnen- und Raketenangriff auf Kiew sind drei Menschen ums Leben gekommen, 40 weitere wurden verletzt. Rettungskräfte bargen das dritte Todesopfer aus den Trümmern eines eingestürzten Mehrfamilienhauses im Stadtteil Darnyzja.

„40 Opfer in der Hauptstadt infolge eines massiven feindlichen Angriffs. Darunter befinden sich zwei Kinder. 31 Opfer wurden ins Krankenhaus eingeliefert, darunter ein Kind“, sagte Bürgermeister Vitali Klitschko laut der Ukrajinska Prawda. Auf dem linken Flussufer der Hauptstadt kam es zudem zu Unterbrechungen in der Wasserversorgung.

Update vom 14. Mai, 9:19 Uhr: Das Oberste Anti-Korruptions-Gericht der Ukraine hat Untersuchungshaft gegen Andrij Jermak angeordnet, den früheren Leiter des Präsidialamtes. Zunächst für 60 Tage soll der einst einflussreichste Mann im Umfeld von Präsident Wolodymyr Selenskyj hinter Gittern bleiben. Eine Freilassung gegen Kaution sei jedoch möglich, erklärte der zuständige Richter am Morgen.

Jermak galt als wichtiger Berater Selenskyjs

Jermak war über Jahre hinweg die rechte Hand des ukrainischen Präsidenten und wurde von politischen Beobachterinnen und Beobachtern in Kiew als Strippenzieher bezeichnet. Seine Macht reichte weit über das Präsidialamt hinaus. Im Zuge eines Korruptionsskandals im Energiesektor geriet er jedoch ins Visier der Ermittler und trat schließlich zurück. Nach seinem Rücktritt hatte Jermak angekündigt, an die Front gehen zu wollen.

Ukraine-Krieg: Zahl der Verletzten in Kiew nach Angriff steigt auf 32

Update vom 14. Mai, 9:08 Uhr: Nach dem russischen Raketen- und Drohnenangriff auf Kiew ist die Zahl der Verletzten auf 32 gestiegen – ein Todesopfer wurde bestätigt. Rettungskräfte bargen im eingestürzten Gebäudeteil im Bezirk Darnyzja 27 Menschen, weitere könnten noch unter den Trümmern liegen.

Der Sprecher des staatlichen Katastrophenschutzes Kiew, Pawlo Petrow, erklärte laut der Ukrajinska Prawda: „Stand 7:30 Uhr wurden 31 Menschen verletzt – darunter ein Kind – und eine Person kam ums Leben.“ Die Einsatzkräfte sind derzeit in den Bezirken Obolonsky, Darnyzja und Holosijiw im Einsatz, wie Petrow abschließend mitteilte.

Ukraine-Krieg: Russland greift in Odessa an

Update vom 14. Mai, 8:04 Uhr: Die russischen Streitkräfte haben der ukrainischen Regierung ⁠zufolge zivile Infrastruktur in der Region Odessa im Süden des Landes angegriffen. Ziel seien unter anderem Häfen und Eisenbahnanlagen gewesen, teilte der stellvertretende Ministerpräsident Olexij Kuleba laut Reuters mit.

Ukraine-Krieg: Russland startet Angriffswelle auf die Ukraine – mehr als 800 Drohnen

Update vom 14. Mai, 6:33 Uhr: Russland hat die Ukraine mit einem der längsten Luftangriffe seit Kriegsbeginn überzogen – Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von mehr als 800 Drohnen sowie mehreren Raketen und bezeichnete die Attacken als „Terror“. Mindestens sechs Menschen kamen ums Leben, Dutzende wurden verletzt.

In der Hauptstadt Kiew stürzte laut Bürgermeister Vitali Klitschko ein Wohnhaus ein, Verschüttete wurden befürchtet. Selenskyj stellte einen möglichen Zusammenhang mit dem zeitgleichen Besuch von US-Präsident Donald Trump in China her: „Es ist sicherlich kein Zufall, dass einer der längsten massiven russischen Angriffe gegen die Ukraine gerade zu dem Zeitpunkt stattfand, als der Präsident der Vereinigten Staaten zu einem Besuch in China eintraf – einem Besuch, von dem sich viele viel versprechen“, sagte er laut dpa.

Er hatte zuvor die Hoffnung geäußert, dass Trump auf China einwirken möge, damit die Volksrepublik ihre Unterstützung für den russischen Angriffskrieg beendet.

Erstmeldung: Die Slowakei hat am Mittwoch kurzzeitig ihre Grenze zur Ukraine geschlossen. Die Grenzpolizei teilte in Onlinediensten mit, die Grenzübergänge seien für etwa zwei Stunden geschlossen und dann wieder geöffnet worden. Die slowakische Zollbehörde hatte zuvor mitgeteilt, die Grenzübergänge des NATO-Landes seien aus Sicherheitsgründen geschlossen worden. Zuvor hatte es russische Angriffe auf die westukrainische Stadt Uschhorod gegeben, die an der Grenze zur Slowakei liegt.

Es waren die heftigsten Angriffe auf Uschhorod seit Kriegsbeginn; aus der Stadt wurden mehrere Drohnenangriffe und Explosionen gemeldet. Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj hatte Russland die Ukraine mit mindestens 800 Drohnen beschossen und dabei mindestens sechs Menschen getötet. Betroffen war auch das Grenzgebiet zu Ungarn, wo eine ungarische Minderheit lebt. Ungarns Außenministerin Anita Orban kritisierte die russischen Angriffe daher „auf das Schärfste“.

Rubriklistenbild: © Gian Ehrenzeller/KEYSTONE/dpa

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