News im Ticker
Iran aktuell: Trump verkündet neue Hormus-Initiative mit massiver Militärpräsenz
Aktuelle News zum Iran-Krieg im Ticker: Teheran legt einen 14-Punkte-Plan vor. Trump kündigt Prüfung an – äußert aber bereits Drohgebärden.
Update, 4. Mai, 5:50 Uhr: Die US-Streitkräfte werden nach eigenen Angaben ab Montagmorgen festsitzende neutrale Schiffe aus der vom Iran blockierten Straße von Hormus eskortieren. Es ist ein Einsatz, den US-Präsident Donald Trump bereits am Sonntagabend ankündigte, um Frachter und deren Besatzungen zu befreien, denen in der Wasserstraße allmählich die Vorräte ausgehen. Das US-Zentralkommando (Centcom) bestätigte die Pläne umgehend: Für die Operation stünden 15.000 Soldaten, Kriegsschiffe sowie mehr als 100 Flugzeuge und Drohnen bereit.
Update von 22:10 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will sich trotz des Streits um den Iran-Krieg weiterhin um eine gute Zusammenarbeit mit US-Präsident Donald Trump bemühen. „Ich gebe die Arbeit am transatlantischen Verhältnis nicht auf, und ich gebe auch die Zusammenarbeit mit Donald Trump nicht auf“, sagte Merz am Sonntag in der ARD-Sendung „Caren Miosga“.
Der Kanzler bekräftigte seine Kritik an der Entscheidung der USA, ohne Abstimmung mit den Verbündeten einen Krieg gegen den Iran zu beginnen. Dies habe er Trump auch persönlich erläutert. „Ich habe ihm gesagt: Wenn du willst, dass wir dir bei einem solchen Konflikt helfen, dann ruf uns vorher an und frage - und das hat er nicht getan“, betonte Merz. Er fügte hinzu: „Insofern ist das eine schwierige Lage. Ich hoffe, dass wir aus dieser Situation herauskommen.“
Update von 20:50 Uhr: Bundesaußenminister Johann Wadephul hat im Iran-Krieg erneut auf eine diplomatische Lösung gedrängt. Nach einem Telefonat mit Irans Außenminister Abbas Araghtschi schrieb der CDU-Politiker auf X, Deutschland unterstütze eine Verhandlungslösung.
Israel und USA attackieren Mullah-Regime – Bilder aus dem Iran-Krieg




Zugleich betonte Wadephul die gemeinsame Linie mit den USA: „Iran muss vollständig & nachprüfbar auf Kernwaffen verzichten & die Straße von Hormus sofort freigeben.“ Aus Teheran hieß es zu dem Gespräch lediglich, es sei um regionale und internationale Entwicklungen gegangen. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor erklärt, ein iranischer Plan für ein mögliches Kriegsende werde geprüft – zugleich aber erhebliche Zweifel an dessen Erfolg erkennen lassen.
News im Iran-Krieg: Israel bestellt neue Kampfjets – Luftwaffe soll deutlich wachsen
Update von 12:48 Uhr: Israel kauft für seine Luftwaffe zwei neue Kampfjet-Staffeln. Dabei handele es sich um Kampfflugzeuge des Typs F-35 des US-Rüstungskonzerns Lockheed Martin und Kampfflieger des Typs F-15IA des US-Flugzeugbauers Boeing, teilte das israelische Verteidigungsministerium mit. Der Umfang des Deals betrage zig Milliarden Schekel. Ein Euro steht gegenwärtig bei 3,5 Schekel.
Wie viele Flugzeuge jeweils in einer Staffel enthalten sind, wurde nicht erwähnt, ausdrücklich aus Sicherheitsgründen. Die Times of Israel berichtete, mit den neuen Bestellungen solle die israelische Luftwaffe in den kommenden Jahren auf insgesamt 100 F-35-Kampfjets und 50 F-15IA-Jets anwachsen.
Der Kauf der neuen Staffeln sei „Teil der umfassenderen Strategie des Verteidigungsministeriums, die Einsatzbereitschaft im Hinblick auf ein herausforderndes Jahrzehnt für die israelische Sicherheit zu stärken“, hieß es in der Mitteilung. Die neuen Kampfjets sollten auf veränderte regionale Bedrohungen reagieren und Israels Luftüberlegenheit auch künftig sichern. Verteidigungsminister Israel Katz sagte, der jüngste Iran-Krieg habe erneut die Stärke der israelischen Luftwaffe und ihre entscheidende Rolle beim Schutz Israels unter Beweis gestellt.
Update von 11:06 Uhr: Ein iranischer Supertanker mit 1,9 Millionen Barrel Rohöl an Bord hat offenbar die Blockade der US-Marine in der Straße von Hormus durchbrochen und den Nahen Osten erreicht. Das berichtet die Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf die spezialisierte Website TankerTrackers. Laut TankerTrackers wurde der unter iranischer Flagge fahrende Tanker „Huge“ zuletzt vor über einer Woche vor der Küste Sri Lankas gesichtet und durchquert derzeit die Lombokstraße in Indonesien mit Kurs auf den Riau-Archipel.
Die Ladung an Bord habe einen Wert von fast 200 Millionen US-Dollar. TankerTrackers gibt an, dass der Tanker laut maritimen Tracking-Daten seit dem 20. März keine AIS-Signale mehr gesendet hat. Sanktionierte Schiffe nutzen das Ausschalten des Automatischen Identifikationssystems (AIS) häufig als Taktik, um Blockaden und Verfolgung zu umgehen.
Iran-Krieg: Israel und Hisbollah kämpfen weiter – Trump prüft Teheran-Plan
Update von 07:57 Uhr: Trotz der aktuell geltenden Waffenruhe im Iran-Krieg, greifen sich Israel und die proiranische Hisbollah-Miliz im Libanon wohl weiterhin an. Laut CNN bestätigten Verantwortliche der israelischen Armee, am Samstag „etwa 70 militärische und 50 Hisbollah-Einrichtungen“ angegriffen zu haben. Libanesische Staatsmedien berichteten, dass einer der Angriffe einer Moschee gegolten habe und dabei drei Leute ums Leben gekommen seien. Die Hisbollah vermeldete daraufhin, am Samstagnachmittag im Südlibanon eine Gruppe israelischer Soldaten und Fahrzeuge angegriffen zu haben. Laut israelischer Armee seien dabei keine Verletzten entstanden.
Update vom 3. Mai, 06:28 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, einen vom Iran übermittelten Plan für ein Ende des Kriegs prüfen zu wollen. Allerdings könne er sich nicht vorstellen, dass dieser Plan akzeptabel sein werde, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Der Iran habe „noch keinen ausreichend hohen Preis für das gezahlt (…), was er der Menschheit und der Welt in den letzten 47 Jahren angetan hat“, begründete er seine Prognose. Zugleich warnte Trump, es bestehe weiter die Möglichkeit, den Iran wieder anzugreifen, sollte sich die iranische Führung falsch verhalten.
Am Freitag war bekannt geworden, dass der Iran nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna einen neuen Vorschlag an die Vermittler in Pakistan übergeben hatte. US-Präsident Donald Trump zeigte sich damit jedoch unzufrieden. Über Inhalte der neuen Initiative wurde zunächst nichts offiziell bekannt.
Wie die den iranischen Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim berichtete, reichte der Iran einen 14-Punkte-Plan als Antwort auf einen US-Vorschlag ein. Der iranische Vorschlag sei über einen pakistanischen Vermittler übermittelt worden und fordere die „Beendigung des Kriegs an allen Fronten, einschließlich des Libanons“, hieß es weiter. Dort gilt derzeit eine brüchige Waffenruhe zwischen der proiranischen Hisbollah-Miliz und Israel.
Iran aktuell: Hegseth ignoriert Frist für Kriegsende – Trump prüft neue Militäroptionen
Update, 22:35 Uhr: Führende iranische Politiker haben sich nach der Ablehnung ihres jüngsten Verhandlungsvorschlags durch US-Präsident Donald Trump zu Verhandlungen bereit erklärt, zugleich aber militärische Entschlossenheit betont. „Der Iran hat seinen Plan dem pakistanischen Vermittler vorgelegt, um den aufgezwungenen Krieg dauerhaft zu beenden“, sagte Vize-Außenminister Kasem Gharibabadi am Samstag vor ausländischen Botschaftern in Teheran. Nun liege „der Ball im Feld der USA“.
Washington müsse sich zwischen Diplomatie oder der Fortführung eines „konfliktorientierten Ansatzes“ entscheiden, sagte Gharibabadi. Der Iran sei zur Sicherung seiner nationalen Interessen „zu beiden Optionen bereit“. Auch Justizchef Gholamhossein Mohseni Ejei gab sich unnachgiebig: Teheran werde sich keine Politik von außen „aufzwingen lassen“.
Iran aktuell: Trump will Krieg nicht von Kongress genehmigen lassen
Update, 10:40 Uhr: Ungeachtet der Gesetzeslage wird sich Donald Trump die Fortsetzung des Iran-Krieges nicht vom Parlament genehmigen lassen. „Nie zuvor“ sei so etwas beantragt worden, sagte der US-Präsident vor der Presse. „Warum sollten wir da eine Ausnahme bilden?“ In einem Brief an den Kongress, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, erklärte Trump die Kampfhandlungen mit dem Iran zudem für beendet. Seit Beginn der Waffenruhe am 7. April habe es keine Gefechte zwischen dem Iran und den USA gegeben, heißt es darin. „Die am 28. Februar 2026 begonnenen Feindseligkeiten sind beendet!“ Relevant sind Trumps Aussagen auch deshalb, weil zum Wochenende theoretisch das Zeitfenster ausläuft, in dem er den Krieg noch führen darf.
Update, 2. Mai, 6:50 Uhr: Das US-Außenministerium hat nach eigenen Angaben Waffenverkäufe im Wert von mehr als 8,6 Milliarden Dollar an Verbündete im Nahen Osten genehmigt. Zu den Empfängern gehören laut Reuters Israel, Katar, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate. Die Ankündigung erfolgt neun Wochen nach Beginn des Krieges der USA und Israels gegen den Iran sowie mehr als drei Wochen nach Inkrafttreten einer brüchigen Waffenruhe.
Trump umgeht Kongress: Weißes Haus erklärt Iran-Kampfhandlungen für beendet
Update, 14:43 Uhr: Zum Wochenende hin endet das Zeitfenster, in dem die USA ohne Zustimmung des Kongresses in den Iran-Krieg ziehen dürfen. Die braucht es aber nach neuester Auslegung der US-Regierung ohnehin nicht. „Im Sinne der War Powers Resolution sind die am Samstag, dem 28. Februar, begonnenen Kampfhandlungen beendet“, teilte ein hochrangiger Regierungsbeamter der Nachrichtenagentur dpa mit. Damit wäre das Weiße Haus nach eigener Darstellung nicht an eine gesetzliche 60-Tage-Frist gebunden, in der die USA ohne Zustimmung des Kongresses Krieg führen dürfen – und Präsident Donald Trump müsste sich danach nicht die Einwilligung des Parlaments einholen.
Iran aktuell: Israel signalisiert erneuten Militärschlag gegen Mullah-Regime
Update, 12:52 Uhr: Laut einem hochrangigen US-Regierungsvertreter betrachtet die US-Regierung die am 28. Februar begonnenen Feindseligkeiten mit Iran im Sinne des War-Powers-Resolution-Gesetzes als beendet. Das berichtet der Spiegel unter Berufung auf die Nachrichtenagenturen Reuters und AP.
„Beide Parteien haben sich am Dienstag, dem 7. April, auf einen zweiwöchigen Waffenstillstand geeinigt, der seither verlängert wurde“, sagte der Regierungsvertreter demnach. Mit dem erklärten Kriegsende entgeht US-Präsident Donald Trump einer obligatorischen Abstimmung im Kongress – die 60-Tage-Frist des Kriegsvollmachtengesetzes von 1973 wäre andernfalls heute (1. Mai) oder morgen (je nach Rechnung) abgelaufen. Die War-Powers-Resolution erlaubt zudem eine Verlängerung der 60-Tage-Frist um weitere 30 Tage.
Die Demokraten hatten die US-Regierung bislang vergeblich zu einer formellen Genehmigung des Irankriegs gedrängt. Es war allerdings auch unklar, wie sich die republikanischen Abgeordneten im Falle einer Abstimmung verhalten hätten.
Erstmeldung: Das US-Militär hat Präsident Donald Trump neue Optionen für mögliche Angriffe auf den Iran vorgelegt. Generalstabschef Dan Caine und Centcom-Kommandeur Brad Cooper informierten ihn in einem rund 45-minütigen Briefing darüber, wie das US-Nachrichtenportal Axios berichtet. Die Beratungen sind Teil der laufenden Vorbereitungen für eine neue mögliche Eskalation im Iran-Konflikt. Aktuell gilt eine Waffenruhe zwischen den beiden Kriegsparteien.
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