„Legitime Ziele“ im Ukraine-Krieg

Russland entwickelt Waffe zum Abschuss von Elon Musks Starlink-Satelliten

Starlink ist seit Jahren ein unverzichtbares Hilfsmittel für ukrainische Truppen, die an der Front gegen russische Soldaten kämpfen.

Moskau – Nach Einschätzung der Geheimdienste zweier NATO-Staaten entwickelt Russland eine Anti-Satelliten-Waffe, die auf Elon Musks Starlink-Netzwerk abzielt, wie ein neuer Bericht nahelegt. Die Waffe würde die Starlink-Umlaufbahnen mit Schrapnellen füllen und könnte mehrere Satelliten zugleich ausschalten, berichtete die Associated Press (AP). Dies könnte auch andere Objekte im Orbit erheblich beschädigen.

Ukrainische Soldaten nutzen Elon Musks Starlink Terminal zur Kommunikation.

Entscheidend für die Kommunikation: Elon Musks Starlink-Satelliten im Ukraine-Krieg

Starlink hat sich seit Jahren als entscheidend für die Ukraine auf dem Schlachtfeld erwiesen, da Kiew in hohem Maße auf den Internetzugang für die Kommunikation und die Steuerung seiner umfangreichen Drohnenflotten angewiesen ist. Russland hat gewarnt, dass Satelliten, die das ukrainische Militär unterstützen, „legitime Ziele“ seien.

Die Militarisierung des Weltraums ist seit Jahrzehnten ein hoch umstrittenes Thema. Die USA gehen davon aus, dass Russland ebenso wie China darum konkurriert, neue Systeme im All zu stationieren, die ihre eigenen Streitkräfte stärken und sich gegen die USA richten sollen.

Russland entwickelt neue Waffe gegen Satelliten im All – Doch es gibt auch Tücken

Den Geheimdienstbewertungen zufolge sollen die Geschosse, die die Satelliten zerstören sollen, nur wenige Millimeter Durchmesser haben und damit für Erkennungssysteme äußerst schwer aufzuspüren sein, berichtete die AP. Demnach würde es sich um „Zonen-Effekt“-Waffen handeln, die wahrscheinlich alles in der ungefähren Umgebung treffen, anstatt Satelliten präzise zu erfassen. Dies könnte Russlands eigene Systeme im All gefährden, ebenso wie die von anderen Staaten wie China.

Putins Verbündete: Diese Länder stehen im Ukraine-Krieg an der Seite Russlands

Russlands Präsident Wladimir Putin bei einem Treffen der Gemeinschaft unabhängiger Staaten
Alexander Lukaschenko und Wladimir Putin
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russischer Soldat, der eine Gruppe nordkoreanischer Kameraden einweist
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Analysten sagten, die mit einer solchen Waffe verbundenen Risiken, einschließlich der Gefahr für Moskaus eigene Interessen, könnten Russland davon abhalten, das System weiterzuverfolgen. Der Bericht nannte nicht, welche Geheimdienste die Bewertungen vorgenommen hatten. Newsweek konnte die Schlussfolgerungen nicht unabhängig überprüfen. Starlink nutzt eine riesige Konstellation von Satelliten im niedrigen Erdorbit (LEO), um über Terminals am Boden Internet bereitzustellen. Russland führte im November 2021 einen direkten Anti-Satelliten-Test durch, bei dem ein alter sowjetischer Aufklärungssatellit im LEO zerstört wurde.

Russlands Anti-Satelliten-Waffe: Trümmerteile im Orbit würden auch die ISS-Raumstation gefährden

Das „U.S. Space Command“ erklärte damals, der Test habe mindestens 1500 verfolgbaren Trümmerteile im Orbit erzeugt, die Jahrzehnte lang verbleiben könnten, und die NASA berichtete, dass das Personal auf der Internationalen Raumstation „Notfallmaßnahmen zur Sicherheit“ ergreifen musste. Die US-Regierung verurteilte den Test als „rücksichtsloses und unverantwortliches Verhalten“.

Die NATO-Geheimdiensterkenntnisse deuten darauf hin, dass die russische Waffe gleichzeitig auf mehrere Starlink-Satelliten zielen könnte, statt nur auf einen einzelnen LEO-Satelliten, berichtete die AP. Newsweek hat das russische Verteidigungsministerium und SpaceX, den Betreiber von Starlink, per E-Mail um eine Stellungnahme gebeten.

Brigadegeneral warnt vor möglicher russischen Anti-Satelliten-Waffe

Brigadegeneral Christopher Horner, Leiter der Space Division der kanadischen Streitkräfte, sagte der AP: „Ich kann nicht sagen, dass ich über ein solches System unterrichtet worden bin. Aber es ist nicht unplausibel. Wenn die Berichte über das Nuklearwaffensystem zutreffen und sie bereit sind, dieses zu entwickeln und so weit zu gehen, dann würde es mich nicht überraschen, wenn etwas, das knapp darunter liegt, aber ebenso zerstörerisch ist, ebenfalls in ihrem Entwicklungsrepertoire liegt.“ (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit newsweek.com)

Rubriklistenbild: ©  IMAGO/Hami Roshan/Alex Brandon/AP/dpa Montage: IPPEN.MEDIA

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