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Ukraine-Krieg aktuell: Putin lehnt Vorschlag zu Stopp von Langstreckenangriffen ab
Aktuelle News zum Ukraine-Krieg: Putin räumt Treibstoffmangel ein. Mehrere Tote nach Saporischschja-Angriff. Der Ticker.
Update, 6:55 Uhr: Kiew hat neue Zahlen zu Russlands Verlusten im Ukraine-Krieg veröffentlicht. Nach Angaben des Generalstabs haben die russischen Streitkräfte binnen 24 Stunden etwa 1230 Soldaten verloren. Insgesamt sind demnach bereits mehr als 1,4 Millionen russische Soldaten im Kampf getötet oder schwer verwundet worden. Zudem gibt die Ukraine an, in den vergangenen 24 Stunden 49 Artilleriesysteme, 7 Marschflugkörper und etwa 1700 Drohnen zerstört zu haben. Nachfolgend ein Überblick der von Kiew genannten Zahlen zu den russischen Gesamtverlusten im Ukraine-Krieg.
- Soldaten: 1.402.200 (+1230 zum Vortag)
- Panzer: 12.066 (+3)
- Artilleriesysteme: 44.969 (+49)
- Marschflugkörper: 4797 (+7)
- Drohnen: 379.224 (+1724)
Die Daten lassen sich unabhängig nicht überprüfen und basieren auf Schätzungen des ukrainischen Generalstabs.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Ukraine-Krieg aktuell: Putin lehnt Vorschlag für Verzicht auf Langstreckenangriffe ab
Update, 29. Juni, 5:50 Uhr: Der russische Präsident Wladimir Putin hat einen ukrainischen Vorschlag für einen gegenseitigen Verzicht auf Langstreckenangriffe abgelehnt. Russland werde stattdessen an seinem Ziel festhalten, die vier Regionen Donezk, Luhansk, Cherson und Saporischschja vollständig einzunehmen, sagte Putin am späten Sonntagabend in einem Interview des russischen Staatsfernsehens. Er werte den Vorstoß aus Kiew lediglich als Versuch, den Druck auf die ukrainischen Truppen entlang der 1250 Kilometer langen Frontlinie zu lindern. Russland habe nicht vor, „das Kiewer Regime zu retten“. Eine Stellungnahme des ukrainischen Präsidialamtes lag zunächst nicht vor.
Ukraine-Krieg aktuell: Selenskyj ruft Projekt zur Errichtung einer Gedenkstätte ins Leben
Update, 22:07 Uhr: Wolodymyr Selenskyj hat ein Gesetzesprojekt zur Errichtung einer Gedenkstätte für alle herausragenden Persönlichkeiten der Ukraine ins Leben gerufen. „Ich habe heute den Gesetzentwurf für ein nationales Pantheon in das Parlament eingebracht“, sagte der ukrainische Präsident bei einer Veranstaltung zum Tag der Verfassung. „Die Namen aller Helden, die in verschiedenen Jahrhunderten und Epochen für die Ukraine gekämpft und die Ukraine inspiriert haben, werden vereint und für immer in unsere Geschichte eingeschrieben.“
Update, 20:31 Uhr: Wladimir Putin hat eine Krisensitzung zu den aktuellen russischen Versorgungsproblemen mit Treibstoff einberufen. Zuallererst müssten die Auswirkungen der wiederholten ukrainischen Angriffe gegen Raffinerien und anderen Objekten der Erdölindustrie abgefedert werden. „Wir müssen die Folgen terroristischer Anschläge auf unsere zivilen Einrichtungen und die Infrastruktur reduzieren“, wurde er von der Staatsagentur Tass zitiert. An der Sitzung nahmen Vertreter diverser Ministerien sowie der wichtigsten Erdöl-Produzenten Russlands teil.
Ukraine-Krieg: Die Ursprünge des Konflikts mit Russland




Die zuletzt verstärkten ukrainischen Angriffe gegen die Erdölindustrie in Russland haben zu ernsthaften Versorgungsproblemen geführt. „An den Tankstellen gibt es Warteschlangen, die benötigten Benzinsorten sind nicht immer vorrätig“, sagte Putin. Er bestätigte, dass bereits über ein Exportverbot für Diesel-Treibstoff nachgedacht werde. Russland habe inzwischen begonnen, seine Benzinreserven anzuzapfen.
Update, 18:59 Uhr: Bei einem russischen Angriff auf die ukrainische Region Saporischschja sind mindestens zwei Menschen getötet und 16 weitere verletzt worden. Dies berichtet die Ukrainska Pravda unter Berufung auf Iwan Fedorow, den Leiter der Militärverwaltung der Oblast Saporischschja. Unter den Toten sei eine 53-jährige Frau; Angaben zur zweiten getöteten Person würden noch geprüft. Fedorow hatte den Angriff am Vormittag gemeldet. Zunächst war bis 13.45 Uhr ein Todesopfer bestätigt worden, später stieg die Zahl der Getöteten und Verletzten nach Angaben der Behörden weiter an.
Ukraine-Krieg aktuell: Putin gesteht „Probleme ein“ – und drängt sich in Opferrolle
Update, 15:56 Uhr: Trotz jüngster Rückschläge an den Fronten und spürbarer wirtschaftlicher Probleme gibt sich Russlands Präsident Wladimir Putin kämpferisch. Beim Kongress der Regierungspartei „Edinaja Rossija“ (Geeintes Russland) in Moskau warf er dem Westen vor, Russland weder militärisch noch politisch destabilisieren zu können. „Dem Westen gelingt es nicht, Russland auf dem Schlachtfeld zu besiegen, deshalb versucht er, die politische Lage zu destabilisieren, doch auch das gelingt ihm nicht“, sagte Putin. Die Parteiführung war zusammengekommen, um die Linie für die Parlamentswahlen im September festzulegen.
Russland sei einem „beispiellosen Druck“ westlicher Eliten ausgesetzt, erklärte der Kremlchef. Zugleich beklagte er, der Westen ignoriere die Angriffe Kiews auf Russland und verhänge gleichzeitig immer neue Sanktionen. „Und gleichzeitig verhängt er gerade gegen uns immer neue – ich betone: unrechtmäßige – Sanktionen“, sagte Putin und stellte sein Land damit als Opfer dar – obwohl Russland seit mehr als vier Jahren einen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt. Putin räumte Probleme ein, versicherte jedoch, der Staat werde reagieren. „Ja, wir sehen Probleme“, sagte er. „Wir sind uns dessen bewusst, reagieren darauf, werden aber auf jeden Fall sowohl die Sicherheit des Landes als auch die unserer Bürger sowie die Unverletzlichkeit unserer Grenzen auf lange Sicht gewährleisten.“
Trotz anderslautender Berichte von den Fronten behauptete Putin, ukrainische Truppen zögen sich „in alle Richtungen zurück“. Zudem warf er Kiew „terroristische Methoden“ vor und sagte, die Ukraine werde vom Westen „als Rammbock im Kampf gegen Russland“ unterstützt.
Ukraine-Krieg aktuell: Deutliche Ansage an Kreml aus Kiew
Update, 14:37 Uhr: Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha hat auf jüngste russische Behauptungen reagiert, wonach sich die USA vom sogenannten „Geist von Anchorage“ entfernten. Moskau solle sich stattdessen auf echte Verhandlungen zur Beendigung des Krieges konzentrieren, schrieb Sybiha auf X. Das berichtete die Europäische Prawda. Sybiha erklärte, abgesehen von Russland selbst verstehe niemand vollständig, was Moskau mit dem „Geist von Anchorage“ meine, wenn es sich auf das Ergebnis des Gipfels der russischen und US-amerikanischen Staats- und Regierungschefs im vergangenen Jahr in Alaska beziehe.
„Die Realität macht eines klar: Wenn der ‚Geist von Anchorage‘ überhaupt existiert hat, dann ist er jetzt ganz sicher tot. Für Russland lautet die Lehre von Anchorage: Jeder Friedensplan, der ohne die Ukraine entwickelt wird, ist dazu verdammt, zu einem Geist zu werden und zu verschwinden“, sagte der Außenminister. „Moskau sollte aufhören, an Geister zu glauben, und stattdessen auf die ernsthaften Vorschläge der Ukraine reagieren, sich an den Verhandlungstisch zu setzen und den Krieg zu beenden. Je länger Putin sich weigert, die Realität zu akzeptieren, dass er auf dem Schlachtfeld niemals irgendwelche Ziele erreichen wird, desto schlimmer wird es für Russland“, fügte Sybiha hinzu.
Update, 13:45 Uhr: Bei den neuen Angriffen Russlands auf die Ukraine wurden nach bisherigem Stand 36 Menschen verletzt, darunter auch drei Kinder. Das berichtet The Kiyv Independent und bezieht sich auf Angaben örtlicher Behörden. Putins Truppen feuerten sechs ballistische Raketen und fast 150 Drohnen auf verschiedene Gebiete in der Ukraine ab. Bis 10 Uhr am Vormittag hätten die Attacken angedauert.
Ukraine-Krieg aktuell: Ukraine attackiert Raffinerien tief in Russland
Update, 10:55 Uhr: Das ukrainische Militär hat in der Nacht zwei russische Raffinerien mit Drohnen angegriffen. Das teilte der ukrainische Präsident Selenskyj mit. Er bestätigte einen Einschlag in einer Anlage im südrussischen Krasnodar, den russische Behörden zuvor bereits eingeräumt hatten. „Außerdem haben wir eine Raffinerie in der Region Jaroslawl getroffen, die etwa 700 Kilometer von unserer Grenze entfernt liegt“, schrieb er bei Telegram. Die Angaben sind unabhängig nicht überprüfbar.
Die Raffinerie in Jaroslawl zählt zu den größten Russlands und war in den vergangenen Monaten wiederholt angegriffen und beschädigt worden. Einen Treffer in dieser Nacht bestätigten die Behörden dort bislang nicht. Gouverneur Michail Jewrajew meldete via Telegram Drohnenalarm und berichtete über Straßensperren im Bereich der Anlage, hob den Alarm später jedoch ohne Angabe von Folgen wieder auf. In sozialen Netzwerken kursierende Bilder geben keinen Aufschluss über das Schadensausmaß.
Selenskyj kündigte weitere Angriffe auf strategische Ziele in Russland an. „Jede unserer Langstrecken-Sanktionen verringert die Ressourcen, die für die russische Kriegsmaschinerie arbeiten und ist ein Schritt zum Frieden“, schrieb er.
Update, 9:27 Uhr: Neue Informationen zu den Angriffen Russlands in der Nacht: Laut Kiev Post handelte es sich um einen „koordinierten Luftangriff auf die Ukraine“ durch die russischen Truppen. Kiew nahm Russland mit ballistischen Raketen ins Visier, zugleich wurde die Region Dnipropetrowsk beschossen und die Stadt Tschernihiw mit Kampfdrohnen attackiert.
Zwischen 2 und 2.35 Uhr heute Nacht seien in Kiew demnach „mindestens sieben heftige Explosionen“ zu hören gewesen, an mehreren Stellen brannte es danach. Die Zahl der Verletzten stieg laut dem örtlichen Gouverneur auf zwei. In Tschernihiv im Norden der Ukraine trafen Trümmer von Kampfdrohnen eine Schule sowie ein fünfstöckiges Wohnhaus. Es soll zwei Verletzte geben.
Ukraine-Krieg: Ukraine schießt russische Raffinerie in Brand
Update, 8:05 Uhr: In der Region Krasnodar in Russland hat ein ukrainischer Drohnenangriff einen Brand in einer Raffinerie ausgelöst. Ein Mensch wurde getötet, wie Gouverneur Wenjamin Kondratjew auf Telegram mitteilte. Beschädigt wurden zudem mehrere Häuser sowie eine Strom- und eine Gasleitung in der Stadt Slawjansk-na-Kubani.
In sozialen Netzwerken kursierende Bilder und Videos zeigen einen großen Brand. Die Raffinerie verarbeitet vier bis fünf Millionen Tonnen Öl pro Jahr. Wegen ihrer Nähe zur annektierten Halbinsel Krim war sie bereits mehrfach Ziel ukrainischer Angriffe.
Erstmeldung: Die ukrainische Hauptstadt Kiew ist im Ukraine-Krieg in der Nacht erneut von Russland angegriffen worden. Laut Kyiv Independent waren mehrere Explosionen zu hören. Im Stadtteil Darnyzja wurde mindestens eine Person verletzt, wie Militärverwaltungschef Timur Tkatschenko mitteilte. Auch Journalisten in Kiew berichteten über Explosionen und Lichtblitze am Himmel, während die Luftverteidigung im Einsatz war.
Die ukrainische Luftwaffe hatte zuvor vor ballistischen Waffen aus dem Norden gewarnt. Bürgermeister Vitali Klitschko teilte mit, die Luftabwehr sei im Einsatz, und rief die Bevölkerung auf, Schutzräume aufzusuchen.
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