Nach „Phase der Zerstörung“

„Immobilien-Goldgrube“: Pläne für „Gaza-Riviera“ schon bei Trump auf dem Tisch?

Israels Finanzminister macht Pläne für die Zeit nach dem Krieg: Im zerstörten Gazastreifen will er Immobilienprojekte starten. Trump soll involviert sein.

Tel Aviv – Im Gazastreifen tobt der Krieg. Nun hat Israel Gaza-Stadt im Visier und eine neue Bodenoffensive gestartet. Der israelische Finanzminister Bezalel Smotrich macht schon Pläne für danach. Bei einer Immobilienkonferenz in Tel Aviv hat er den Gaza-Streifen jetzt als „Immobilien-Goldgrube“ bezeichnet. Das berichtet ntv.

Vor dem Gaza-Krieg: Die Geschichte des Israel-Palästina-Konflikts in Bildern 

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Die bei Neubauprojekten übliche „Phase der Zerstörung“ habe man schon hinter sich, „jetzt müssen wir bauen, das ist sehr viel billiger.“ Das antwortete Smotrich auf die Frage eines Interviewers, wo die erste Siedlung in Gazastreifen entstehen solle.

Nach Gaza-Offensive: Israels Finanzminister plant die Aufteilung des Gazastreifens für Immobilienprojekte

Laut Smotrich gibt es „einen Geschäftsplan, der von den professionellsten Leuten ausgearbeitet wurde, der auf dem Tisch von Trump liegt“. US-Präsident Donald Trump träumt ebenfalls von einer „Riviera des Nahen Ostens“ und steht im Gaza-Krieg eng an der Seite Israels. Auch Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sprach im Zusammenhang mit Trumps Plänen von „wunderbaren Strandgrundstücken“ in Gaza.

Von einer „Riviera des Nahen Ostens“ im Gazastreifen träumte bereits US-Präsident Donald Trump, obwohl dort noch der Krieg mit Israel tobt.

Smotrich sagte weiter, der Krieg habe viele Kosten für Israel verursacht – „ich fordere auch etwas“. Er habe dazu Verhandlungen mit der Trump-Regierung in den USA aufgenommen und man müsse entscheiden, „wie wir uns das aufteilen, wie wir Prozente aus der Vermarktung des Bodens in Gaza machen“.

Palästinensische Vertreter wehren sich gegen Israels Pläne für Gaza nach dem Krieg

Smotrich lehnt eine Zweistaatenlösung ab und fordert eine Wiederbesiedlung des Gazastreifens durch Israel. 2005 hat sich Israel eigentlich aus dem Gaza-Streifen zurückgezogen. Israels Kriegsziel ist die Zerschlagung der Terrororganisation Hamas, die für die Anschläge auf Israel am 07. Oktober 2023 verantwortlich ist. Was danach passiert, ist unklar. Israel spricht davon, eine „Zivilverwaltung“ einsetzen zu wollen, die Israel nicht bedroht. Palästinensische Vertreter fordern den Wiederaufbau unter eigener Verwaltung.

Die jüngste Bodenoffensive wird international stark kritisiert, der deutsche Außenminister Johann Wadephul (CDU) sagte: „Die neuerliche Offensive in Richtung Gaza Stadt ist […] die vollkommen falsche Richtung. Wir lehnen das ab und haben das auch gegenüber der israelischen Regierung deutlich gemacht.“ (Quellen: ntv, eigene Recherche) (cdz)

Rubriklistenbild: © Imago (Montage)

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