Naher Osten

Trotz Militärschlags: Neue Atomgespräche zwischen USA und Iran

Nahostkonflikt - Fordo im Iran
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Nach den US-Angriffen auf Irans Atomanlagen nennt Teheran Bedingungen für neue Gespräche mit den USA. (Archivbild)

Laut mehreren Medienberichten könnten die USA und Iran ihre Atomgespräche wieder aufnehmen. Ein erstes Treffen könnte demnach in Oslo stattfinden.

Washington, D.C. – Die USA wollen die Atomgespräche mit dem Iran wieder aufnehmen. Der US-Sondergesandte für den Nahen Osten, Steve Witkoff, will sich kommende Woche in Oslo mit dem iranischen Außenminister Abbas Araghtschi treffen, um die zwischenzeitlich ausgesetzten Verhandlungen fortzuführen. Das berichtet die US-Nachrichtenseite Axios am Donnerstag unter Berufung auf zwei namentlich nicht genannte Quellen, die in die Gespräche involviert sein sollen. Auch der israelische TV-Sender Channel 12 berichtete über das geplante Treffen.

Ein endgültiges Datum soll demnach noch nicht festgelegt worden sein, beide Länder hätten zudem die Fortsetzung der Atomgespräche noch nicht öffentlich bestätigt. Sollte es zu dem Treffen in Oslo kommen, wären das die ersten direkten Gespräche beider Länder, seit US-Präsident Donald Trump in der Nacht zum 22. Juni die Militärschläge gegen die iranischen Atomanlagen angeordnet hat. Gegenüber Axios beschwichtigte ein Mitarbeiter des Weißen Hauses, derzeit gebe es noch keine offiziellen Ankündigungen für eine derartige Reise. Der Iran lehnte eine Stellungnahme ab.

Mehrere Medienberichte: USA planen Wiederaufnahme der Atomgespräche mit dem Iran

In dem Bericht der US-Website heißt es weiter, auch wenn es seit dem Militärschlag keine persönlichen Gespräche zwischen den Ländern gegeben haben soll, so standen der Sondergesandte Witkoff und Irans Außenminister Araghtschi während des gesamten Verlaufs des Iran-Israel-Konflikts in direktem Kontakt. Die USA hatten schlussendlich gemeinsam mit Vertretern aus dem Oman und Katar einen Waffenstillstand vermittelt.

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Zunächst soll die iranische Seite kein Interesse daran gehabt haben, erneut mit den USA an einem Verhandlungstisch zu sitzen. Wohl aber wegen der geschwächten Lage des Iran soll diese Haltung allmählich aufgeweicht sein. Sollte es wieder zu Verhandlungen der beiden Länder kommen, wird es vor allem um den iranischen Bestand an hochangereichertem Uran gehen. Das Land besitzt dem Vernehmen nach 400 Kilogramm Uran, das zu 60 Prozent angereichert sein soll.

USA und Iran vor Wiederaufnahme der Atomgespräche: Teheran schließt Zusammenarbeit mit IAEA aus

Nach israelischen und US-Angaben befindet sich das Material derzeit „abgeschottet von der Außenwelt“ in den drei Nuklearanlagen des Landes – den Anlagen Natanz und Fordo sowie den unterirdischen Tunneln am Standort Isfahan –, die bei den Angriffen des US-Militärs beschädigt wurden. Derzeit könne der Iran nicht auf die Vorräte zurückgreifen, sobald die Trümmer beseitigt wurden, soll das Material aber geborgen werden können.

Der Iran selbst hat Anfang der Woche verlauten lassen, das Land habe mit der Umsetzung eines neuen Gesetzes begonnen, das die Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA ausschließt. Außenminister Araghtschi schrieb dazu auf X, dem ehemaligen Twitter, dass sich der Iran zwar weiterhin an den Atomwaffensperrvertrag und sein Sicherungsabkommen halte. Aber: „In Übereinstimmung mit der neuen Gesetzgebung des Parlaments, die durch die unrechtmäßigen Angriffe Israels und der USA auf unsere Nuklearanlagen ausgelöst wurde, wird unsere Zusammenarbeit mit der IAEA aus offensichtlichen Sicherheitsgründen über den Obersten Nationalen Sicherheitsrat des Iran abgewickelt.“ (fmü)

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