„Führender Friedensstifter“

Trump fürchtet, bei Nobelpreis leer auszugehen – „Wäre große Beleidigung für unser Land“

Am 10. Oktober wird der Friedensnobelpreis verliehen. US-Präsident Donald Trump will die Ehrung unbedingt und setzt das norwegische Nobelkomitee unter Druck.

Washington, D.C. – Es vergeht kaum ein Tag, an dem US-Präsident Donald Trump den am 10. Oktober in Oslo verliehenen Friedensnobelpreis nicht für sich beansprucht. Am 26. September sprach er vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen und bezeichnete sich als den „weltweit führenden Friedensstifter“, der angeblich „sieben unlösbare Kriege beendet“ habe. Für jeden habe er einen Friedensnobelpreis verdient.

US-Präsident Donald Trump sieht sich als „Friedensstifter“ und beansprucht den Nobelpreis für sich.

Doch so recht sicher scheint sich Trump seiner Sache nicht. Denn er schickte am Dienstag (30. September) noch hinterher, dass er es als eine „Beleidigung für die Vereinigten Staaten“ empfinden würde, wenn er nicht berücksichtigt wird. Schließlich, sollte der Krieg in Gaza durch seinen 20-Punkte-Friedensplan beendet werden, hätte er „acht Konflikte gelöst“. „Wenn das klappt, haben wir acht, acht in acht Monaten. Das ist ziemlich gut“, wird Trump vom US-Portal The Hill aus seiner Rede vor hochrangigen Generälen in Quantico, Virginia zitiert.

Donald Trump vermutet: „Der Nobelpreis wird an einen Schriftsteller gehen“

Gleichzeitig formulierte er seine Befürchtungen, den Friedensnobelpreis nicht zu bekommen: „Sie werden ihn jemandem geben, der überhaupt nichts getan hat. Sie werden ihn demjenigen geben, der ein Buch über Donald Trumps Denkweise und darüber geschrieben hat, was nötig war, um die Kriege zu beenden“, fuhr er fort. „Der Nobelpreis wird an einen Schriftsteller gehen.“ Oder etwa doch nicht? „Nein, warten wir ab. Es wäre jedoch eine große Beleidigung für unser Land. Das sage ich Ihnen. Ich will das nicht. Ich möchte, dass das Land es bekommt.“

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Trump hat sich bereits von einigen Staaten Unterstützung für sein Anliegen zusagen lassen: nämlich von Pakistan, Kambodscha und Israel. Derweil hält sich in der US-amerikanischen Bevölkerung die Zustimmung eher in Grenzen. Einer Umfrage zufolge sind die meisten Amerikaner der Meinung, der US-Präsident habe keinen Friedensnobelpreis verdient. Aus einer Washington Post-Erhebung, die zwischen dem 11. und 15. September durchgeführt wurde, geht hervor, dass 76 Prozent Trump den Friedensnobelpreis nicht überreichen würden. Nur 22 Prozent sehen in ihm einen würdigen Preisträger. (Quellen: eigene Recherche, The Hill) (ktho)

Rubriklistenbild: © Evan Vucci/dpa

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