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Iran-Verhandlungen: 1150 Schiffe sitzen trotz Deal im Persischen Golf fest
Teheran will keine Inspektoren in beschädigte Atomanlagen lassen, und Kontrolle über die Straße von Hormus. Die aktuelle Lage im Iran-Krieg.
Update vom 24. Juni, 6:40 Uhr: Im Persischen Golf sitzen nach einer Analyse der Allianz ungeachtet des Rahmenabkommens zur Beendigung des Irankriegs nach wie vor an die 1150 Schiffe fest. Der größte deutsche Versicherer schätzt den Wert der blockierten Schiffe und ihrer Ladung auf etwa 125 Milliarden Dollar. Eine Auflösung dieses Staus würde demnach auch bei einer Normalisierung der Verhältnisse mehrere Wochen dauern.
Update, 13:58 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat erklärt, die Blockade der Straße von Hormus werde aufgehoben. In einem Beitrag auf Truth Social schrieb Trump, die Meerenge bleibe offen „ohne weitere Seeblockade“. Zugleich betonte er: „Allerdings bleiben alle Schiffe vor Ort, falls dies notwendig werden sollte.“
Darüber hinaus behauptete Trump, der Iran habe Atominspektionen „auf höchstem Niveau“ zugestimmt. „Wenn sie dem nicht zustimmen, wird es keine weiteren Verhandlungen geben“, schrieb er. Trump zufolge sollen für den Iran freigegebene Gelder und Sanktionserleichterungen auf Treuhandkonten verwahrt werden, die „von den USA kontrolliert“ würden. Die Mittel dürften ausschließlich für den „Kauf von Lebensmitteln und medizinischen Gütern“ aus den Vereinigten Staaten verwendet werden – darunter „Mais, Weizen und Sojabohnen von unseren großartigen amerikanischen Landwirten“.
Update, 11:30 Uhr: Irans Justiz hat neue Zahlen zu den Kriegstoten der US-amerikanischen und israelischen Angriffe auf die Islamische Republik vorgelegt. Unabhängige Beobachter zweifeln an der Vollständigkeit der offiziellen Angaben.
Laut Justizsprecher Asghar Dschahangir wurden nach Angaben der Gerichtsmedizin 3519 Menschen getötet – mehr als noch Mitte April gemeldet. Aktivisten der Menschenrechtsorganisation Hengaw gehen von mindestens 7650 Todesopfern aus. Die Angriffe der USA und Israels hatten am 28. Februar begonnen und sich gegen Militärinfrastruktur, politische Führung sowie Atomanlagen gerichtet. Teheran berichtete auch von Treffern auf zivile Einrichtungen.
Israel und USA attackieren Mullah-Regime – Bilder aus dem Iran-Krieg




Update, 10:17 Uhr: Iran verweigert IAEA Zugang zu beschädigten Atomanlagen. Teheran schließt Inspektionen der kriegsbeschädigten Nuklearanlagen durch die Internationale Atomenergiebehörde kategorisch aus.
Außenamtssprecher Esmaeil Baghaei erklärte laut Reuters, es gebe „keine solchen Pläne“ für Besuche von IAEA-Inspektoren – auch fehle ein entsprechendes Protokoll für derartige Kontrollen. Zugleich betonte die Regierung in Teheran, der Iran werde seine Verpflichtungen als Mitglied des Atomwaffensperrvertrags sowie im Rahmen des Sicherheitsabkommens mit der Behörde weiterhin einhalten.
Iran-Verhandlungen: Teheran erklärt Straße von Hormus zur eigenen Sache
Update, 8.23 Uhr: Iran beansprucht die Kontrolle über Straße von Hormus nach den Schweizer Verhandlungen: Irans Chefunterhändler Mohammad Bagher Ghalibaf hat nach den Gesprächen im Bürgenstock weitreichende Ansprüche auf die strategisch wichtige Meerenge erhoben.
„Die Straße von Hormus wird niemals in den Zustand vor dem Krieg zurückkehren, sondern im Einklang mit dem Völkerrecht von der Islamischen Republik Iran verwaltet werden“, sagte Ghalibaf laut der Nachrichtenagentur Irna Die Verhandlungen in der Schweiz hatten zuvor nach Angaben beider Seiten „gute Ergebnisse“ erzielt – die Vermittlerstaaten Katar und Pakistan hatten jedoch nichts von einer iranischen Verwaltung der Meerenge erwähnt.
Teheran: Freigabe von 12 Milliarden Dollar iranischer Guthaben unterschrieben
Update vom 23. Juni, 6:47 Uhr: Iran hat nach eigenen Angaben bei den jüngsten Gesprächen in der Schweiz eine Vereinbarung über die Freigabe eingefrorener Guthaben unterzeichnet. Die iranische Seite erklärte, zwölf Milliarden Dollar an blockierten Vermögenswerten würden im Rahmen des Abkommens freigegeben, berichtet Reuters.
Ferner hätten sich beide Seiten darauf verständigt, einen gemeinsamen Kommunikationskanal für den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus einzurichten. Dieser solle künftig dazu beitragen, militärische Konfrontationen in dem strategisch bedeutsamen Seeweg zu verhindern.
Update vom 22. Juni, 5:09 Uhr: Die USA und der Iran haben sich bei ihren Gesprächen in der Schweiz auf die Einrichtung eines Kommunikationskanals zur Straße von Hormus verständigt. Damit sollten „Vorfälle und Kommunikationspannen“ verhindert und eine sichere Schifffahrt in der Meerenge ermöglicht werden, erklärten die Vermittlerstaaten Pakistan und Katar in der Nacht auf heute nach einer ersten Verhandlungsrunde.
Außerdem soll zusammen mit dem Libanon eine Art Konfliktlösungsstab eingerichtet werden, damit die Gefechte in dem Land enden, wie es in einer gemeinsamen Erklärung von Pakistan und Katar hieß. Im Libanon bekämpfen sich Israel und die pro-iranische Hisbollah-Miliz. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi sprach im Kurzbotschaftendienst X von einem „großen Erfolg“ für ein Ende des „Libanon-Kriegs“.
Die USA und der Iran verständigten sich laut den Vermittlern auf einen Zeitplan, um innerhalb von 60 Tagen eine dauerhafte Friedenslösung zu erzielen. „Technische Gespräche“ sollen demnach die ganze Woche lang fortgesetzt werden.
Iran-Verhandlungen: Teheran spottet über Trumps „Verzweiflung“
Update, 20:07 Uhr: Irans Parlamentspräsident und Chefunterhändler Mohammad Bagher Ghalibaf hat auf jüngste amerikanische Drohungen scharf reagiert und Bereitschaft zur Gegenreaktion signalisiert. „Machen sie sich nicht klar, dass sie, wenn ihre Drohungen irgendeine Wirkung hätten, nicht an den Punkt der Verzweiflung gelangt wären, an dem sie sich heute befinden? Wir rechnen nicht mit den amerikanischen Drohungen“, schrieb er auf X. Washington solle sich mit seinen Äußerungen besser zurückhalten, fügte Ghalibaf hinzu: Die iranischen Streitkräfte seien bereit, „auf andere Weise zu reagieren“. Entscheidend sei am Ende nicht, was die USA sagten, sondern wie Teheran handle. Das berichtet Al Jazeera.
Verhandlungen in der Schweiz nach Eklat unterbrochen
Update, 18:23 Uhr: Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in der Schweiz sind unterbrochen. Laut iranischen Medien sollen deshalb bilaterale Gespräche geführt werden. Ein erstes Treffen zwischen Vertretern des Mullah-Regimes und der katarischen Delegation sie bereits im Gange.
Update, 16:14 Uhr: Donald Trump hat den Iran ein weiteres Mal mit Militärschlägen gedroht. Dieses Mal forderte der US-Präsident vom Mullah-Regime, die Terrormiliz Hisbollah im Libanon daran zu hindern, „Unruhe zu stiften“. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb Trump: „Wenn sie das nicht tun, werden wir den Iran wieder sehr hart treffen, genau wie letzte Woche, nur härter!!!“
Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran: Vance in der Schweiz eingetroffen
Update, 15:18 Uhr: Die Gespräche zwischen den USA und dem Iran in der Schweiz laufen. Zum Auftakt dankte Pakistans Premierminister Shehbaz Sharif US-Vizepräsident J. D. Vance für seine Teilnahme. Sharif tritt als Vermittler zwischen der Trump-Regierung und dem Mullah-Regime auf. Er lobte in seinem Statement, das Al Jazeera zitiert, zudem die „visionäre und dynamische Führung“ des US-Präsidenten. Neben dem pakistanischen Premierminister und dem US-Vizepräsidenten nimmt auch der katarische Premierminister und Außenminister Scheich Mohammed bin Abdulrahman bin Dschassim Al Thani an den Verhandlungen teil. J. D. Vance wiederum attackierte in seiner ersten Wortmeldung aus der Schweiz den Iran, den Trumps Stellvertreter als „Treiber regionaler Instabilität“ bezeichnete.
Update, 13:38 Uhr: Unmittelbar vor Beginn der Verhandlungen mit den USA in der Schweiz hat der Iran auf sein Recht zur Urananreicherung gepocht, zugleich aber erneut ein Streben nach Atomwaffen ausgeschlossen. „Was die USA verlangen, ist, dass der Iran keine Atombombe baut. Das ist nichts Neues, und wir können es auch schriftlich zusichern, dass wir keine Absicht haben, eine Bombe zu bauen“, wurde der iranische Präsident Masud Peseschkian auf seiner Website zitiert. „Wir werden jedoch unser Recht auf Anreicherung nicht aufgeben und die andere Seite wird keine andere Wahl haben, als dieses Recht zu akzeptieren“, fügte er hinzu.
Revolutionsgarden sperren Straße von Hormus – USA widersprechen, Iran-Gespräche starten in Kürze
Update, 12:57 Uhr: Die Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA in der Schweiz sollen nach Angaben aus Teheran nur einen Tag dauern. Außenamtssprecher Ismail Baghai sagte im Staatsfernsehen IRIB, es sei nicht geplant, die Gespräche über den heutigen Termin (21. Juni) hinaus fortzusetzen. Zunächst stünden bilaterale Treffen mit den pakistanischen und katarischen Vermittlerdelegationen an, am Nachmittag folge dann die Runde mit der US-Delegation.
Iran-Krieg - die aktuelle Lage vor den Verhandlungen
Update, 11:37 Uhr: Trotz laufender Friedensgespräche hält der Iran an der Blockade der Straße von Hormus fest. Kurz vor den geplanten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in der Schweiz dauert die Sperrung der strategisch wichtigen Meerenge an. Die iranischen Revolutionsgarden hatten die Wasserstraße gestern (20. Juni) als Reaktion auf israelische Angriffe im Libanon für geschlossen erklärt, berichtet Reuters. Seither wurden laut der Nachrichtenagentur Fars keine Durchfahrtsgenehmigungen erteilt. Das US-Militär widerspricht dem teilweise und erklärte, Handelsschiffe seien nach wie vor in der Region unterwegs.
Nahost-Krieg aktuell: Libanon meldet neue israelische Luftangriffe
Update, 10:53 Uhr: Bei erneuten israelischen Luftangriffen im Libanon sind nach dortigen offiziellen Angaben mindestens sieben Menschen getötet worden. Bei einem Angriff in der Bekaa-Ebene im Osten des Landes seien fünf Menschen getötet worden, darunter ein Kind, eine Frau und zwei ältere Menschen, berichtete die Staatsagentur NNA. In Nähe der südlichen Küstenstadt Tyrus seien zudem zwei Palästinenser ums Leben gekommen. Ein israelischer Armeesprecher sagte dazu, in der Nacht habe es keine israelischen Angriffe gegeben.
Nahost-Krieg aktuell: Vance in der Schweiz – Streitpunkt Hormus-Blockade
Update, 9:52 Uhr: Nach der Unterzeichnung eines Rahmenabkommens für ein Ende des Iran-Krieges sollen Unterhändler aus den USA und dem Iran am heutigen Sonntag (21. Juni) im Luxusresort Bürgenstock in der Schweiz Gespräche aufnehmen. Eine Feuerpause im Libanon war eine der Bedingungen für die Aufnahme von Verhandlungen über das iranische Atomprogramm und andere strittige Fragen.
In der Schweiz wird Vance nun zum US-Sondergesandten Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner dazustoßen, die bereits vor Ort sind.
Hormus-Blockade im Iran-Krieg: Trump reagiert mit Maut-Drohung
Update, 21:45 Uhr: Donald Trump hat sich auf seinem Netzwerk Truth Social zum Iran-Krieg und zur Zukunft der Straße von Hormus geäußert. „Während der Waffenruhe wird es in der Straße von Hormus für die Dauer von 60 Tagen KEINE MAUTGEBÜHREN geben; auch nach Ablauf dieser 60 Tage werden KEINE MAUTGEBÜHREN erhoben“, betont der US-Präsident.
Iran-Krieg aktuell: US-Militär reagiert auf erneute Blockade der Straße von Hormus durch Teheran
Update, 18:10 Uhr: Das US-Militär will die Freiheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus trotz der vom Iran angekündigten Schließung weiter durchsetzen. Das Militär sei weiter vor Ort, um sicherzustellen, dass sämtliche Abmachungen des Iran-Abkommens „eingehalten, befolgt und in vollem Umfang umgesetzt werden“.
Der Schiffsverkehr habe heute zugenommen, „während die US-Streitkräfte in diesem Gebiet weiterhin zur Wahrung der Freiheit der Schifffahrt im Einsatz waren“, teilte das US-Regionalkommando Centcom auf X mit. 55 Schiffe mit unter anderem 17 Millionen Barrel Öl hätten die Meerenge passiert.
Iran-Krieg aktuell: Trump-Gesandte sollen nun doch nicht mit Teheran verhandeln
Erstmeldung: Nach der Unterzeichnung eines Rahmenabkommens zwischen den USA und dem Iran ist die Fortsetzung der Verhandlungen ins Stocken geraten. US-Vizepräsident JD Vance wird vorerst nicht wie geplant in die Schweiz reisen, um dort mit einer iranischen Delegation über die offenen Streitpunkte zu verhandeln. Ein Regierungsbeamter bestätigte der Deutschen Presse-Agentur, dass Vance in der Nacht zu Freitag nicht fliegen werde. Die für heute geplanten Gespräche zwischen den USA und dem Iran im Schweizer Bergresort Bürgenstock finden nicht statt. Das teilte das Schweizer Außenministerium laut Reuters mit.
Iran-Krieg aktuell: Wie geht es nach Trump-Deal weiter mit den Verhandlungen?
Parallel dazu hob das US-Militär die wochenlange Seeblockade iranischer Häfen auf. Das Regionalkommando Centcom teilte mit, die Passage von Schiffen mit Start oder Ziel im Iran werde auf Anweisung von Präsident Donald Trump nicht mehr verhindert – entsprechend der im Rahmenabkommen getroffenen Vereinbarung. Im Gegenzug sieht das Abkommen eine freie Durchfahrt durch die Straße von Hormus vor.
Auch nach dem Abkommen zwischen den USA und dem Iran verläuft der Schiffsverkehr in der Meerenge nur verhalten. Teheran verlangt, dass alle Handelsschiffe vor einer Passage durch die strategisch wichtige Meerenge einen Antrag einreichen. Für einen Zeitraum von 60 Tagen sollen demnach keine Gebühren erhoben werden, danach kann die iranische Führung in Absprache mit dem Anrainerstaat Oman neue Regeln definieren. Völkerrechtler halten solche Gebühren für problematisch; die US-Regierung hatte sie wiederholt als inakzeptabel bezeichnet.
Wie es nun mit den Verhandlungen in der Schweiz zwischen den USA und dem Iran weitergeht, ist noch unklar. Der schwierigste Gegenstand der Gespräche bleibt das iranische Atomprogramm. Dem Vernehmen nach verfügt der Iran über mehr als 400 Kilogramm hochangereichertes Uran, das sich vergleichsweise leicht in waffenfähiges Material umwandeln ließe. (Quellen: dpa, AFP, Al Jazeera, Reuters, NNA) (fbu)
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