News-Ticker
Ukraine-Krieg: „Wahllos“ – Putin-Sprecher kontert Merz nach Drohnen-Vorfällen
Krim-Ölterminal nach Drohnenangriff in Flammen. Schwere Schäden an Energieanlagen in Belgorod. Der Newsticker zum Ukraine-Krieg.
Dieser News-Ticker ist beendet: Aktuelle Informationen rund um den Ukraine-Krieg finden Sie in unserem neuen Ticker.
Update, 13:02 Uhr: Nach Russlands Angriffen im Ukraine-Krieg am Sonntag kritisiert der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, dass noch immer viele Komponenten der russischen Waffen aus dem Ausland stammen – auch aus Deutschland. In einem Beitrag auf der Plattform X schrieb Selenskyj: „Während des massiven kombinierten Angriffs auf die Ukraine in der Nacht des 5. Oktober hat Russland 549 Waffensysteme benutzt, die 102.785 im Ausland hergestellte Komponenten enthielten.“
Darunter: Bauteile von Unternehmen aus Deutschland, den USA, China und Taiwan sowie Großbritannien. Die Partner der Ukraine hätten bereits detaillierte Informationen über die Firmen und Produkte. „Es ist entscheidend, jede Umgehung von Sanktionen zu unterbinden, denn Russland nutzt jede, um weiter zu töten“, forderte Selenskyj.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Ukraine-Krieg lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Update, 12:15 Uhr: Moskau hat Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz zurückgewiesen, wonach Russland vermutlich hinter den meisten Drohnenflügen steckt, die kürzlich unter anderem in Deutschland für Aufsehen gesorgt haben. „Viele Politiker in Europa neigen nun dazu, Russland für alles die Schuld zu geben“, sagte Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow. „Sie tun dies unbegründet und wahllos.“
Mitten im Ukraine-Krieg: Medwedew spricht über Drohnenflüge in Europa
Update, 11:25 Uhr: Die jüngsten Flugstörungen durch Drohnen sind laut dem früheren russischen Präsidenten Dmitri Medwedew eine nützliche Erinnerung für die Europäer an die Kriegsgefahr. Vorwürfe, Russland könne hinter den Vorfällen in Deutschland und Dänemark stecken, wies Medwedew der Nachrichtenagentur Reuters zufolge zurück. Russlands Sympathisanten würden ihre Ressourcen nicht verschwenden. Die „Agenten und Maulwürfe“ Russlands warteten auf gesonderte Befehle, schreibt er auf seinem Telegram-Kanal. Das Wichtigste sei, dass die Europäer die Kriegsgefahr am eigenen Leib spürten.
Wörtlich schrieb Medwedew: „Die Hauptsache ist, dass engstirnige Europäer die Gefahren des Krieges am eigenen Leib erfahren. Sich fürchten und zittern wie stumme Tiere in einer Herde, die zur Schlachtbank getrieben werden. Sich vor Angst in die Hose machen und ihr bevorstehendes und schmerzhaftes Ende erwarten.“ Er wirft Friedrich Merz und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron vor, aus politischen und finanziellen Gründen einen Krieg anzuzetteln. Durch die Angst hofft Medwedew die Bevölkerung zu einem Umsturz bewegen zu können.
Angriff im Ukrane-Krieg: Kiew attackiert Ölraffinerie
Update, 10:25 Uhr: Ein Drohnenangriff im Ukraine-Krieg hat das strategisch wichtige Ölterminal Feodossija auf der besetzten Krim in Brand gesetzt. Die Anlage gilt als größter Treibstoffspeicher der Halbinsel mit einer Kapazität von 250.000 Tonnen. Laut dem pro-ukrainischen Kanal Crimean Wind waren die Explosionen und der daraus resultierende Brand über Dutzende Kilometer sichtbar. Parallel wurden weitere Detonationen bei den Militärflugplätzen Saki und Katscha gemeldet.
Putins Verbündete: Diese Länder stehen im Ukraine-Krieg an der Seite Russlands




Update, 9:40 Uhr: Die Ukraine hat mit neuen Angriffen die Energieinfrastruktur in der russischen Grenzregion Belgorod schwer beschädigt. Rund 40.000 Menschen sind ohne Strom, wie Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow mitteilte. „Wir haben erhebliche Schäden. Der Arbeitsumfang wird beträchtlich sein“, sagte Gladkow laut dem Kyiv Independent. Krankenhäuser in Belgorod sind auf Notstrom umgestiegen, während Reparaturarbeiten in sieben Gemeinden laufen.
Update, 8:55 Uhr: Kiew hat neue Zahlen zu Russlands Verlusten im Ukraine-Krieg veröffentlicht. Nach Angaben des Generalstabs haben die russischen Streitkräfte binnen 24 Stunden knapp 1090 russische Soldaten verloren. Die Gesamtzahl der russischen Verluste erhöht sich damit auf rund 1.116.340 Soldaten. Mit Verlusten sind stets getötete oder schwer verwundete Soldaten gemeint. Die Zahlen lassen sich unabhängig nicht überprüfen.
Russland will 251 Drohnen aus der Ukraine zerstört haben
Update, 7:55 Uhr: Russland hat nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau in der Nacht 251 ukrainische Drohnen abgefangen. 61 davon seien über dem Schwarzen Meer zerstört worden, teilte das Ministerium auf Telegram mit. Eine Drohne sei auf Kurs Richtung Moskau gewesen.
Luftangriffe aus Russland im Ukraine-Krieg machen Kiew zu schaffen
Update, 22:20 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach massiven russischen Angriffen einen einseitigen Luftwaffenstillstand gefordert. „Ein einseitiger Waffenstillstand im Himmel ist durchaus möglich“, schrieb Selenskyj auf seinem Telegram-Kanal. In russischen Staatsmedien wie der Nachrichtenagentur Tass werden diese Worte bereits als radikaler Kurswechsel Selenskyjs im Ukraine-Krieg beurteilt. Doch auch in der Ukraine ist die Verblüffung groß: Die Nachrichtenseite Strana sah in Selenskyjs Forderung bereits ein Eingeständnis des Präsidenten, die Luftangriffe Russlands nicht effektiv verteidigen zu können.
Update, 16.24 Uhr: Ukraines Präsident, Wolodymyr Selenskyj, hat den Westen deutlich für die ausbleibende Reaktion auf die neuen russischen Angriffe im Ukraine-Krieg kritisiert. „Es gibt keine würdevolle, starke Reaktion der Welt auf alles, was geschieht, auf die ständige Eskalation des Ausmaßes und der Dreistigkeit der Angriffe“, sagte Selenskyj laut BBC bei seiner Rede am Sonntag. Russland habe bereits alle Angebote zur Beendigung des Krieges oder zumindest der Angriffe zurückgewiesen und versuche nun offen, die zivile Gas- und Energieinfrastruktur kurz vor dem Winter zu zerstören.
Laut Selenskyj enthielten die etwa 500 Drohnen, die bei dem Angriff in der Nacht zum Sonntag eingesetzt wurden, mehr als 100.000 Komponenten ausländischer Produktion. „Jede russische Rakete, jede russische Kampfdrohne enthält Komponenten, die Russland noch immer aus westlichen Ländern und aus verschiedenen Ländern in der Nähe Russlands geliefert werden.“ Der ukrainische Präsident forderte eine strengere Kontrolle der Exporte und ein entschiedeneres Vorgehen gegen Lieferungen an Russland.
Litauen fordert von Europa sofortigen Stopp von Öl- und Gasimporten aus Russland
Update, 15:54 Uhr: Nach den russischen Angriffen auf die Ukraine hat der litauische Außenminister Kęstutis Budrys europäische Staaten dazu aufgefordert, den Import von russischem Öl und Gas zu stoppen. Budrys schrieb auf X: „Wie viele Ukrainer müssen noch sterben, bevor Europa die russischen Öl- und Gasimporte entschlossen stoppt und der Ukraine hilft, sich ausreichend zu bewaffnen, um diesem Übel ein für alle Mal ein Ende zu setzen?!“
Die Hauptimporteure russischen Gases sind nach Angaben Europäischen Rats und des Rats der Europäischen Union aktuell Frankreich, Spanien, Italien, Niederlande und Belgien. Die EU will bis 2027 auf russisches Gas verzichten.
Update, 15.26 Uhr: Nach den schweren russischen Angriffen in der Nacht zum Sonntag sind in der Ukraine weiterhin tausende Einsatzkräfte im Einsatz, um Brände zu löschen und die Schäden zu beseitigen. Zehn der 13 Brände seien bereits unter Kontrolle, an drei weiteren werde noch gearbeitet, berichteten BBC und Ukrainska Pravda. Ukraines Innenminister Ihor Klymenko sagte, Ziel der Angriffe sei es gewesen, „Panik vor dem Winter zu verbreiten, insbesondere in den frontfernen Regionen“.
Russland hatte die Ukraine in der Nacht mit mehr als 500 Luftgeschossen angegriffen. Besonders betroffen waren die Regionen Saporischschja und Lwiw, wo es laut Behörden den schwersten Angriff seit Kriegsbeginn gab. Fünf Menschen kamen ums Leben, die Bergungsarbeiten dauern an. Die Energieinfrastruktur war ein Hauptziel der Attacken – mehr als 110.000 Menschen waren zeitweise ohne Strom, und es kommt weiterhin zu Ausfällen.
Russland meldet ukrainischen Beschuss im Ukraine-Krieg
Update, 15:02 Uhr: Nach russischen Angaben sind mehrere Orte in der Region Belgorod von ukrainischen Drohnen angegriffen worden. Wie die BBC unter Berufung auf lokale Behörden berichtete, gab es keine Verletzten. Die Drohnen seien vom russischen Militär abgeschossen worden.
Ukraine-Krieg: Putin warnt USA vor Tomahawk-Lieferung
Update, 14.28 Uhr: Russlands Präsident Wladimir Putin hat die USA erneut vor der Lieferung von Tomahawk-Marschflugkörpern an die Ukraine gewarnt. Eine solche Entscheidung würde „die Beziehungen ruinieren oder zumindest den sich abzeichnenden positiven Trend zunichtemachen“, sagte Putin nach Angaben der russischen Nachrichtenagentur TASS. Bereits am Donnerstag hatte er in Sotschi erklärt, eine Lieferung dieser Waffen würde eine neue Stufe der Eskalation bedeuten.
Medienberichten zufolge soll der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj im September den damaligen US-Präsidenten Donald Trump um die Bereitstellung von Tomahawk-Marschflugkörpern gebeten haben. Mit dem Waffensystem könnte die Ukraine Ziele im russischen Hinterland angreifen, die bisher außerhalb ihrer Reichweite liegen.
Update, 11.49 Uhr: Bei den jüngsten russischen Luftangriffen im Ukraine-Krieg sind nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj mindestens fünf Menschen getötet und weitere zehn verletzt worden. Russland habe bei einem kombinierten Angriff auf das Land mehr als 50 Raketen und Marschflugkörper sowie rund 500 Drohnen eingesetzt, teilte er in einem Post auf der Plattform X mit.
Laut Behörden starben allein in der Region Lwiw (Lemberg) im Westen des Landes an der polnischen Grenze vier Menschen. Für Lwiw sei dies der größte Angriff seit Kriegsbeginn gewesen, berichtet etwa ARD-Korrespondent Vassili Golod: „Wie andere Städte ist Lwiw in Teilen ohne Strom.“ Wie das Energieministerium auf Telegram mitteilte, wurde auch in Saporischschja und Tschernihiw die Energieinfrastruktur beschädigt.
Ukraine-Krieg: Polen nach Russland-Angriffen in Alarmbereitschaft – Kampfjets steigen auf
Update vom 5. Oktober, 6:11 Uhr: Russland hat die Ukraine in der Nacht erneut mit Drohnenschwärmen und Marschflugkörpern überzogen – auch gelenkte Flugzeugbomben und Raketen kamen zum Einsatz. Im gesamten Land herrschte Luftalarm. Landesweit hallten Explosionen durch die Nacht, teils von Einschlägen der Drohnen, teils verursacht von den Geschossen der Flugabwehr.
Die Stadt am Dnipro geriet am frühen Morgen in einen kombinierten Angriff von Drohnen und Kampfflugzeugen, wie der regionale Militärverwalter Iwan Fedorow auf Telegram berichtete. Nach seinen Worten schlugen mindestens zehn Kampfdrohnen und gelenkte Flugzeugbomben in der Stadt ein. Ein Mensch sei ums Leben gekommen, mindestens acht weitere Bewohner seien verletzt worden. In einigen Stadtteilen sei die Versorgung mit Wasser und Strom ausgefallen.
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