Aktuelle Lage im Ticker

Ukraine-News: Kiew-Generalstab meldet Verluste für Putin bei „Feuerangriff“ auf russische Ziele

Ukraine-News im Ticker: Putins Truppen beschießen die ukrainische Infrastruktur. Kiew meldet Treffer bei Angriffen auf militärische Ziele in Russland.

Dieser Ticker ist beendet. Weitere News zum Ukraine-Krieg finden Sie in unserem neuen Ticker.

Update, 10. Februar, 5:55 Uhr: Der ukrainische Generalstab hat 159 Gefechte entlang der gesamten Front binnen eines Tages gemeldet. Besonders heftig waren die Kämpfe in Richtung Pokrowsk mit 36 registrierten Kampfhandlungen.

„Seit Beginn des Tages haben insgesamt 159 Kampfhandlungen stattgefunden. Die Verteidigungskräfte stoppen die russischen Besatzer, schwächen deren Kampfkraft und fügen ihnen entlang der gesamten Frontlinie erheblichen Feuerschaden zu“, teilte der ukrainische Generalstab auf Facebook mit.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Update, 22:47 Uhr: Die Europäische Union hat mehrere Optionen vorbereitet, um die ukrainische EU-Mitgliedschaft in künftige Friedensverhandlungen zum Ukraine-Krieg einzubeziehen. Unter den diskutierten Ansätzen ist die sofortige Gewährung von EU-Schutz und bestimmte Mitgliedsrechte für Kiew noch vor dem offiziellen Beitritt.

Wie Bloomberg unter Berufung auf informierte Quellen berichtet, würde die EU der Ukraine dabei einen klaren Zeitplan für die notwendigen Schritte zur offiziellen Beitrittsprozedur vorlegen. Alternative Optionen umfassen die Fortsetzung des bestehenden Beitrittspfads oder eine Übergangsphase mit schrittweiser Mitgliedschaft.

Ukraine-News: Russischer Durchbruchsversuch bei Pokrowsk gescheitert

Update, 19:40 Uhr: Ukrainische Truppen haben im Gebiet Pokrowsk einen großangelegten russischen Durchbruchsversuch abgewehrt und nach eigenen Angaben dabei eine komplette Angriffskompanie zerstört. Nach zwei Tagen heftiger Kämpfe seien die angreifenden Moskauer Truppen besiegt worden, teilten die ukrainischen Streitkräfte über ihren offiziellen Telegram-Kanal mit.

Die Luftaufklärung der Spartan-Einheit habe die russischen Bewegungen im Donbass rechtzeitig erkannt und so den ukrainischen Einheiten einen erfolgreichen Gegenangriff ermöglicht, wie die Kyiv Post berichtet. Der Verlust einer kompletten Kompanie – zwischen 45 und 360 Mann, je nach Einheitstyp – stelle einen bedeutenden taktischen Schlag für Russland dar. Laut Reuters verteidigen die ukrainischen Streitkräfte weiterhin den nördlichen Teil von Pokrowsk und die nahegelegene Stadt Myrnohrad.

Ukraine-News: Angriffe im Grenzgebiet – Wasserversorgung in Belgorod unterbrochen

Update, 17:45 Uhr: Nach Angriffen aus der benachbarten Ukraine ist in der westrussischen Großstadt Belgorod laut Behörden die Wasserversorgung teilweise zusammengebrochen. Am Morgen sei an zwei Wasserentnahmestellen die Stromzufuhr ausgefallen, teilte die Stadtverwaltung auf sozialen Netzwerken mit. Daher gebe es Probleme in den nördlichen und zentralen Stadtvierteln Belgorods. Ohne Wasser seien derzeit rund 100.000 Menschen, sagte Bürgermeister Walentin Demidow. 

Belgorod liegt an der Grenze zur Ukraine und wird von russischen Truppen sowohl als Aufmarschgebiet genutzt als auch zum Beschuss ukrainischen Territoriums. Daher ist die Region eine der am schwersten zerstörten russischen Gebiete seit Beginn des Ukraine-Kriegs. 

Update, 16:38 Uhr: Im Ukraine-Krieg greifen Russlands Truppen weiter die zivile Eisenbahninfrastruktur an - insbesondere der Norden der Ukraine liegt dabei im Fokus. Das meldet der stellvertretende Ministerpräsident für den Wiederaufbau der Ukraine Oleksii Kuleba laut Bericht der ukrainischen Nachrichtenagentur Ukrinform. Laut Kuleba traf etwa am Bahnhof von Konotop eine russische Drohne eine Lokomotive, die an einen Personenzug gekoppelt werden sollte. In der Nähe eines Bahnhofes in der Region Sumy seien Gleise bei russischen Angriffen beschädigt worden.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte noch am Sonntag berichtet, dass Russland aktuell fast täglich die Eisenbahninfrastruktur der Ukraine beschieße. Kiew gelinge es nach Darstellung Selenskyjs dennoch, die grundlegende Logistik aufrechtzuerhalten, zitiert Ukrinform den Präsidenten.

Ukraine-News: Putins Truppen beschießen erneut ukrainische Energieinfrastruktur

Update, 15:27 Uhr: Russland nimmt im Ukraine-Krieg erneut die ukrainische Energieinfrastruktur ins Visier. In den vergangenen 24 Stunden haben russische Streitkräfte erneut Einrichtungen des größten nationalen Öl- und Gasunternehmens der Ukraine im Gebiet Poltawa angegriffen. Von den Angriffen berichtete Serhii Koretskyi, der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, der Naftogaz-Gruppe, auf Facebook: „Die Anlagen wurden beschädigt und teilweise zerstört“, meldete Koretskyi. Opfer habe es keine gegegeben. Zudem führe Russland aktuell groß angelegte Angriffe im Gebiet Sumy durch, die noch andauern, wie Ukrainska Pravda berichtet.

Update, 14:12 Uhr: Kiews Truppen haben nach Angaben des ukrainischen Generalstabs einen Kommandoposten der russischen Truppen in der russischen Grenzregion Kursk und ein Munitionsdepot auf besetztem Gebiet im Gebiet Cherson angegriffen. „Im Rahmen der Maßnahmen zur Schwächung der Offensivfähigkeiten des russischen Angreifers führen Einheiten der ukrainischen Verteidigungskräfte weiterhin Feuerangriffe gegen militärische Einrichtungen des Feindes in den vorübergehend besetzten Gebieten der Ukraine und auf dem Territorium der Russischen Föderation durch.“

Kiews Generalstab meldet Verluste für Russland im Ukraine-Krieg. (Archivbild)

Der Generalstab bestätigte in einem Facebook-Post zudem die Zerstörung einer großen Anzahl russischer FPV-Drohnen im russischen Gebiet Rostow. Ersten Berichten zufolge wurden etwa 6.000 FPV-Drohnen zerstört, schreibt Ukrainska Pravda. Mehrere weitere Container mit Drohnen seien ebenfalls beschädigt worden. „Informationen über die Verluste des Feindes und das Ausmaß der Schäden werden derzeit gesammelt“, erklärt der ukrainische Generalstab bezogen auf die Angriffe im Ukraine-Krieg.

Ukraine-News: Lawrow wirft Trumps USA indirekt Wortbruch vor

Update, 13:22 Uhr: Bei den Verhandlungen über eine mögliche Beendigung des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine hat der russische Außenminister Sergej Lawrow den USA indirekt Wortbruch vorgeworfen. Kremlchef Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump hätten sich bei ihrem Treffen in Alaska im August auf Prinzipien für eine Lösung geeinigt, die Washington nun aber ablehne, sagte Lawrow in einem auf der Seite des Ministeriums veröffentlichten Interview mit dem Portal Brics TV. „Jetzt sind sie nicht bereit“, sagte Lawrow.

Auch Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte, dass die in Anchorage getroffenen Vereinbarungen für Russland der einzige Weg seien, bei den Verhandlungen einen Durchbruch zu erzielen. Die Gespräche würden auch fortgesetzt, sagte er. Russland besteht etwa darauf, dass die Ukraine ihre Truppen komplett aus dem umkämpften Donbass - das sind die Gebiete Luhansk und Donezk - abzieht, obwohl Kiew da teils noch die Kontrolle hat. Bei den trilateralen Verhandlungen zwischen Ukrainern und Russen und den USA als Vermittler gab es in dieser Frage bisher keine Bewegung.

Update, 12:56 Uhr: Russland hat ein Hochspannungsumspannwerk in der westukrainischen Stadt Nowowolynsk angegriffen, das nur fünf Kilometer von der Grenze zu Polen entfernt liegt. Mehr als 80.000 Haushalte blieben nach Angaben des Bürgermeisters nach dem Angriff ohne Strom.

Bürgermeister Borys Karpus teilte über Telegram mit, dass die Energieanlage erheblich beschädigt und vorübergehend außer Betrieb genommen wurde. „Rettungskräfte sind am Explosionsort im Einsatz“, sagte Karpus laut Kyiv Post. Die kritische Infrastruktur der Stadt werde derzeit von Generatoren versorgt.

Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Die Bundeswehr nutzt den Kampfpanzer Leopard in verschiedenen Varianten seit 1979. Bewaffnet mit einer 120-Millimeter-Kanone lassen sich in den jüngeren Modellen von vier Soldaten an Bord Ziele in einer Entfernung bis zu 5000 Metern bekämpfen. Die Ukraine erhält Panzer des Typs Leopard 2 A6. Das 62,5 Tonnen-Gefährt war bei seiner Einführung im Jahr 2001 als verbesserte Variante des A5 etwa mit neuer Hauptwaffe versehen worden. Das Modell A6M verfügt zudem über einen erhöhten Minenschutz.
Der US-Kampfpanzer M1 Abrams gleicht dem Leopard 2 in weiten Teilen. Den M1 Abrams gibt es seit 1980 in mittlerweile drei Hauptvarianten. Seit dem Modell M1A1 ist eine 120-Millimeter-Kanone an Bord. Die vier Insassen werden von einer Stahl-Panzerung vor Angriffen geschützt. Mit 1500 PS kommt der je nach Modell bis zu 74 Tonnen schwere Abrams auf eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 68 Kilometern pro Stunde. Anders als der Leopard 2 wird der M1 Abrams über eine Gasturbine mit Kerosin angetrieben.
Die Hauptwaffe der US-amerikanischen Bradley-Schützenpanzer besteht aus einer 25-Millimeter-Maschinenkanone M242 Bushmaster, die zwischen 100 und 200 Schuss pro Minute verschießen kann. Zudem sind die gepanzerten Kettenfahrzeuge, die nach General Omar N. Bardley benannt sind, mit Maschinengewehren des Typs M240 sowie panzerbrechende Raketen ausgestattet. Die Besatzung umfasst bis zu zehn Soldaten: Fahrer, Kommandant, Richtschütze sowie bis zu sieben Soldaten als Infanterietrupp. Der Panzer wurde dafür konzipiert, im Verbund mit Panzerartillerie und Kampfhelikoptern zu operieren.
Beim AMX-10 RC aus Frankreich handelt es sich um einen amphibischen Spähpanzer. Der Panzer wird aufgrund seiner schwereren Panzerung und Bewaffnung hauptsächlich bei der Aufklärung eingesetzt. Ausgestattet ist er mit einer 105-Millimeter-Kanone, wodurch er auch als Panzerjäger verwendet werden kann. Die Besatzung besteht aus mindestens vier Soldaten. Bei einer Gefechtsmasse von 14,2 Tonnen ist der Panzer mit 85 km/h extrem mobil.
Panzer, Drohnen, Luftabwehr: Waffen für die Ukraine

Ukraine-News: Mindestens vier Tote nach russischen Angriffen in der Nacht

Update, 12:18 Uhr: Bei massiven russischen Drohnen- und Raketenangriffen auf die Ukraine sind in der Nacht zum Montag mindestens vier Menschen getötet worden. Zehntausende Einwohner sind ohne Strom, nachdem die russischen Streitkräfte gezielt die Infrastruktur angegriffen hatten. Die ukrainische Luftwaffe meldete Angriffe mit elf ballistischen Raketen und 149 Drohnen, von denen 116 abgeschossen wurden, wie Reuters berichtet. In der westlichen Region Wolhynien führte ein beschädigtes Umspannwerk zu Stromausfällen bei mehr als 80.000 Haushalten.

Ukraine-News: F-16 Kampfjet zerstört Putins Billig-Drohne

Update, 9. Februar, 11:03 Uhr: Russische Kamikazedrohnen bedrohen immer wieder die ukrainischen Städte. Somit fokussiert sich die ukrainische Luftabwehr auf effiziente Methoden, die billigen und dennoch gefährlichen Shahed-Drohnen abzuschießen. Jetzt hat im Luftkampf im Ukraine-Krieg ein F-16-Kampfjet Putins Billig-Drohne zerstört.

Ukraine-News: Oberst meldet „enorme“ russische Verluste an Pokrowsk-Front

Kiew/Moskau – In der ostukrainischen Region Charkiw haben russische Drohnenangriffe im Ukraine-Krieg erneut zivile Opfer gefordert, darunter ein zehnjähriges Kind. Bei einem nächtlichen Angriff auf die nahe der Grenze gelegene Kleinstadt Bohoduchiw wurde ein Wohngebäude komplett zerstört.

Ukraine-News: Zehnjähriges Kind bei Angriff in Charkiw getötet

Rettungskräfte bargen aus den Trümmern die Leichen einer Frau und eines zehnjährigen Jungen, wie der ukrainische Katastrophenschutz über die aktuelle Lage im Ukraine-Krieg berichtete. Drei weitere Menschen erlitten bei dem Angriff Verletzungen. Die russische Drohnenattacke traf ein Wohngebiet im Nordosten der Stadt.

Unterdessen meldeten die ukrainischen Streitkräfte, dass sie an der Front bei Pokrowsk ein Verlustverhältnis von eins zu sechs zu ihren Gunsten erreicht haben. Oberst Volodymyr Polevyi vom 7. Schnellreaktionskorps schätzte die russischen Verluste auf der Pokrowsk-Achse auf monatlich 6.000 Soldaten.

„Das sind enorme Zahlen. Das entspricht effektiv zwei Brigaden in voller Stärke“, erklärte Polevyi gegenüber dem Medium The New Voice of Ukraine, wie ntv berichtete. Die Ukraine setze auf eine Zermürbungstaktik: „Wir arbeiten auf taktischer Ebene. Gleichzeitig sammeln der Generalstab und der Oberbefehlshaber irgendwo Reserven für einen Gegenschlag.“

Der russische Geheimdienst FSB beschuldigte indes Polen, in ein Attentat auf General Wladimir Alexejew verwickelt zu sein. Beide festgenommenen Verdächtigen hätten ihre Beteiligung gestanden, so der FSB. Der Schütze sei „unter Beihilfe polnischer Geheimdienste“ vom ukrainischen SBU rekrutiert worden.

Der 64-jährige stellvertretende GRU-Chef wurde letzte Woche in seinem Moskauer Wohnhaus angeschossen, ist aber mittlerweile wieder ansprechbar.

Russland erlitt im Verlauf des vergangenen Tages erneut erhebliche Verluste im Ukraine-Krieg. Der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte teilte auf Facebook mit, dass die Armee von Wladimir Putin etwa 1250 Soldaten verlor. Diese Kämpfer wurden entweder getötet oder verwundet.

Die gesamten Verluste Russlands im Ukraine-Krieg belaufen sich nun auf 1.247.580 Soldaten. (Redaktion mit Nachrichtenagenturen)

Rubriklistenbild: © © IMAGO / SNA / Symbolbild

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare