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Iran-Krieg: Merz kritisiert Trump erneut – gibt Partnerschaft aber nicht auf
Aktuelle News zum Iran-Krieg im Ticker: Merz kritisiert Trump scharf für den Alleingang im Iran-Krieg – und hält dennoch an der Partnerschaft fest.
Update, 7:00 Uhr: Der Iran hat die USA vor Aktionen in der Straße von Hormus gewarnt. Jede amerikanische Einmischung in der Meerenge werde als Verstoß gegen die Waffenruhe betrachtet, schrieb der Leiter der Sicherheitskommission im Parlament, Ebrahim Azizi, auf der Plattform X. Die Straße von Hormus und der Persische Golf würden nicht durch „Trumps wahnhafte Beiträge gesteuert“.
Zuvor hatte US-Präsident Trump angekündigt, ab diesem Montag eine Initiative „Projekt Freiheit“ zu starten, um Schiffen zu helfen, die wegen der Blockade der Straße von Hormus feststecken. Für den Fall etwaiger Behinderungen der Initiative drohte Trump, dagegen mit Härte vorzugehen.
Iran-Krieg: Trump verkündet neue Initiative zur Straße von Hormus
Update, 4. Mai, 5:50 Uhr: Die USA wollen nach Angaben von Donald Trump noch heute eine Initiative starten, um Schiffen zu helfen, die wegen der Blockade der Straße von Hormus feststecken. Länder aus der ganzen Welt hätten die USA darum gebeten, ihnen dabei zu helfen, ihre Schiffe zu befreien, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.
„Zum Wohle des Iran, des Nahen Ostens und der USA haben wir diesen Ländern mitgeteilt, dass wir ihre Schiffe sicher aus diesen blockierten Wasserstraßen herausführen werden“, damit sie ihre Geschäfte unbehindert fortführen könnten, betonte Trump. Wie genau die USA dabei vorgehen wollen, führte er in seinem Post auf Truth Social nicht aus.
Update von 22:10 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will sich trotz des Streits um den Iran-Krieg weiterhin um eine gute Zusammenarbeit mit US-Präsident Donald Trump bemühen. „Ich gebe die Arbeit am transatlantischen Verhältnis nicht auf, und ich gebe auch die Zusammenarbeit mit Donald Trump nicht auf“, sagte Merz am Sonntag in der ARD-Sendung „Caren Miosga“.
Der Kanzler bekräftigte seine Kritik an der Entscheidung der USA, ohne Abstimmung mit den Verbündeten einen Krieg gegen den Iran zu beginnen. Dies habe er Trump auch persönlich erläutert. „Ich habe ihm gesagt: Wenn du willst, dass wir dir bei einem solchen Konflikt helfen, dann ruf uns vorher an und frage - und das hat er nicht getan“, betonte Merz. Er fügte hinzu: „Insofern ist das eine schwierige Lage. Ich hoffe, dass wir aus dieser Situation herauskommen.“
Israel und USA attackieren Mullah-Regime – Bilder aus dem Iran-Krieg




Update von 20:15 Uhr: Bundesaußenminister Johann Wadephul hat in einem Telefonat mit Irans Außenminister Abbas Araghtschi erneut auf eine Verhandlungslösung im Iran-Krieg gedrängt. Anschließend schrieb der CDU-Politiker auf X: „Als enger US-Verbündeter teilen wir das gleiche Ziel: Iran muss vollständig und nachprüfbar auf Kernwaffen verzichten und die Straße von Hormus sofort freigeben.“
Aus Teheran hieß es zu dem Gespräch lediglich, beide Außenminister hätten über regionale und internationale Entwicklungen gesprochen. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump erklärt, ein iranischer Plan für ein mögliches Kriegsende werde geprüft – zugleich aber Zweifel an dessen Akzeptanz geäußert. Auch eine erneute US-Attacke auf den Iran schloss Trump nicht aus.
Iran-Krieg aktuell: Israel rüstet Luftwaffe massiv auf
Update von 12:48 Uhr: Israel kauft für seine Luftwaffe zwei neue Kampfjet-Staffeln. Dabei handele es sich um Kampfflugzeuge des Typs F-35 des US-Rüstungskonzerns Lockheed Martin und Kampfflieger des Typs F-15IA des US-Flugzeugbauers Boeing, teilte das israelische Verteidigungsministerium mit. Der Umfang des Deals betrage zig Milliarden Schekel. Ein Euro steht gegenwärtig bei 3,5 Schekel.
Wie viele Flugzeuge jeweils in einer Staffel enthalten sind, wurde nicht erwähnt, ausdrücklich aus Sicherheitsgründen. Die Times of Israel berichtete, mit den neuen Bestellungen solle die israelische Luftwaffe in den kommenden Jahren auf insgesamt 100 F-35-Kampfjets und 50 F-15IA-Jets anwachsen.
Der Kauf der neuen Staffeln sei „Teil der umfassenderen Strategie des Verteidigungsministeriums, die Einsatzbereitschaft im Hinblick auf ein herausforderndes Jahrzehnt für die israelische Sicherheit zu stärken“, hieß es in der Mitteilung. Die neuen Kampfjets sollten auf veränderte regionale Bedrohungen reagieren und Israels Luftüberlegenheit auch künftig sichern. Verteidigungsminister Israel Katz sagte, der jüngste Iran-Krieg habe erneut die Stärke der israelischen Luftwaffe und ihre entscheidende Rolle beim Schutz Israels unter Beweis gestellt.
Iran-Krieg: Iranischer Supertanker durchbricht wohl Hormus-Blockade der USA
Update von 11:06 Uhr: Ein iranischer Supertanker mit 1,9 Millionen Barrel Rohöl an Bord hat offenbar die Blockade der US-Marine in der Straße von Hormus durchbrochen und den Nahen Osten erreicht. Das berichtet die Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf die spezialisierte Website TankerTrackers. Laut TankerTrackers wurde der unter iranischer Flagge fahrende Tanker „Huge“ zuletzt vor über einer Woche vor der Küste Sri Lankas gesichtet und durchquert derzeit die Lombokstraße in Indonesien mit Kurs auf den Riau-Archipel.
Die Ladung an Bord habe einen Wert von fast 200 Millionen US-Dollar. TankerTrackers gibt an, dass das Frachtschiff laut maritimen Tracking-Daten seit dem 20. März keine AIS-Signale mehr gesendet habe. Sanktionierte Schiffe nutzen das Ausschalten des Automatischen Identifikationssystems (AIS) häufig als Taktik, um Blockaden und Verfolgung zu umgehen.
Update von 07:57 Uhr: Trotz der aktuell geltenden Waffenruhe im Iran-Krieg greifen sich Israel und die proiranische Hisbollah-Miliz im Libanon wohl weiterhin an. Laut CNN bestätigten Verantwortliche der israelischen Armee, am Samstag „etwa 70 militärische und 50 Hisbollah-Einrichtungen“ angegriffen zu haben. Libanesische Staatsmedien berichteten, dass einer der Angriffe einer Moschee gegolten habe und dabei drei Leute ums Leben gekommen seien. Die Hisbollah vermeldete daraufhin, am Samstagnachmittag im Südlibanon eine Gruppe israelischer Soldaten und Fahrzeuge angegriffen zu haben. Laut israelischer Armee seien dabei keine Verletzten entstanden.
Update vom 3. Mai, 06:20 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, einen vom Iran übermittelten Plan für ein Ende des Kriegs prüfen zu wollen. Allerdings könne er sich nicht vorstellen, dass dieser Plan akzeptabel sein werde, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Der Iran habe „noch keinen ausreichend hohen Preis für das gezahlt (…), was er der Menschheit und der Welt in den letzten 47 Jahren angetan hat“, begründete er seine Prognose. Zugleich warnte Trump, es bestehe weiter die Möglichkeit, den Iran wieder anzugreifen, sollte sich die iranische Führung falsch verhalten.
Am Freitag war bekannt geworden, dass der Iran nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Irna einen neuen Vorschlag an die Vermittler in Pakistan übergeben hatte. US-Präsident Donald Trump zeigte sich damit jedoch unzufrieden. Über Inhalte der neuen Initiative wurde zunächst nichts offiziell bekannt.
Wie die den iranischen Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim berichtete, reichte der Iran einen 14-Punkte-Plan als Antwort auf einen US-Vorschlag ein. Der iranische Vorschlag sei über einen pakistanischen Vermittler übermittelt worden und fordere die „Beendigung des Kriegs an allen Fronten, einschließlich des Libanons“, hieß es weiter. Dort gilt derzeit eine brüchige Waffenruhe zwischen der proiranischen Hisbollah-Miliz und Israel.
Iran-Krieg: Teheran bietet USA angeblich Öffnung der Straße von Hormus an
Update, 22:35 Uhr: Führende iranische Politiker haben sich nach der Ablehnung ihres jüngsten Verhandlungsvorschlags durch US-Präsident Donald Trump zu Verhandlungen bereit erklärt, zugleich aber militärische Entschlossenheit betont. „Der Iran hat seinen Plan dem pakistanischen Vermittler vorgelegt, um den aufgezwungenen Krieg dauerhaft zu beenden“, sagte Vize-Außenminister Kasem Gharibabadi am Samstag vor ausländischen Botschaftern in Teheran. Nun liege „der Ball im Feld der USA“.
Washington müsse sich zwischen Diplomatie oder der Fortführung eines „konfliktorientierten Ansatzes“ entscheiden, sagte Gharibabadi. Der Iran sei zur Sicherung seiner nationalen Interessen „zu beiden Optionen bereit“. Auch Justizchef Gholamhossein Mohseni Ejei gab sich unnachgiebig: Teheran werde sich keine Politik von außen „aufzwingen lassen“.
Update, 13:35 Uhr: Der Iran hat den USA in den Verhandlungen über ein Ende des Krieges nach Angaben eines ranghohen iranischen Regierungsvertreters die Öffnung der Straße von Hormus und ein Ende der US-Blockade vorgeschlagen. Gespräche über das iranische Atomprogramm sollten auf später verschoben werden, sagte der Insider am Samstag. US-Präsident Donald Trump hat den Vorschlag bislang zurückgewiesen.
Update, 12:00 Uhr: Donald Trump hat das Vorgehen der USA bei der Blockade iranischer Häfen mit dem von Piraten verglichen. „Wir haben uns das Schiff genommen, wir haben uns die Fracht genommen, wir haben uns das Öl genommen“, sagte Trump laut Reuters mit Blick auf die Beschlagnahmung eines Schiffes vor wenigen Tagen. Dies sei ein sehr einträgliches Geschäft. „Wir sind wie Piraten. Wir sind so etwas wie Piraten, aber wir spielen keine Spielchen.“ Während des Krieges der USA und Israels gegen den Iran hält die Regierung in Teheran fast alle ausländischen Schiffe in der Straße von Hormus auf, während Trump seinerseits eine Blockade iranischer Häfen verhängt hat.
News zum Iran-Krieg: Trump ignoriert US-Kongress
Update, 9:15 Uhr: Ungeachtet der Gesetzeslage wird sich Donald Trump die Fortsetzung des Iran-Krieges nicht vom Parlament genehmigen lassen. „Nie zuvor“ sei eine solche Genehmigung beantragt worden, sagte er vor der Presse. „Warum sollten wir da eine Ausnahme bilden?“ In einem Brief an den Kongress, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, erklärte Trump die Kampfhandlungen mit dem Iran zudem für beendet. Seit Beginn der Waffenruhe am 7. April habe es keine Gefechte zwischen dem Iran und den USA gegeben, heißt es darin. „Die am 28. Februar 2026 begonnenen Feindseligkeiten sind beendet!“ Relevant sind Trumps Aussagen auch deshalb, weil zum Wochenende theoretisch das Zeitfenster ausläuft, in dem er den Krieg noch führen darf.
Iran-Krieg: USA billigen milliardenschwere Rüstungsexporte in den Nahen Osten
Erstmeldung: Das US-Außenministerium hat nach eigenen Angaben Waffenverkäufe im Wert von mehr als 8,6 Milliarden Dollar an Verbündete im Nahen Osten genehmigt. Zu den Empfängern gehören laut Reuters Israel, Katar, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate. Die Ankündigung erfolgt neun Wochen nach Beginn des Krieges der USA und Israels gegen den Iran sowie mehr als drei Wochen nach Inkrafttreten einer brüchigen Waffenruhe.
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