Verhandlungen unter Druck

Krieg in Nahost aktuell: US-Militär erklärt neue Angriffe für beendet – Iran attackiert US-Stützpunkte

News zum aktuellen Nahost-Krieg im Ticker: Straße von Hormus angeblich komplett gesperrt. USA und Iran starten neue Angriffe. Der Ticker.

Dieser Ticker ist beendet. Aktuelle Informationen zur Lage rund um den Nahen Osten finden Sie in unserem neuen News-Ticker.

Update, 6:55 Uhr: Der Golfstaat Kuwait hat seinen Luftraum wegen erneuten Beschusses aus dem Iran vorübergehend für die zivile Luftfahrt gesperrt. Ankommende Flüge würden auf Ausweichflughäfen umgeleitet, teilten die Behörden des Emirats am Morgen auf X mit. Diese Maßnahme erfolge angesichts der „iranischen Aggressionen gegen den Staat Kuwait“, hieß es. Die Luftabwehr sei im Einsatz, meldete die Armee auf X.

Nahost-Krieg aktuell: Iran attackiert Ziele in den Golfstaaten Bahrain und Kuwait

Update, 5:50 Uhr: Irans Streitkräfte haben nach eigenen Angaben als Reaktion auf die US-Angriffe im Süden des Landes Ziele in den Golfstaaten Bahrain und Kuwait attackiert. In Bahrain sei das regionale Hauptquartier der US-Marine mit Kamikazedrohnen attackiert worden, hieß es in einer vom staatlichen Rundfunk verbreiteten Erklärung der Armee. Der Angriff zielte demnach auf Flugabwehrsysteme vom Typ Patriot. Irans Revolutionsgarden attackierten eigenen Angaben zufolge unter anderem zwei US-Luftwaffenstützpunkte in Kuwait und einen in Bahrain. Insgesamt seien 18 Ziele angegriffen worden. 

US-Präsident Donald Trump: Der Iran-Krieg läuft aus dem Ruder, innenpolitisch schwindet die Unterstützung.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von Kriegsparteien. Die Angaben zum Iran-Krieg lassen sich nicht immer unabhängig überprüfen.

Update, 4:55 Uhr: Das US-Militär hat seine erneuten Angriffe auf Ziele im Iran nach eigenen Angaben eingestellt. Das teilte das zuständige Regionalkommando Centcom am frühen Morgen auf X mit. Es seien militärische Aufklärungsanlagen, Kommunikationssysteme und Luftverteidigungsstellungen im ganzen Land attackiert worden. Sie hätten eine Bedrohung für die US-Streitkräfte und internationale Handelsschiffe dargestellt, hieß es weiter. Auch nach Abschluss der Angriffe bleibe das US-Militär wachsam und kampfbereit.

Nahost-Krieg aktuell: Iran erklärt Straße von Hormus für komplett gesperrt

Update, 4:45 Uhr: Das iranische Militär hat die Straße von Hormus als Reaktion auf die jüngsten US-Angriffe auf Ziele im Süden des Landes nach eigenen Angaben komplett gesperrt. Jedes Schiff, das die Meerenge zu passieren versuche, werde angegriffen, hieß es in einer vom staatlichen Rundfunk verbreiteten Erklärung der Militärführung. Dagegen hat das US-Militär die angebliche Komplettsperrung dementiert. „Handelsschiffe fahren weiterhin heute Nacht in die Straße von Hormus ein und wieder heraus“, teilte das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando Centcom auf X mit.

Israel und USA attackieren Mullah-Regime – Bilder aus dem Iran-Krieg

Rauchsäule in teheran
Iran-Krieg - Iran
Angriff auf den Iran - Iran
Angriff auf den Iran - U.S. Navy
Israel und USA attackieren Mullah-Regime – Bilder aus dem Iran-Krieg

Nahost-Krieg aktuell: Explosionen in Teheran

Update, 4:30 Uhr: Nahe der iranischen Hauptstadt Teheran haben sich mitten in der Nacht mehrere Explosionen ereignet. Der staatliche iranische Rundfunk meldete Explosionen in der Pendlermetropole Karadsch, die nur wenige Kilometer von der Millionenstadt Teheran entfernt liegt. Weiter westlich von Karadsch seien Kampfdrohnen gesichtet worden. Details dazu lagen zunächst nicht vor. In den sozialen Medien gab es mehrere Berichte über eine Angriffswelle nahe der Hauptstadt, nachdem das US-Militär zuvor Ziele an der mehr als 1000 Kilometer entfernten Südküste des Irans bombardiert hatte. 

Nahost-Krieg aktuell: Trump wirft Iran besonders schweren Bruch der Waffenruhe vor

Update, 11. Juni, 4:00 Uhr: Nach der jüngsten militärischen Eskalation im Iran-Krieg hat US-Präsident Donald Trump der iranischen Führung laut einem Medienbericht einen besonders schweren Bruch der Waffenruhe vorgeworfen. Die im April mit Teheran vereinbarte Feuerpause sei die „die am häufigsten gebrochene Waffenruhe in der Geschichte der Welt“, zitierte ein Reporter des US-Senders Fox News Aussagen des Präsidenten aus einem Gespräch mit Trump.

Nahost-Krieg aktuell: US-Militär startet neue Angriffe

Update, 23.50 Uhr: Das US-Militär hat nach eigenen Angaben auf Befehl von US-Präsident Donald Trump mit neuen Angriffen auf mehrere Ziele im Iran begonnen. „Die Angriffe sind eine Reaktion auf die ungerechtfertigte und anhaltende Aggression des Irans“, teilte das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit.

Iranische Staatsmedien meldeten Explosionen an der Südküste. Wie die Nachrichtenagentur Irna und der Rundfunk übereinstimmend berichteten, wurden Explosionen nahe den Städten Minab und Sirik beobachtet. In der vergangenen Nacht hatte das US-Militär in Sirik am Golf von Oman Angriffe geflogen. 

Explosionen gab es Medienberichten zufolge auch auf der Insel Gheschm und der Hafenstadt Bandar Abbas. Aus anderen Landesteilen gab es unbestätigte Berichte über Aktivität der Flugabwehr.

Nahost-Krieg aktuell: IAEA fordert den Iran zur Offenlegung seiner Bestände atomaren Materials auf

Update, 23 Uhr: Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat den Iran zur vollständigen und „unverzüglichen“ Offenlegung seiner Bestände atomaren Materials aufgefordert. Auch müsse das Land der IAEA die Grundrisse seiner Nuklearanlagen übermitteln, hieß es in einer am Mittwoch vom Gouverneursrat der Organisation verabschiedeten Resolution. Hintergrund ist die bei der IAEA herrschende Sorge, dass es zur unkontrollierten Weiterverbreitung von iranischem Atommaterial gekommen sein könnte.

Der Resolutionstext war von Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den USA gemeinsam bei der Sitzung des Gouverneursrats eingebracht worden. Darin wird es als „essenziell und dringlich“ bezeichnet, dass der Iran die angeforderten Informationen und Unterlagen „unverzüglich“ übermittelt. Die IAEA wolle verifizieren, dass es keine „Abzweigung nuklearer Materialien“ gegeben habe. Die Resolution wurde nach Angaben aus diplomatischen Kreisen mit den Stimmen von 21 der 35 Mitglieder des Gouverneursrats abgenommen.

Nahost-Krieg aktuell: US-Militär greift Tanker im Golf von Oman an

Update, 20:38 Uhr: Das US-Militär hat nach eigenen Angaben einen Tanker im Golf von Oman angegriffen, der versucht haben soll, iranisches Öl zu transportieren. Der Maschinenraum des unter der Flagge des pazifischen Inselstaats Palau fahrenden Schiffes „Settebello“ sei beschossen worden, nachdem sich die Besatzung den Anweisungen der Streitkräfte widersetzt habe, teilte das für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando (Centcom) auf der Plattform X mit. 

Nach Angaben des indischen Außenministeriums gelten drei indische Besatzungsmitglieder als vermisst. Die übrigen 24 seien gerettet worden. In Zusammenarbeit mit den Behörden in Oman laufe eine Suchaktion nach den vermissten Seeleuten. 

Nahost-Krieg aktuell: Ölpreisschock treibt Verbraucherpreise in den USA weiter in die Höhe

Update, 15:02 Uhr: Der Ölpreisschock im Iran-Krieg hat die Verbraucherpreise in den USA weiter in die Höhe getrieben. Die Inflation stieg im Mai um 4,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Das war der höchste Stand in rund drei Jahren. Hauptgrund für den Preisanstieg sind Treibstoffe.

US-Präsident Donald Trump beschwichtigt seit Monaten und betonte zuletzt, der Anstieg sei nur „von kurzer Dauer“. Die Lebenshaltungskosten stehen in den USA im Mittelpunkt der politischen Debatte. Umfragen zeigen eine stark gesunkene Zustimmung zur Wirtschaftspolitik von Präsident Donald Trump. Der Iran-Krieg hat die Kritik auch im Lager des Präsidenten verschärft.

Nahost-Krieg aktuell: Trump steht kurz davor, neue Angriffe auf den Iran anzuordnen

Update, 14:17 Uhr: Im Nahost-Krieg erhöht Donald Trump den Druck auf Teheran: Der Iran brauche zu lange, um eine Vereinbarung zu treffen, sagte der US-Präsident laut Reuters bei Fox News. Deshalb stehe er kurz davor, neue Angriffe auf Kraftwerke und Brücken anzuordnen. Zuvor hatte er in einem Social-Media-Post angekündigt, der Iran müsse nun den Preis dafür zahlen – konkrete Details ließ er offen.

Nahost-Krieg aktuell: Putins Russland nach Trumps Vergeltungsangriffen „extrem besorgt“

Update, 12:54 Uhr: Nach den jüngsten gegenseitigen Angriffen der USA und des Iran hat Russland beide Seiten zur „Zurückhaltung“ aufgerufen. Außenamtssprecherin Maria Sacharowa sagte vor Journalisten in Moskau: „Wir sind extrem besorgt über die neue Runde bewaffneter US-iranischer Konfrontation.“

Diese habe mit „unprovozierter US-israelischer Aggression“ gegen den Iran begonnen. Sie appellierte an Washington und Teheran, „Zurückhaltung zu üben und die militärischen Angriffe unverzüglich einzustellen“. Das aktuelle Verhältnis zwischen Russland und Iran ist eine Zweckgemeinschaft, die vor allem durch die gemeinsame Ablehnung des Westens und strenge internationale Sanktionen angetrieben wird. Es handelt sich jedoch um keine formelle Verteidigungsallianz.

Update, 11:08 Uhr: Es deuten sich Konsequenzen für US-Präsident Trump an: Iran hat eine Neubewertung der Gespräche angekündigt. Anlass sind die jüngsten nächtlichen Angriffe. Teheran wirft Washington vor, durch fortgesetzte Verstöße gegen die Waffenruhe den diplomatischen Prozess zu beschädigen.

Außenministeriumssprecher Esmaeil Baghaei erklärte der Nachrichtenagentur SNN zufolge, sein Land müsse die Gespräche mit den USA nach den Angriffen in der vergangenen Nacht neu bewerten. Mit „ihren fortgesetzten Verstößen gegen die Waffenruhe schadeten die USA dem diplomatischen Prozess“, so Baghaei laut Reuters.

News zu Nahost-Krieg: Trump sieht in Hubschrauber-Abschuss „keine große Sache“

Update, 10:46 Uhr: Trump hat den Abschuss eines Apache-Hubschraubers im Krieg in Nahost heruntergespielt. Gegenüber dem Wall Street Journal bezeichnete der US-Präsident den Vorfall als „keine große Sache“ und betonte, der Pilot sei wohlauf.

Allerdings könnte der Zwischenfall die fragilen Friedensbemühungen zur Beendigung des Nahostkonflikts weiter belasten. Seit Anfang April gilt eine Waffenruhe zwischen Washington und Teheran – doch der Iran blockiert weiterhin den Großteil der Schifffahrt durch die Straße von Hormus, berichtet Reuters.

Teheran im Nahost-Krieg: Golfstaaten müssen US-Angriffe auf den Iran verhindern

Update, 9:18 Uhr: Das iranische Außenministerium sieht die Golfstaaten nach eigenen Angaben in der „rechtlichen und moralischen Verantwortung“, Angriffe der USA und Israels auf die Islamische Republik zu verhindern. Die Länder in der Region müssten dafür sorgen, dass die US-Armee und Israel „ihr Territorium oder ihre Einrichtungen“ nicht nutzten, um „feindselige Handlungen gegen den Iran zu planen, zu organisieren, auszuführen oder zu unterstützen“, erklärte das Ministerium am Mittwoch.

Der Iran werde nötigenfalls von seinem Recht auf Selbstverteidigung Gebrauch zu machen, erklärte das Ministerium weiter. Als mögliche Ziele wurden in der Erklärung insbesondere Stützpunkte und logistische Einrichtungen genannt, die für Angriffe auf den Iran genutzt würden .Zuvor war es erneut zu gegenseitigen Angriffen der USA und des Iran gekommen. Die US-Armee hatte nach dem Abschuss eines ihrer Hubschrauber Vergeltungsangriffe auf den Iran geflogen.

Nahost-Krieg aktuell: Iran greift Stützpunkt in Jordanien an

Update, 7:35 Uhr: Der Iran hat in der Nacht auch einen Stützpunkt in Jordanien angegriffen. Der arabische Sender Al Jazeera meldete am frühen Morgen unter Berufung auf das jordanische Militär, dass fünf iranische Raketen abgefangen worden seien. Keine dieser Angaben konnte zunächst unabhängig überprüft werden. Am frühen Morgen schrillten unterdessen auch in Bahrain abermals die Sirenen. 

Nahost-Krieg aktuell: US-Angriffe gegen 20 Ziele im Iran

Update, 6:45 Uhr: US-Medienberichten zufolge erfolgten die Angriffe im Iran in drei Wellen und richteten sich gegen rund 20 Ziele. Iranische Medien berichteten unter anderem über Explosionen in der Stadt Sirik an der Straße von Hormus sowie auf der Insel Qeschm. Auch aus dem Bereich der Großstadt Bandar Abbas gab es Berichte über Einschläge. Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim wurden zwei Wassertanks in einem Bezirk von Sirik getroffen, die dortige Trinkwasserversorgung sei unterbrochen. 

Nahost-Krieg aktuell: US-Militär beendet Angriffe auf Ziele im Iran

Update, 6:05 Uhr: Das US-Militär hat seine Angriffe auf Ziele im Iran beendet. Das teilte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando Centcom mit. Die „Verteidigungsschläge“ gegen den Iran als Antwort auf den Abschuss eines US-Militärhubschraubers seien abgeschlossen, hieß es. Es seien iranische Luftabwehranlagen, Bodenkontrollstationen und Radaranlagen im Bereich der Straße von Hormus bombardiert worden.

Nahost-Krieg aktuell: Iran meldet Drohnenangriff auf US-Stützpunkt in Bahrain

Update, 5:50 Uhr: Nach neuen US-Angriffen auf den Iran haben die Revolutionsgarden nach eigenen Angaben einen US-Militärstützpunkt in Bahrain angegriffen. Sollten die US-Angriffe auf den Iran anhalten, werde es eine noch „schärfere Antwort“ geben, hieß es in einer von staatlichen Medien verbreiteten Erklärung der Revolutionsgarden. Auch der Golfstaat Kuwait geriet trotz der eigentlich geltenden Waffenruhe im Iran-Krieg erneut unter Beschuss. Die Luftabwehr sei im Einsatz, teilte das Militär am Morgen auf der Plattform X mit. Genauere Angaben gab es zunächst nicht. Zuvor hatte Irans Außenminister Abbas Araghtschi mit Vergeltung für die neuen US-Angriffe gedroht, die nach dem Abschuss eines US-Hubschraubers erfolgten.

Nahost-Krieg aktuell: Teheran wird „keinen Angriff unbeantwortet lassen“

Erstmeldung: Angesichts neuer US-Angriffe auf sein Land hat Irans Außenminister Abbas Araghtschi mit Vergeltung gedroht. Die iranische Armee werde „keinen Angriff und keine Drohung unbeantwortet lassen“, erklärte Araghtschi im Onlinedienst X. „Trotz ihrer Niederlagen auf dem Schlachtfeld haben sich die USA entschieden, unsere Entschlossenheit auf die Probe zu stellen. Unsere schlagkräftigen Streitkräfte werden keinen Angriff und keine Drohung unbeantwortet lassen“, erklärte Araghtschi. Zugleich forderte er die US-Streitkräfte auf: „Verlassen Sie unsere Region, wenn Sie sicher sein wollen.“

Rubriklistenbild: © Saul Loeb/AFP

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert.

Hinweise zum Kommentieren: Auf wa.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare