Neuzugang kennt Bundesliga

75-Millionen-Neuzugang des FC Bayern bezeichnet sich als großes Risiko und spricht über Wirtz

Der teure Neuzugang des FC Bayern möchte die Bundesliga begeistern. In seinem Transfer sieht er ein gewisses Risiko. Zudem erzählt er von Florian Wirtz.

München – Um Luis Diaz aus Liverpool loszueisen, hat der FC Bayern tief ins Portemonnaie gegriffen. Bis zu 75 Millionen Euro werden für den Offensivspieler fällig. Der Neuzugang weiß: Eine Summe, die mit einem gewissen Risiko einhergeht. Mit Florian Wirtz, der dem FCB absagte und sich dafür den Reds anschloss, hat sich Diaz bereits über die Bundesliga unterhalten.

Bayern-Neuzugang Luis Diaz spricht über seinen Millionen-Wechsel.

Im Gespräch mit ESPN erzählt Diaz: Die Bundesliga ist prinzipiell kein Neuland für ihn. „Ich hatte bereits einige Kenntnisse über die Bundesliga. Ich liebe es, Fußball und alle Wettbewerbe zu schauen“, so der neue Bayern-Hoffnungsträger. Wer ihm letzte Details in Sachen Überzeugungsarbeit geleistet hat? Ausgerechnet Florian Wirtz.

Diaz statt Wirtz: Bayerns 75-Millionen-Mann informiert sich über Bundesliga

„Ich hatte die Gelegenheit, in Liverpool mit Florian zu sprechen, und ich weiß, dass es eine physische Liga ist“, verrät Diaz. Natürlich weiß der Kolumbianer, wie viel an der Isar, in der gesamten Bundesliga, von ihm erwartet wird. Ein gewisses Risiko ist daher nicht von der Hand zu weißen, das ist auch Diaz bewusst.

Entsprechend ist er „dem Management sehr dankbar, dass es sich an mich gewandt und mir vertraut hat.“ Im Supercup-Match gegen den VfB Stuttgart konnte Diaz den Bayern-Fans gleich einmal eine kleine Kostprobe bescheren, denn er erzielte das zwischenzeitliche 2:0 und fügte sich nahtlos ins Spiel der Münchner ein.

Spätstart, Fanliebling und Familiendrama – das Leben von Bayern-Königstransfer Luis Diaz

Luis Diaz stammt aus dem indigenen Volk der Wayuu und wurde erst 2015 im Alter von 18 Jahren bei einem Turnier von Scouts entdeckt. Er unterschrieb seinen ersten Vertrag beim kolumbianischen Zweitligisten Barranquilla FC.
Wie viele kolumbianische Fußballer war James Rodríguez auch für Luis Diaz ein großes Vorbild. Auf Instagram postete er stolz ein Bild von ihm und dem Superstar des Landes.
Nach nur einer Saison folgte der Wechsel zu Atletico Junior. Da Barranquilla FC sowieso nur das Farm-Team des Klubs war, gab es keine Hürden für den Aufstieg von Diaz in die erste kolumbianische Liga. Diaz entwickelte sich langsam zum Stammspieler und zeigte, warum die Scouts in damals so interessant fanden.
Diaz im Kolumbien-Trikot.
Spätstart, Fanliebling und Familiendrama – das Leben von Bayern-Königstransfer Luis Diaz

„So anzufangen, ist unglaublich. Ich bin sehr glücklich. Ich habe davon geträumt, hierher zu kommen, um großartige Dinge zu erreichen und mein Bestes zu geben. Ich versuche, den Fußball zu genießen“, schwärmt Diaz. Am Freitag eröffnet der FCB die neue Bundesliga-Saison gegen RB Leipzig. Diaz will auch dieser Partie seinen Stempel aufdrücken.

Er bremst allerdings auch ein wenig die hohen Erwartungen und stellt klar. „Ich bin seit etwa zwei Wochen im Verein, und ich brauche Zeit, um mich einzuleben.“ Da seine Ehefrau und Jugendliebe Geraldine Ponce samt der gemeinsamen Töchter mit an die Isar gezogen ist, dürfte ihm die Eingewöhnung leichter fallen. Auch Vincent Kompany ist voll des Lobes über seinen neuen Offensivspieler. (is)

Rubriklistenbild: © IMAGO/Laci Perenyi

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