Müssen sich Fans sorgen?
Abschied aus Gladbach? Kleindienst-Interview lässt aufhorchen
Verabschiedet sich Tim Kleindienst nach einem Jahr aus Gladbach? Der DFB-Star hat eine Antwort auf diese Frage geliefert.
Mönchengladbach – Es ist ein Szenario, das unter Fans von Borussia Mönchengladbach seit geraumer Zeit diskutiert wird. Packt Tim Kleindienst nach nur einem Jahr seine Koffer?
Verlässt DFB-Star Kleindienst Gladbach bald schon wieder?
Der Stürmer hat sich als Unterschiedsspieler entpuppt, der seine Mannschaftskollegen im Pressing anpeitscht, viele Laufwege für die Spieler um sich herum macht, keinem Zweikampf aus dem Weg geht und viele Tore schießt. Am vergangenen Wochenende lieferte Kleindienst seinen 15. Bundesligatreffer für Gladbach.
Zudem ist der Stürmer seit Oktober fester Bestandteil der deutschen Nationalmannschaft. Die nachhaltigen Verletzungsprobleme von Niclas Füllkrug haben Kleindienst die Tür zum DFB geöffnet, mit Blick auf das Nations-League-Viertelfinale gegen Italien (20. März, 23. März) konkurriert er mit Deniz Undav und Jonathan Burkardt um den Platz in der Sturmspitze.
Eine größere Bühne bietet hypothetisch eine Chance, dass größere Vereine auf Kleindienst aufmerksam werden. So entwickelte sich Füllkrug 2022 bei Werder Bremen zum Nationalspieler, wechselte 2023 zu Borussia Dortmund und wanderte 2024 zu West Ham United weiter. Schlägt der Gladbach-Star einen ähnlichen Weg ein?
„Wenn große Vereine kommen … wir sind im Profifußball, wenn man darüber nicht nachdenkt oder sich das nicht anhört, wäre das gelogen“, sagte Kleindienst im Interview mit RTL/n-tv und ließ damit die Tür für einen Wechsel zumindest einen Spalt offen.
Ähnlich hatte sich Sport-Geschäftsführer Roland Virkus geäußert, als dieser vor einigen Wochen gegenüber dem kicker erklärte, beim Stürmer müsse man abwägen, mit großen Angeboten setze sich Borussia dennoch auseinander.
Tim Kleindienst fühlt sich in Gladbach „unfassbar wohl“
Ein vorzeitiger Abgang von Kleindienst wäre ein herber Rückschlag für Gladbach. Gleichwohl hat der 29-Jährige mehrere Argumente geliefert, die für einen Verbleib sprechen.
„Ich kann nur sagen, ich bin unfassbar gerne hier, ich fühle mich unfassbar wohl. Es läuft gut für mich persönlich, aber auch als Mannschaft. Wir haben einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht, das zeigt auch, dass es gut funktioniert“, sagte Kleindienst und betonte: „Das ist momentan unfassbar viel wert. Das müsste einem erst einmal geboten werden.“
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Darüber hinaus träume er von einer Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2026 mit dem DFB-Team – und die Chance auf einen Kaderplatz habe man nur, wenn man auch regelmäßig spielt. „Es ist enorm wichtig, bei einem Verein zu spielen, wo die Chance mehr als 90 Prozent da ist, dass du Stammspieler bist. Du wirst nicht eingeladen, wenn du bei einem großen Verein auf der Bank sitzt, weil das der Nationalmannschaft nichts bringt.“
Borussia Mönchengladbach hat viele Argumente auf seiner Seite
Bundestrainer Julian Nagelsmann sei jemand „der gerne Spieler hat, die im Rhythmus sind, die Spiele spielen und mit Leistung aufmerksam machen“, so Kleindienst. So sind Nadiem Amiri, Leon Goretzka und Karim Adeyemi nach längerer Abwesenheit zur Nationalmannschaft zurückgekehrt, außerdem ist Yann Bisseck nach seiner Entwicklung bei Inter Mailand erstmals eingeladen worden.
All diese Faktoren sprechen für Gladbach – genau wie der Umstand, dass Kleindienst keine überstürzten Entscheidungen trifft. Mit dem sechsmonatigen Kapitel bei KAA Gent (Juli 2020 - Januar 2021) hat der 29-Jährige ein persönliches Warnbeispiel erlebt. Da braucht es schon viele Argumente, um ihn vom Niederrhein wegzulocken.
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