Rotation angekündigt

Paukenschlag: Argentinien setzt Superstar Messi auf die Bank

Im letzten Gruppenspiel wird die argentinische Nationalmannschaft personell rotieren. Trainer Lionel Scaloni macht dabei auch keinen Halt vor Superstars.

Mit zwei Siegen und der vorzeitigen Qualifikation für die K.-o.-Runde hat Argentinien bei der WM 2026 bislang überzeugt. Vor dem letzten Gruppenspiel gegen Jordanien nimmt Trainer Lionel Scaloni nun jedoch eine überraschende Änderung vor. Ausgerechnet Lionel Messi wird zunächst nur auf der Ersatzbank Platz nehmen. Der 39-Jährige soll nach seinem starken Turnierstart bewusst geschont werden.

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Scaloni kündigte auf der Pressekonferenz an, im Gruppenfinale mehreren Spielern Einsatzzeit geben zu wollen. „Die Idee ist, den meisten Spielern eine Chance zu geben. Ich denke, sie haben es verdient“, erklärte der Weltmeistertrainer von 2022. Messi werde zwar nicht von Beginn an spielen, soll aber im Laufe der Partie eingewechselt werden. Einen genauen Zeitpunkt ließ der Nationalcoach allerdings offen.

WM 2026: Messi wird vor „Heimspiel“ geschont

Die Entscheidung kommt durchaus überraschend, schließlich befindet sich Messi in herausragender Form. Der Superstar erzielte bei seiner mittlerweile sechsten Weltmeisterschaft bereits fünf Tore in den ersten beiden Spielen und führt aktuell die ewige WM-Torjägerliste an. Gleichzeitig liefert er sich ein spannendes Fernduell mit Frankreichs Kylian Mbappe, der bislang 16 WM-Treffer auf dem Konto hat.

Neben Messi dürfte auch Stürmer Lautaro Martinez eine Pause erhalten. Stattdessen sollen unter anderem Nico Paz und Julian Alvarez ihre Chance von Beginn an bekommen. Für Scaloni steht im letzten Gruppenspiel weniger das Ergebnis als vielmehr die Belastungssteuerung im Vordergrund. Argentinien hat das Ticket für die K.-o.-Runde bereits sicher und kann daher rotieren.

Überstrahlen Mbappé und Yamal Ronaldo und Messi? Die Superstars der WM 2026

Die WM 2026 wird zum Schaulauf der Superstars. Auf welche Glanzkicker besonders zu achten ist, sehen Sie in der folgenden Galerie.
Noch ist nicht zu 100 Prozent geklärt, ob Lionel Messi mit Argentinien die Titelverteidigung antreten wird. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass der achtfache Ballon-d‘Or-Sieger sich das Sommer-Highlight nicht entgehen lassen wird.
Absoluter Titelfavorit ist 2022-Sieger Argentinien in diesem Jahr nicht. Dafür ist in jedem Fall mit Europameister Spanien zu rechnen. Zum ersten Mal erlebt Barcelona-Juwel Lamine Yamal eine Weltmeisterschaft.
Für Pedri (23) ist es bereits die zweite WM-Endrunde. 2022 schied Spanien jedoch enttäuschend im Achtelfinale gegen Marokko aus.
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Für Messi hat die Schonung noch einen weiteren Vorteil. Das anschließende Sechzehntelfinale findet im Stadion von Inter Miami statt, seiner sportlichen Heimat seit 2023. Dort kennt sich der Weltmeister aus und hofft, ausgeruht in die entscheidende Phase des Turniers starten zu können. Ein frühes Ausscheiden ist für den Titelverteidiger dabei keine Option. Im Sechzehntelfinale trifft man auf den Überraschungszweiten aus Gruppe H Kap Verde.

Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte auf der Pressekonferenz auch Reporterlegende Enrique Macaya Marquez. Der 91-Jährige begleitet nach Angaben des argentinischen Verbandes bereits seine 18. Weltmeisterschaft und erhielt von Scaloni aus Respekt eine ehrliche Antwort auf seine Messi-Frage. Anschließend gab es noch eine herzliche Umarmung und gemeinsame Fotos. So rückte neben der Personalie Messi auch eine weitere Geschichte in den Mittelpunkt. (brg)

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa/AP | Charlie Riedel

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