Defensiv drohen Ausfälle

Gelbsperre droht: Diese fünf DFB-Stars müssen bei Nations-League-Duell gegen Italien aufpassen

Im Nations-League-Viertelfinale gegen Italien geht es um Prestige und ein Heimturnier. Einige Spieler müssen dennoch im Hinspiel vorsichtig sein.

Mailand – Im Viertelfinale der Nations League kommt es zu einem echten Klassiker. Die deutsche Nationalmannschaft tritt gegen die ewigen Rivalen aus Italien an. In der Vergangenheit wurde es auch das ein oder andere Mal ruppig. Einige Spieler sollten bei der Zweikampfführung in Mailand allerdings vorsichtig sein.

Kimmich, Rüdiger und Co. droht Gelbsperre im Rückspiel

Denn sonst drohen im Rückspiel bis zu fünf Ausfälle – und die wären hochkarätig. Denn mit je einer Gelben Karte sind Kapitän Joshua Kimmich, Antonio Rüdiger, David Raum und Robert Andrich vorbelastet. Nico Schlotterbeck steht sogar schon bei drei gelben Kartons. Es könnte also theoretisch ein ganzer Defensiv-Verbund ausfallen.

Nicht vorbelastete Innenverteidiger sind damit nur Jonathan Tah, der gegen Ungarn zuschauen musste, und Debütant Yann Aurel Bisseck. Bei den Italienern drohen allerdings auch einige Sperren. Unter anderem könnten Gianluigi Donnarumma oder Alessandro Bastoni fürs Rückspiel gesperrt werden.

Rüdiger (l.) und Kimmich (m.) droht eine Sperre.

DFB-Elf muss Ausfälle von Wirtz und Havertz verkraften

Gute Nachricht: Sollte das Rückspiel erreicht werden, verfallen die Gelben Karten und für das Halbfinale und Finale der Nations League droht keine Sperre. Seit der Sperre von Michael Ballack für das WM-Finale 2002 soll verhindert werden, dass Top-Spieler in den wichtigsten Spielen eines Turniers nicht zur Verfügung stehen.

Generell muss die DFB-Elf auf einige Spieler verzichten. Vor allem die Offensiv-Akteure Florian Wirtz und Kai Havertz gehörten zu den Lieblingen von Trainer Julian Nagelsmann und müssen zuschauen. Mit Nadiem Amiri und Jonathan Burkhardt stehen allerdings zwei der formstärksten Spieler dieser Saison in den Startlöchern.

Die Zukunft der DFB-Elf: Wer folgt auf Kroos, Müller und Neuer?

Noah Atubolu (Jahrgang: 2002), Tor: Die Nummer eins des SC Freiburg überzeugt im jungen Alter Woche für Woche in der Bundesliga. Durch die Europapokal-Spiele mit den Breisgauern ist Atubolu zudem bereits international erfahren. In der deutschen U21 fängt er inzwischen regelmäßig. (DFB-Bilanz bisher: Kein A-Länderspiel.)
Diant Ramaj (Jahrgang: 2001), Tor: Ramaj gab sein Bundesliga-Debüt 2022 für Eintracht Frankfurt. Über Ajax Amsterdam kam er Anfang 2025 zu Borussia Dortmund, wo er irgendwann Stammtorhüter werden soll. (DFB-Bilanz bisher: Kein A-Länderspiel.)
Jonas Urbig (Jahrgang: 2003), Tor: Wird Jonas Urbig der neue Manuel Neuer? Auf Vereinsebene soll er das, wechselte im Januar 2025 zum FC Bayern. Auf lange Sicht könnte er sich mit Atubolu um das deutsche Tor streiten. (DFB-Bilanz bisher: Kein A-Länderspiel.)
Armel Bella-Kotchap (Jahrgang: 2001), Abwehr: Die Karriere des Überraschungs-Teilnehmers der WM 2022 ist auf Vereinsebene etwas ins Stocken geraten. Obwohl sein letzter Einsatz im DFB-Trikot aus dem Jahr 2022 datiert, ist mit dem Innenverteidiger mittel- bis langfristig in der Nationalmannschaft zu rechnen. (DFB-Bilanz bisher: Zwei A-Länderspiele, kein Tor.).
Die Zukunft der DFB-Elf: Wer folgt auf Kroos, Müller und Neuer?

Ein Weiterkommen gegen Italien wäre übrigens doppelt wichtig. Denn es geht nicht nur darum, dass man ins Final Four im Juni kommt, sondern auch, wo es stattfindet. Sollte das DFB-Team die Hürde überstehen, würde man im eigenen Land spielen und könnte sich unter Umständen im Finale an der spanischen Nationalmannschaft für die Niederlage im EM-Viertelfinale rächen. (DaHee)

Rubriklistenbild: © Imago/bahho Kara/IMAGO/Kirchner-Media

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